Steuergelder aufs Privatkonto

14. Juni 2019 17:19; Akt: 14.06.2019 17:19 Print

Angestellter betrügt Gemeinde um 100'000 Fr.

Ein ehemaliger Angestellter der Gemeinde Kilchberg muss sich wegen Betrug verantworten. Er fälschte Rechnungen über total 100’000 Franken.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein 41-jähriger Mitarbeiter der Gemeinde Kilchberg steht nächste Woche vor dem Bezirksgericht Horgen. Er wurde wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Er hatte 22 falsche Rechnungen echter Firmen an die Gemeinde und ein Konsortium mehrerer Gemeinden ausgestellt. Das Geld von insgesamt 103'797.40 Franken hat er aber für seine privaten Angelegenheiten genutzt – unter anderem für seine Kreditkartenabrechnungen, wie es in der Anklageschrift heisst.

Laut dem «Tages-Anzeiger» flog er schliesslich auf, weil er bei Digitec Galaxus mehrere Kameras im Wert von über 900 Franken bestellt hatte und die Rechnung dann der Gemeinde unterjubeln wollte. Man nimmt an, dass die Rechnung so manipuliert wurde, dass die Gemeinde als Schuldnerin dastand. Der ehemalige Mitarbeiter wurde daraufhin im Herbst 2017 sofort entlassen und es wurde Strafanzeige erstattet. Laut der Zeitung hat der Beschuldigte die Tat gestanden und das Geld mittlerweile zurückgezahlt.

15 Monate bedingt und eine Busse

Es ist damit zu rechnen, dass der 41-Jährige im verkürzten Verfahren zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt wird, die mit einer zweijährigen Probezeit belegt ist. Hinzu kommt eine Busse über 1500 Franken. Das Urteil könnte sich laut dem «Tages-Anzeiger» nur noch ändern, wenn der Angeklagte sein Geständnis zurückzieht oder das Bezirksgericht den Vorschlag als unangemessen ansieht.


(lar)