01. April 2005 11:13; Akt: 01.04.2005 11:16 Print

Aprilscherze in der Region Zürich

Die Zürcher Medien haben zum 1. April auch dieses Jahr wieder eine breite Palette von Scherzen geboten.

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Sie reichen von der Buchvernissage von Christoph Mörgelis «Visionen» bis zum Wechsel beim Eurovison Song Contest.

Mit einem ganzseitigen, knallgelben Inserat trumpfte am Freitag die linke «WochenZeitung» (»WOZ») auf: Sie warb für ein neues Buch im WOZ-Verlag: «Visionen» von SVP-Natonalrat Christoph Mörgeli. Angesagt waren Buchpräsentation, Lesung und Signierstunde.

Der «Tages-Anzeiger» enthüllte Pläne von Rennstallbesitzer Peter Sauber, der auf dem nicht mehr gebrauchten Flugplatz Dübendorf eine Autofabrik errichten will. Bauen will man laut «NZZ» auch in Zürich: Das Fraumünster soll wieder einen zweiten Turm erhalten. Und das «Tagblatt» wusste zu berichten, dass im bisherigen Amtshaus am Helvetiaplatz ein Bordell entstehen soll.

Alte Urkunde und Pinguin-Plausch

Als neuesten Publikums-Gag bietet der Zoo laut «20 Minuten» an, zusammen mit den kleinen Humboldt-Pinguinen im Wasser zu plantschen. Und die vermeintlich 750 Jahre alte Limmattaler Gemeinde Geroldswil sieht sich dank einer unverhofft gefundenen alten Urkunde um 250 Jahre älter, wie das «Limmattaler Tagblatt» berichtete.

Neu löst Wädenswil den Bezirkshauptort Horgen ab, da der wichtigste Ort im Bezirk diese Funktion übernehmen soll. Und im Bezirk Meilen am jenseitigen Seeufer geht man mit undisziplinierten Hundebesitzern künftig unzimperlich um, wie die «Zürichsee-Zeitung» meldete.

Schicke Vorwahl für Winterthur

Von skandalösen Forderungen von Fluggesellschaften an ihre Angestellten berichtete der «Zürcher Unterländer»: Zur Verminderung des Gesamtgewichts der Maschinen würden die Flight Attendants zum Abnehmen angehalten. Die Winterthurer freuen sich dagegen wie die Schneekönige über ihre neue Telefonvorwahl. Sie erhalten laut «Landboten» die schicke «011».

Ein Schnäppchen können Leute machen, die gern mit viel Salz kochen: Die Oberländer Gemeinden verkaufen laut «Zürcher Oberländer» das zuviel gekaufte Streusalz, das sowieso die gleiche Qualität wie Speisesalz aufweist.

Eine spektakuläre Rhein-Flutung beim Kraftwerk Eglisau kündigte das «Bülacher Tagblatt» an. Und laut «Linth Zeitung» soll an der A53 bei Jona eine grosse Autobahnraststätte entstehen.

Politisches an Lokalradios

Einen waschechten Wahlskandal deckte «Radio Zürisee» auf: Bei der Ersatzwahl in den Zürcher Regierungsrat wurde falsch gezählt - der vermeintlich gescheiterte SVP-Kandidat hat das absolute Mehr doch erreicht und wird nun Regierungsrat.

Politisches wusste auch «Radio Top» zu berichten: Aus Spargründen sollen eidgenössische Abstimmungen künftig nur noch in einer repräsentativen Gemeinde pro Kanton stattfinden. Im Kanton Zürich ist das Illnau-Effretikon, im Thurgau Kreuzlingen und in St. Gallen Wittenbach.

Das «Regionaljournal» berichtete, dass der Zürcher Gemeinderat eine Evakuierungsübung im Zürcher Rathaus durchführt. Und «Radio 24» sorgte für Aufregung in der Musik-Szene: Aufgrund anhaltender Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Eurovision Song Contest darf die Girl-Band Vanilla Ninja doch nicht für die Schweiz starten - dies tut nun der «MusicStar»-Zweite Daniel Kandlbauer.


(sda)