Getestet im Hotel Suff

12. April 2016 16:49; Akt: 12.04.2016 16:49 Print

Auch Zürichs Polizei setzt auf Antispuck-Masken

Polizisten werden bei der Arbeit immer wieder angespuckt oder gebissen: Deshalb bekommen in Zürich aggressive Gefangene neue eine Maske über den Kopf gestülpt.

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Gewalt gegen Polizeibeamte gehört zum Alltag – Tendenz steigend. Gegen Spuck- und Beissattacken wehren sich schweizweit immer mehr Polizeikorps – so etwa in den Kantonen Luzern und Thurgau.

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Auch bei der Stadtpolizei Zürich setzt man neu auf die Antispuckmaske, wie Medienchef Marco Cortesi zum «Tages-Anzeiger» sagt: «Wir haben die Maske eine Zeit lang ausgiebig im Alltag getestet.» Die gesammelten Erfahrungen seien so positiv gewesen, dass man sie nun definitiv einsetze.

Maske über den Kopf gestülpt

Sie wird vor allem in der Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) eingesetzt. Im sogenannten Hotel Suff werden Betrunkene oder Bekiffte unter medizinischer Betreuung ausgenüchtert – hier habe sich die Antispuckmaske besonders bewährt, so Cortesi. Bis jetzt sei sie bei einer Person zur Anwendung bekommen.

Die Maske wird aggressiven Gefangenen über den Kopf gestülpt. Dank dem Gewebe der unteren Hälfte der Maske werden Bakterien gefiltert und Beissversuche verhindert. Durch das durchsichtige Netz der oberen Maskenhälfte, kann der Gefangene weiterhin sehen. Abstreifen kann man die Antispuckmaske nicht, die knapp sieben Franken pro Stück kostet und einmal verwendet wird.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fröschli am 12.04.2016 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    perfekte Idee

    finde ich absolut super Idee! Die Anspuckerei ist sowas von ekelhaft, dass einem nur schon die Spuckerei Rückstände auf den Trottoirs fast zum Erbrechen bringen! Pfui Teufel

  • kris risk am 12.04.2016 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Versuch, ein Sieg

    "hier habe sich die Antispuckmaske besonders bewährt, so Cortesi. Bis jetzt sei sie bei einer Person zur Anwendung bekommen. " Muss ja ein spektakulärer Fall gewesen sein . . .

  • MrNiceGuy am 12.04.2016 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besonders!

    "besonders bewährt" & "bei einer Person zu Anwendung gekommen". Alles klar.

Die neusten Leser-Kommentare

  • busa am 12.04.2016 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweinische Stückwerk

    Wer einen Polizisten, oder sonst jemanden, anspucht gehört mindestens zwei Tage hinter Gitter. Wo sind wir denn? Oder haben das alle bei den Fußballern angeschaut?

  • MrNiceGuy am 12.04.2016 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besonders!

    "besonders bewährt" & "bei einer Person zu Anwendung gekommen". Alles klar.

  • Pralinchen am 12.04.2016 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich denke gerade....

    ..was passiert, wenn sich einer darin übergeben muss??

  • fröschli am 12.04.2016 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    perfekte Idee

    finde ich absolut super Idee! Die Anspuckerei ist sowas von ekelhaft, dass einem nur schon die Spuckerei Rückstände auf den Trottoirs fast zum Erbrechen bringen! Pfui Teufel

  • Mutter Porzelan am 12.04.2016 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Und wie funktioniert das, wenn jemand sich im Suff übergeben muss? Ist das nicht gefährlich?

    • Kerrigan am 12.04.2016 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mutter Porzelan

      Dann läuft wenigstens nichts aus. Die Kleidung bleibt sauber, ebenso der Polizist. Ein Pluspunkt, oder nicht?

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