12. April 2005 04:52; Akt: 11.04.2005 23:16 Print

Bahnhofstrasse: Pfosten sollen Betonklötze ersetzen

Die zum Schutz vor Rammbockräubern platzierten Betonklötze verschwinden morgen von der Zürcher Bahnhofstrasse. Mit ihnen auch der Schmuck aus den Schaufenstern – nachts zumindest.

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Nach den Findlingen haben nun auch die umstrittenen Betonblöcke an der Bahnhofstrasse ausgedient. Jetzt will die Stadt bewilligen, was die Juweliere von Zürichs bekanntester Flaniermeile seit langem fordern: massive Pfosten auf öffentlichem Grund. Diese sollen verhindern, dass so genannte Rammbockräuber mit ihren Autos in die Schaufenster brettern und den Laden ausräumen können, wie es seit Oktober 2001 bereits fünfmal passiert ist.

Mittlerweile hat die Stadt schon 100000 Franken für provisorische Lösungen ausgegeben. Nach zahlreichen Sitzungen steht nun ein definitives Sicherheitskonzept. Vernebelungsanlagen sollen zum Beispiel im Falle eines Einbruchs innert Sekunden den Laden mit dichtem Rauch füllen.

Die Umsetzung der Pfosten-Lösung könnte allerdings für manche Juweliere finanziell nicht machbar sein, da die Stadt nur im Boden versenkbare oder tagsüber entfernbare Pfosten duldet, was teuer ist. Patrick Frischknecht, Generaldirektor von Les Ambassadeurs: «Viele werden deshalb ihre Schaufenster am Abend massiv ausräumen». Ein Jammer für alle Liebhaber des nächtlichen Window-Shoppings.

Alexandra Roder