Eingrenzungs-Verfügung

04. September 2016 10:14; Akt: 04.09.2016 10:14 Print

Asylsuchende wehren sich beim Migrationsamt

Dutzende abgewiesene Asylsuchende wehren sich dagegen, dass sie sich im Kanton Zürich nicht frei bewegen können. Auch die Partei von Direktor Mario Fehr kritisiert diese Praxis.

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Im Kanton Zürich dürfen viele abgewiesene Asylbewerber die Gemeinde, in der sich ihre Notunterkunft befindet, nicht verlassen. Mit dieser sogenannten Eingrenzungs-Verfügung sollen abgewiesenen zum Verlassen der Schweiz gedrängt und die Kriminalität eingedämmt werden.

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Nun wehren sich dutzende Asylsuchende gegen dieses Bewegungsverbot, das das Migrationsamt in den letzten Wochen und Monaten gegen sie erlassen hat, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Verlassen der Schweiz nicht möglich

«In der Zwischenzeit haben mehrere Dutzend Personen beim Zürcher Zwangsmassnahmengericht Beschwerde eingereicht», sagt Bea Schwager, Leiterin der Sans-Papiers-Anlaufstelle.

Die Betroffenen sind Asylsuchende, die mangels Identitätspapieren nicht in ihre Herkunftsländer zurückreisen und auch nicht ausgeschafft werden könnten.

Druck auf abgewiesene Asylsuchende erhöhen

Durch die Eingrenzungs-Verfügung will das Migrationsamt, das zur Sicherheitsdirektion von Mario Fehr (SP) gehört, den Druck auf abgewiesene Asylsuchende erhöhen, die Schweiz zu verlassen.

Bei der Partei von Direktor Mario Fehr rufen die Verfügungen Kritik hervor. Die SP-Delegierten des Kantons Zürich haben am Donnerstag eine Resolution verabschiedet. In dieser heisst es: «Die SP verurteilt diesen schikanösen Umgang mit abgewiesenen Asylsuchenden.» Sie fordern das Migrationsamt deshalb dazu auf, diesen «massiven Eingriff in die Bewegungsfreiheit» sofort zu stoppen.

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter1712 am 04.09.2016 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was noch

    Reicht es noch nicht, dass sie hier in Sicherheit sind und unseren Service geniessen.

  • Don Crocket am 04.09.2016 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machen eh was sie wollen

    Wenn schon 90% untertauchen macht die Eingrenzung erst recht Sinn!

  • Beat Bachmann am 04.09.2016 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    reisen? nein! ausreisen ja!!! begleitet!!!

    nichts wird gestopt!!! abgewiesene haben überhaupt kein reiserecht!!! das einzige reiserecht das ie haben, ist, die ausreise oder rückkehrreise. und überhaupt gar nichts anderes!!! keine gelegenheit geben zum untertauchen. das provoziert beschaffungskriminalität!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beat Bachmann am 04.09.2016 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    reisen? nein! ausreisen ja!!! begleitet!!!

    nichts wird gestopt!!! abgewiesene haben überhaupt kein reiserecht!!! das einzige reiserecht das ie haben, ist, die ausreise oder rückkehrreise. und überhaupt gar nichts anderes!!! keine gelegenheit geben zum untertauchen. das provoziert beschaffungskriminalität!!!

  • Reto am 04.09.2016 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe vor Ort die einzig richtige Lösung

    wann beginnen wir endlich uns über die gravierenden Probleme in unserem Land und Europa ernsthaft Gedanken zu machen? Grenzen dicht machen, vor Ort helfen!!

  • Olaf Rustle am 04.09.2016 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Illegal

    Verstehen diese SP-Leute den Unterschied zwischen legal und illegal? Diese Menschen halten sich nicht an die Regeln und das muss immer sanktioniert werden. Passiert dies nicht, werden immer mehr Leute sich nicht an die Regeln halten und der Rechtsstaat kollabiert.

  • Opinione am 04.09.2016 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    Das ist gut so! Es wäre gut, wenn dies in der ganzen Schweiz praktiziert würde.

  • S. E. am 04.09.2016 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Take it, or leave it!

    Schon richtig so, sonst tauchen die nämlich irgendwo ab...