Regensdorf

20. Februar 2011 15:19; Akt: 20.02.2011 20:23 Print

Aufseherin hatte Sex mit Gefangenen

In der Zürcher Strafanstalt Pöschwies soll die Leiterin der Schneiderei mit Gefangenen intim gewesen sein. Sie sei am vergangenen Montag fristlos entlassen worden.

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Hinter Gittern ist alles strikt geregelt - auch der persönliche Kontakt zwischen Angestellten und Häftlingen. Doch darüber sah die Schneidereiwerkmeisterin offenbar lustvoll hinweg. (Bild: Keystone)

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In der Schneiderei der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH wurden bis vor Kurzem offenbar nicht nur Kleider nach Mass angefertigt oder geändert. Es soll auch lustvoll zu und her gegangen sein. Gemäss einem Insider-Bericht im «Sonntagsblick» habe die Werkmeisterin mit mindestens zwei Insassen Sex gehabt.

So soll die Frau mit einem türkischen und einem marokkanischen Häftling – beides Schneidereimitarbeiter – intim gewesen sein. Dabei ist in der Hausordnung der Justizvollzugsanstalt unmissverständlich geregelt, wie nahe sich Gefangene und Anstaltsangestellte kommen dürfen. Nur schon freundschaftliche Kontakte sind nicht erlaubt. Sexuelle Beziehungen hingegen sind strikte verboten. Dass sich die Schneidereiaufseherin nicht an diese Paragraphen hielt, erfuhren die Verantwortlichen offenbar aus erster Hand: Die Frau soll in flagranti erwischt worden sein. Unmittelbar danach habe sie ihre Sachen packen müssen.

Und: Laut dem Insider habe es nicht nur für die Schneiderin Konsequenzen gegeben. Auch der Türke und der Marokkaner, die mit der Frau Sex hatten, werden bestraft. Der eine sei in eine andere Abteilung versetzt worden, gegen den anderen werde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

In der Strafanstalt Pöschwies will man auf Anfrage von 20 Minuten Online zu den Gerüchten keine Stellung nehmen. Sie werden aber auch nicht dementiert.

(ann)