Ab durch die Langstrasse

08. März 2011 16:05; Akt: 08.03.2011 16:14 Print

Amokfahrt mit Reisecar

Mit einiger Mühe stoppte die Polizei heute Nacht einen jungen Franzosen, der in einem gestohlenen Reisecar durchs Zürcher Industriequartier raste.

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Irrfahrt mit Reisebus: Ein junger Franzose hat in der Nacht auf heute die Stapo Zürich auf Trab gehalten. (Symbolbild) (Bild: Edi Engeler)

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Kurz nach 4 Uhr in der Nacht barst die Barriere beim Carparkplatz Sihlquai neben dem Zürcher Hauptbahnhof: Eine Amokfahrt mit einem gestohlenen Reisebus nahm seinen Lauf.

Der Car preschte durch die Ausstellungsstrasse zum Limmatplatz und fuhr auf dem Weg mehrere Schranken um. Ein Autolenker folgte dem Car und alarmierte die Polizei. Der Irrfahrer bog derweil in die Langstrasse ein und fuhr bis zur Verzweigung Kalkbreite-/Badenerstrasse, wo ihn eine Patrouille der Stadtpolizei Zürich stellen wollte.

Doch weder Blaulicht noch Martinshorn beeindruckten den Car-Spritzfahrer. Der Streifenwagen überholte den Car und und hielt ein Leuchtschild mit «Stopp Polizei» hoch. Nach mehrmaligem Wiederholen dieses Manövers stoppte der Car dann an der Verzweigung Seebahn-/Zweierstrasse. Die Polizisten verhafteten den Fahrer, einen 20-jährigen Franzosen.

Drogentest

Auf seiner wilden Fahrt verletzte er einige Verkehrsregeln: Er fuhr auf dem Trottoir, durch Fahrverbote, auf der Busspur und überfuhr auch ein Rotlicht.

Den Sachschaden an Car und den Schranken schätzt die Polizei auf mehrere 10 000 Franken.
Nach einem ersten Verhör wurde der Irrfahrer der Staatsanwaltschaft zugeführt. Sie soll den genauen Hergang der nächtlichen Spritztour abklären. Ausserdem musste der Verhaftete eine Blut- und Urinprobe machen. Ergebnis: «Er machte auf die Polizisten einen angetrunkenen Eindruck», sagte Polizeisprecher Marco Bisa zu 20 Minuten Online.

(job)