Schweizweites Verbot

08. Februar 2019 14:53; Akt: 08.02.2019 17:46 Print

Amt verbietet Aargauer, Katzen zu halten

Die Aargauer Behörden verbieten einem 30-Jährigen, Katzen zu halten – und zwar schweizweit. Verstösst er dagegen, werden die Tiere beschlagnahmt.

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Der Eintrag steht im letzten Amtsblatt des Kantons Aargau: Ein 30-Jähriger aus Buchs darf ab sofort und auf unbestimmte Zeit keine Katzen mehr halten. Das gilt in der ganzen Schweiz. Tut er es dennoch, beschlagnahmt der Veterinärdienst die Tiere auf Kosten des 30-Jährigen und bringt sie an einem geeigneten Ort unter.

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Wie die «Aargauer Zeitung» schreibt, betrifft das Verbot einen kroatischen Secondo, der als Teenager in Buchs eingebürgert wurde. Wieso er keine Katzen mehr halten darf, ist unklar. Verfügt hat es das Amt für Verbraucherschutz. Wie Leiterin Alda Breitenmoser sagt, kann sie aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Zehn Tierhalteverbote pro Jahr

Generell sei das Aussprechen eines Tierhalteverbots eine sehr einschränkende Massnahme für den betroffenen Tierhalter, schreibt Breitenmoser der Zeitung. Sie werde dann ergriffen, wenn andere Massnahmen zur Gewährleistung einer korrekten Tierhaltung nicht wirksam gewesen seien.

Der kantonale Veterinärdienst erlässt pro Jahr gewöhnlich rund zehn Tierhalteverbote, dabei werden alle berücksichtigt. Die Publikation im Amtsblatt mit vollem Namen sei jedoch unüblich. Dieser Weg wird laut Breitenmoser dann beschritten, wenn die Zustellung eines Tierhalteverbots auf anderem Wege (Postzustellung oder persönliche Übergabe) wiederholt nicht möglich war.

Nun hat der Mann noch eine Frist, in der er sich gegen das Katzenverbot wehren kann. Tut er das nicht, ist es nach Ende der Frist rechtskräftig und er kann gebüsst werden, wenn er Katzen hält.

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