Savera-Area

23. Januar 2019 05:47; Akt: 10.03.2019 18:50 Print

Zürcher sorgen sich wegen Neubau um ihre Badewiese

von Maja Sommerhalder - Anwohner wehren sich gegen eine geplante Grossüberbauung am See in Wollishofen. Sie befürchten Schattenwurf und dass sie ihre Badewiese wegen Lärmklagen kaum mehr nutzen können.

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Es ist eine beliebte Badewiese beim Zürichsee, das Savera-Areal in Wollishofen. So kommt auch Axel Burri besonders im Sommer mit seinen Freunden regelmässig hierher, um zu baden oder zu grillieren. Der 44-jährige Informatiker befürchtet nun aber, dass er den Gratiszugang zum See bald nicht mehr uneingeschränkt geniessen kann.

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Grund ist eine geplante Überbauung auf dem Areal der Avia-Tankstelle und der Garage Franz AG am Mythenquai 353, das zwischen der Strasse und der Liegewiese liegt. Hier sind 67 neue Mietwohnungen und Gewerberäume geplant – eine Tankstelle mit Shop und eine Autogarage sollen ebenfalls im Komplex untergebracht werden. Burri befürchtet, dass die bis zu sechs Stockwerke hohe Überbauung im Quartier viel Schattenwurf verursache. «Zudem versperrt sie auf dem Savera-Areal den Blick auf den Uetliberg.»

«Lärmklagen sind programmiert»

Die Nutzung der Liegewiese werde wohl sowieso bald eingeschränkt werden, so Burri: «Solche Wohnungen direkt an der Seewiese werden sicher teuer sein. Da sind doch Lärmklagen von den Anwohnern programmiert, die sich am Treiben auf dem Areal stören.»

Deshalb haben er und andere Anwohner nun eine Petition lanciert. Sie verfolgen das Ziel, das Bauvorhaben zu verhindern. Am Mittwoch reichen sie über 2500 Unterschriften bei der Stadt ein. «Wir wollen nicht, dass öffentliche Erholungsräume durch teure Luxuswohnungen so stark eingeschränkt werden.»

«Liegewiese wird nicht tangiert»

Ganz anders sieht man das beim Bauherrn, dem Immobilienunternehmen Karmon AG. «Die grosse Liegewiese am See wird durch das Bauvorhaben in keiner Weise tangiert», sagt Geschäftsführer Martin Miller. Da in den Sommermonaten mit gewissen Immissionen zu rechnen ist, sollen Mietwohnungen im mittleren Preissegment entstehen, die auch Jüngere anziehen können.» Konkretes zu den Mietzinsen wollte er nicht sagen.

Gerade weil man sich der Sensibilität des Standortes bewusst sei, habe man sehr sorgfältig und mit Einbezug des Amtes für Städtebau der Stadt Zürich nach Möglichkeiten gesucht, die ästhetisch nicht befriedigenden heutigen Gebäulichkeiten zu ersetzen. Dazu sei ein Architekturwettbewerb durchgeführt worden. Das ausgewählte Projekt werde gut in die Umgebung integriert, so Miller: «Mehrheitlich verfügt das Gebäude über vier Stockwerke, nur an den Kopfenden entstehen fünf oder sechs Geschosse.» Zusätzlicher Schattenwurf werde dadurch nicht entstehen.

Derzeit läuft gemäss Miller das Bewilligungsverfahren. Wann die Bagger auf dem Gelände auffahren, kann er aber noch nicht sagen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Fragender am 23.01.2019 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch gibt es Lärmklagen!

    Lärmklagen vorprogrammiert? Logisch, denn die Neuzuzüger werden sich so verhalten wie beim Flughafen: Einziehen und dann gegen jeden möglichen "Lärm" klagen. Dies ist schon zum Standard geworden und macht offensichtlich gewissen Leuten spass...

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  • Miss Green am 23.01.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Grün?

    .....und ich dachte immer, die Stadtregierung ist grün......

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  • Sonnenschein am 23.01.2019 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir betonieren uns ein und werden immer ärmer

    Hilfe ,hier ist die Politik gefordert.Alle schreien wir müssen unserer Natur sorge tragen,und nehmen unseren Tieren den Lebensraum .Gleichzeitig wundern wir uns ,dass der Mensch immer unzufriedener wird.Wann wachen wir endlich auf?Dürfen sich auch unsere Kinder und Grosskinder am See an den Tieren erfreuen wie wir ? Geld regiert die Welt,hier nicht,oder?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • NichtMehrGrün am 23.01.2019 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Liegewiese im Sommer im Schatten...

    ...auf dem Gelände vom Mythenquai eine Seilbahnstation: Vielleicht könnte man auf der Safainsel noch einen Hafenkran aufstellen und auf der Landiwiese ein 12stöckiges Hochhaus aus dem Boden stampfen. Ideenwettbewerb für die totale Verschandelung des Seeufers ist längst eröffnet!

  • Seher am 23.01.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Mietvetrag

    Lärm- Klausel in Miet oder Kaufvetrag einfügen. Nur dann wird sich wohl Niemand finden der die extremen Preise am See bezahlen will. Konflikte vorprogrammiert, auf der einen Seite die überlastete Strasse, auf der anderen Seite die durch viele Leute benutzte Wiese ...... 30er Zone und Nutzungsbeschränkungen werden die Antwort sein, mit Aufwandskosten für den Steuerzahler.

  • Geld geld geld am 23.01.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Alles fürs Geld

    Weiter so. Alles in Beton ersticken. Hauptsache, die Wirtschaft wächst. Und noch mehr Zuwanderung von Fachspezialisten zulassen. Bis wir 15Mio Einwohner in der Ch haben und im Beton ersticken. Für Geld sind wir zu allem bereit :(

  • Frau am 23.01.2019 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beklagen

    Und genau diejenigen die sich beklagen dass ihre Badewiese überbaut wird, werden Nein zur Zersiedlungs- Initiative stimmen. Also ihr habt es selber in der Hand ob noch mehr zugebaut wird.

  • Troja am 23.01.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gondelbahn

    Da schreien alle nach mehr Seezugang aber dann werden solche Bauten realisiert. Genau so unsinnig wie die Gondelbahn über den See mit ihren Stationen an bester Seelage!!