Werbung mit Biss

01. Juli 2014 17:27; Akt: 01.07.2014 17:28 Print

Apotheke lässt Stech-Mücken auf Kunden los

von Kevin Villiger - Für die Promotion ihrer Salbe gegen Insektenstiche liess sich eine Apotheke in Zürich etwas Besonderes einfallen. In einem Kasten warten stechfreudige Mücken auf mutige Passanten.

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300 Mücken warten in diesem Glaskasten auf die Arme von Passanten. (Bild: kv)

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Vor der Tür der Apotheke Stadelhofen steht bis am Mittwochabend ein Glaskasten mit 300 frisch gezüchteten Mücken. Dort können sich Mutige stechen lassen. Eine neugierige Passantin wagt den Versuch und ihre anfängliche Skepsis schwindet schnell, als sie merkt, dass die Mückenstiche mehr kitzeln als weh tun. Nach der kleinen Mutprobe lässt sie sich mit dem hauseigenen Insektenstichmittel behandeln und zeigt sich mit der Wirkung zufrieden.

Die Aktion ist gemäss Inhaber Rudolf Andres unter anderem eine Reaktion auf das gute Feedback von Kunden, die letzten Sommer nach ihrem Badi-Besuch wegen Instektenstichen die Apotheke aufgesucht hatten. «Wir geben keine Wirkungsversprechen ab», sagt Andres. «Ob und wie gut die Mittel wirken, kann jede und jeder selber erfahren.»

Keine Ansteckungsgefahr

Bedenken bezüglich Übertragungskrankheiten zerstreut Andres mit dem Hinweis, dass die Mücken frisch gezüchtet wurden und somit vorher noch keine anderen Menschen gestochen hätten. Im Normalfall seien sie nach einer «Mahlzeit» für zwei Tage satt – also bis zum Ende der Promotion. «Die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit einer gefährlichen Krankheit ist nicht höher als bei einem Stich von einer frei fliegenden Mücke», sagt Andres. Zudem habe man sich beim tropischen Institut diesbezüglich vorher informiert.

Gemäss Nadja Brodmann von der Geschäftsleitung des Tierschutzvereins Zürich existiert für die Haltung von Insekten – anders als zum Beispiel für Säugetiere – für solche Werbezwecke keine gesetzliche Grundlage. Zwar sei es auch im Fall von Insekten ethisch fragwürdig, sie in einem unnatürlichen Lebensraum einzusperren. «Solange den Bedürfnissen der Mücken jedoch Rechnung getragen wird, kann so eine Aktion durchaus toleriert werden», sagt Brodmann.

Der Selbstversuch des 20-Minuten-Reporters vor Ort endete übrigens nicht mit dem Kauf der kühlenden Salbe, sondern mit der Erkenntnis, entweder für kleine Mücken zu dicke Haut an den Händen zu haben oder schlicht ungeniessbares Blut zu besitzen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf am 01.07.2014 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbaufähig

    Und als Reklame für Essigsauretonerde darf sich die Kundschaft extra den Fuss verstauchen...

  • mückenhasser am 01.07.2014 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und widr freilassen?

    und am schluss am besten frei lassen dass sie sich weiter verbreiten können und noch mehr viecher hatt damit ihr noch mehr salben verkaufen könnt

    einklappen einklappen
  • allan am 01.07.2014 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    übertriebs!

    "... ethisch fragwürdig, sie in einem unnatürlichen Lebensraum einzusperren." meine güte, es sind mücken...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brummer am 02.07.2014 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tigermücke

    Na hoffen wir mal lassen sie keine Tigermücken auf die Passanten los........

  • Maria Suter am 02.07.2014 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unseriõs

    Was diese(r) Apotheker nicht alles daran setzten, um den Umsatz zu steigern und 20 Minuten nimmt sixh auch noch die Zeit, solch eine. Quatsch mit Namen der Apotheke!) zu publizieren. Es gibt bessere und seriõsere Themen, liebe 20 Minuten-Redaktion!

  • Kurt am 02.07.2014 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein Chabis

    Ich möchte lieber eine Salbe, damit ich nicht gestochen werde. Und gleich noch eine für mehr Intelligenz.

  • Tigerente am 02.07.2014 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Abgeklärt

    Süss... Ich liebe Tigermücken...!

  • Aloisius am 02.07.2014 02:58 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem Tierchen sein...

    Daraus lässt sich was machen: Wie wäre es mit einer richtig coolen Grippeparty, in Ihrer Apotheke, oder wieder einmal einem lustigen Läusefest? "Mach den Giftschlangen-Test" könnte mir auch noch gefallen...