Treffen in Zürich

14. September 2010 22:49; Akt: 15.09.2010 00:14 Print

Antifeministen blasen zum Angriff

von Désirée Pomper - Fünf namhafte Männerorganisationen wagen den Aufstand gegen die «Unterdrückung der Männer». Am ersten internationalen Antifeminismus-Treffen beginnen sie ihren Kampf.

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Nirgends hätten ledige Väter so wenig Rechte wie in der Schweiz, sagt Michael de Luigi von der Schweizer Männerorganisation Mannschafft. Deshalb wird er am ersten internationalen Antifeminismus-Treffen in Zürich teilnehmen.

«Die Feministinnen hocken noch immer an den Schaltstellen der Macht, vor allem im sozialen und familiären Bereich.» Das Grundgesetz der Gleichberechtigung von Mann und Frau werde mit Füssen getreten.

Organisator ist kein unbeschriebenes Blatt

Mannschafft ist nur eine von fünf Männerorganisationen, die am 30. Oktober am ersten internationalen Antifeminismus-Treffen teilnehmen werden. Auch die IG geschiedener und getrennt lebender Männer, die Männer menschlich, sozial und juristisch unterstützt, ist dabei, sowie zwei weitere deutsche Männerorganisationen.

Ins Leben gerufen wurde das Treffen von der IG Antifeminismus. Präsidiert wird diese von SVP-Mann René Kuhn, der einst als «Frauen-Lästerer» für Schlagzeilen sorgte. «Ein grosser Teil der Männer ist mit der heutigen übermässigen Bevorteilung der Frauen und Diskriminierung der Männer nicht mehr einverstanden», sagt Kuhn.

Frauenorganisation sprich von Angstreaktion

Für Rosmarie Zapfl, Präsidentin der Frauenorganisation Alliance F, ist das Antifeminismus-Treffen eine «Angstreaktion»: «Es gibt inzwischen so viele starke selbstbewusste Frauen. Dies schüchtert viele Männer ein und verleitet sie zu solchen Gegenaktionen.»

Derweil hat das Restaurant Waid, wo das Treffen stattfinden sollte, den Initianten eine Absage erteilt. Laut Kuhn wird die Tagung aber dennoch stattfinden: «Wir lassen uns von Feministen nicht den Mund verbieten.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martina R. am 21.09.2010 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Rosinenpickerei

    gott schuf zwei Geschlechter, mit Vor- und Nachteilen. Ich finde die natürliche Rollenverteilung auf der Erde sollte in gewissem Masse beibehalten werden. Natürlich freue ich mich über mein Stimmrecht, was damals erkämpft wurde erachte ich für die Gesellschaft als wichtig, doch heute hat Feminismus nur noch mit Rosinenpicken zutun. Vorteile werden gerne angenommen, aber Wehrpflicht, Rentenalter und Sorgerecht lieber doch nicht, so viel Gleichberechtigung wird dann doch nicht gewollt. Ich kann das nicht ernst nehmen.

  • Stephan Lichtin am 16.09.2010 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    BOYKOTT???

    NEIN! Legt doch beim Restaurant Waid in Zürich demnächst mal einen spontanen Zwischenhalt ein. Fragt den Wirt (Thomas Hofstetter) nach seinen Beweggründen für die Auflösung der Reservation, erzählt ihm von Euren persönlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit der Gleichberechtigung und Diskriminierung, sagt ihm auf anständige Art und Weise Eure Meinung und verabschiedet Euch von ihm ohne etwas zu konsumieren. Dieses Vorgehen finde ich BESSER UND AUCH ANSTÄNDIGER ALS BOYKOTTIEREN.

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  • Roger Inner am 15.09.2010 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Das wurde aber auch Zeit

    Endlich gibt es eine Gegenbewegung zum Feminismus. Männer und heranwachsende Männer werden heute viel zu oft diskriminiert. Der Feminismus hat zu einer Glorifizierung des Weiblichen Wesens und zu einer Verteufelung des Männlichen geführt. Es wäre wünschenswert wenn man den Unerschieden zwischen Mann und Frau wieder rechnung tragen würde.

Die neusten Leser-Kommentare

  • der Mann am 25.10.2010 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, das ist unfair

    Ich bin ein junger Familienvater mit drei Kindern. Meine Kinder sind mein ein und alles. Ich liebe es mit ihnen am Morgen aufzuwachen, mit ihnen Zeit zu verbringen, mit ihnen zu Lachen. Mein Leib und Seele hängt am Wohle meiner Kinder. Ich würde mein Leben und alles andere für das Wohlergehen meiner Familie geben! Schon alleine die Vorstellung, dass im Falle einer Scheidung ich nicht das Recht haben sollte, mit meinen Kindern zusammen zu sein, ist für mich der reinste Horror. Ich habe vieles erlebt, ich habe geliebte Menschen verloren - aber diese Grausamkeit unse ist die schlimmste von allen

  • J. Schneider am 25.10.2010 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Aufwachen!!

    Liebe Leser/innen, besucht deren Website und schaut mal genauer hin, was das Ziel dieser Gruppierung ist. Es geht massiv weiter als gegen Feministen/inninen. Kein Wunder war 20 Min. so schlau sowas von der Frontseite zu nehmen. Danke an die Red. Schutz gegen einseitige Gesetzgebung ist ok, aber was die anstreben...

  • Ich am 25.10.2010 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld ist der Staat

    Der Staat steckt hinter all dem. Warum werden wohl Männer als Geldgeber missbraucht-damit der Staat nicht zahlen muss.Es geht nur um das.Wenn alleinerziehende Mütter nicht arbeiten gehen-wer finanziert sie dann?

  • Alfredo E. Stüssi am 25.10.2010 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Dankeschön

    Im Namen der Männerpartei bedanke ich mich für die zahlreichen positiven Reaktionen zu unserern wichtigen Anliegen. Nächsten Samstag findet nun das Treffen statt und heute ist Anmeldeschluss (über antifeminismus.ch). Ich selbst werde da eine Top-Neuigkeit verkünden!!

  • joey small am 29.09.2010 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Das stimmt nicht

    Immer wieder kriegen wir zu hören das Frauen eventuell überreagieren, für Ungerechtigkeiten aus der Vergangenheit. Das will ich mal klar stellen, vor 50 Jahren gab es viele Jungen und Mädchen die auf einer Seite von den Geschlechter Regeln benachteiligt wurden, ohne das sie die Gesetze die sie bevorteilt hatten für sich ausnutzen konnten. Die Behauptung das in der Geschlechterdebatte Frauen grundsätzlich benachteiligt wurden und Männer immer die Nutznießer waren, war schon vor 40 Jahren gelogen. I Ich weiss es, ich war dabei.