Uitikon ZH

25. Oktober 2010 23:05; Akt: 26.10.2010 00:55 Print

Anti-Feministen vor Rückzug

von Désirée Pomper - Wegen neuen Vandalenakten von Linksextremen will das Giardino Verde die Anti-Feministen nicht mehr beherbergen. Diese führen ihren Anlass nun, wenn überhaupt, an einem geheimen Ort durch.

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Sprayereien am Gemeindehaus in Uitikon ZH. (Bild: Nicolas Y. Aebi)

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Die Linksautonomen hatten die Randale in Uitikon eigentlich erst auf Samstag angekündigt. Dann hätte in der Zürcher Gemeinde im Restaurant Giardino Verde das erste internationale Anti-Feminismus-Treffen stattfinden sollen. Doch die Aktivisten, die sich AG Frauen nennen, haben bereits gestern eine Kostprobe ihrer Zerstörungswut geliefert: Mehrere Liegenschaften, das Gemeindehaus, der Dorfplatz wie auch das Restaurant Giardino Verde in Uitikon wurden mit Sprüchen und Logos beschmiert. Auf der Internetseite Indymedia.org werfen sie der Gemeinde vor, dass sie sich nicht gegen das Anti-Feminismus-Treffen stelle.

Die Veranstaltung wird nun nicht im vorgesehen Lokal stattfinden. «Wir haben an der Gemeinderatssitzung zur Kenntnis genommen, dass der Grundeigentümer des Areals seine Zusage zurückgenommen hat», sagte der Uitiker Gemeindepräsident Bruno Bauder am Montagabend. Uitikon hatte laut Bauder auch geprüft, «ob es rechtlich möglich ist, das Anti-Feminismus-Treffen zu verbieten.»

Auch Giusep Fry, Besitzer des Hotels Uto Kulm, der für das Catering im Giardino Verde zuständig ist, hat kalte Füsse bekommen. Gestern beschloss er, die Anti-Feministen nicht zu bewirten. Initiant René Kuhn überlegt sich jetzt, einen anderen Caterer zu engagieren oder aber «das Treffen an einem geheimen Ort» durchzuführen. Kuhn: «Das entsprechende Lokal hätten wir schon.» Doch auch die Möglichkeit, das Treffen abzusagen, schliesst er nicht aus.

Rechtsanwalt David Gibor findet dieses Vorgehen verkehrt: «Anstatt jene zu schützen, die ihr verfassungsmässiges Recht auf Versammlungsfreiheit ausüben wollen, kuscht man vor jenen, die öffentlich zu Gewalt aufrufen und sich damit strafbar machen.» Auch unpopuläre Randgruppen hätten das Recht auf freie Meinungsäusserung. Gibor: «Verbietet man solche Treffen, noch dazu nach Gewaltandrohungen, untergräbt man Fundamente der Demokratie. Recht sollte Macht nicht weichen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gleichheit am 26.10.2010 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    gleichheit

    ich freu mich richtig auf den tag, wo linksextremismus gleich behandelt wird wie rechtsextremismus... glaube aber nicht, dass ich diesen noch erleben werde.

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  • Robby212 am 26.10.2010 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz?

    Männer durch das Gesetz diskriminiert: AHV, Wehrpflicht, Witwerrente, Sorgerechtssprechung, Vaterschaftstest. Frauen durch das Gesetz diskriminiert: 0 In diesem kontext zeigt sich der wahre Feminismus, indem diese Ideologie den Kampf der Gleichberechtigung verachtet. Feminismus hat mit Gleichberechtigung NICHTS zu tun! Es ist eine extremistische Form der Menschenverachtung.

  • Ron am 25.10.2010 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dann locht die mal 3 Jahre ein...

    Kann dies Landfriedensbruch darstellen.» Bei allen Tatbeständen drohten bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. JA DANN MACHT DOCH MAL NÄGEL MIT KÖPFEN.LOCHT ENTLICH DIE KRIMINELLEN LINKEN FÜR 3 JAHRE EIN.Das würde sicher Wirkung zeigen.Die Linken Kriminellen,würden sich 2x überlegen Sachschaden und Personenbedrohung auszuüben. Leider haben wir Warmluftrichter in der Schweiz, so wird sich nie was ändern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jemandem am 26.10.2010 23:44 Report Diesen Beitrag melden

    sprengt die Diskussion hier, aber soll

    zum Nachdenken anregen: Es ist noch gar nicht so lange her (70er Jahre), da wurden (minderjährige) Frauen ins Gefängnis (Hindelbank) gesteckt, wenn sie unehelich schwanger wurden. Oft wurden sie gezwungen, das Kind dann zur Adoption frei zu geben. Auch in der Schweiz. Feministen haben auch gute Arbeit geleistet! Aber das gehört eigentlich nicht in diese Diskussion und berechtigt auch nicht zu solchen Aktion wie die oben beschriebene Gewalt - soll aber Männer etwas zum Nachdenken anregen

  • Serious Sam am 26.10.2010 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    CHIPPEN GEGEN TERRORISMUS

    Es muss aufgeräumt werden mit diesem krinminellen Pack. Chaoten sind die Terroristen der Zukunft. Die Politik hat noch viel Arbeit, denn es gibt viele davon. Fingerabdrücke auf Ausweisen ist schon mal ein guter Start. Chippen könnte das Terrorismusproblem in Zukunft lösen. Die Erkennung von Chips über grössere Distanzen ist aber noch zuwenig gut. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • Heinz am 26.10.2010 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die grosse Angst der Frauen

    Einmal mehr zeigen die Feministinnen ihre Gewaltbereitschaft und deren Doppelmoral. Es hat schon Tradition, dass Feministinnen die Freie Meinungsäusserung der Männer mit Gewalt behindern. Gewalt, die von Frauen ausgeht, wird honoriert und verharmlost. Wer die Männer bei der Geschlechterpolitik in eine Ecke drängen will, hat keine eigene stichhaltige Argumente mehr, ausser Gewalt. Die immer von den Frauen geforderte Toleranz und Respekt, meint wohl nur, dass sich die Männer gegenüber Frauen tolerant und respektvoll zu benehmen haben. Den Feministinnen geht es darum, die einseitige

  • Robby212 am 26.10.2010 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz?

    Männer durch das Gesetz diskriminiert: AHV, Wehrpflicht, Witwerrente, Sorgerechtssprechung, Vaterschaftstest. Frauen durch das Gesetz diskriminiert: 0 In diesem kontext zeigt sich der wahre Feminismus, indem diese Ideologie den Kampf der Gleichberechtigung verachtet. Feminismus hat mit Gleichberechtigung NICHTS zu tun! Es ist eine extremistische Form der Menschenverachtung.

  • Tom am 26.10.2010 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt vs. Gleichberechtigung

    Was hat eigentlich Gewalt, Radau machen usw. mit der Gleichberechtigung der Frau zu tun??