Zürcher S-Bahn

15. Dezember 2011 22:57; Akt: 15.12.2011 20:48 Print

Bahnpolizei verkauft neu Nachtzuschlag

von Roman Hodel - Die SBB kündigen für dieses Wochenende nächtliche Grosskontrollen an. Damit deswegen nicht wieder etliche ihren Zug verpassen, ergreifen sie Massnahmen.

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Eine Grosskontrolle wie hier im November im HB findet dieses Wochenende erneut statt. (Foto: Simon Schmid/Newsnetz)

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Wer am Wochenende im unterirdischen Bahnhof HB-Museumstrasse oder im Bahnhof Hardbrücke in die Nacht-­
S-Bahn steigen will, kann sich schon mal auf eine Grosskon­trolle gefasst machen: Zutritt zu den Perrons erhält nur, wer ein gültiges Ticket besitzt und den Nachtzuschlag von 5 Franken gelöst hat.

«Wir empfehlen den Reisenden deshalb, sich beides frühzeitig zu besorgen, zum Bespiel übers Handy», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer. Zudem verkaufen erstmals auch Transportpolizisten Nachtzuschläge. Meyer: «Falls sich der Versuch bewährt, werden wir dies definitiv einführen.» Die Massnahmen kommen nicht von ungefähr – bei der letzten Grosskontrolle Ende November beklagten sich etliche Bahnbenützer, sie hätten deswegen ihren Zug verpasst. «Mit der Grosskontrolle wollen wir die Reisenden nicht schikanieren, sondern für den Nachtzuschlag sensibilisieren», betont Meyer. «Wer etwa ins Kino geht, braucht dafür ja auch ein Ticket.»

Dass die Kosten, die solche Kontrollen verursachen, in keinem Verhältnis stehen zu den zusätzlichen Nachtzuschlagseinnahmen, lässt Meyer nicht gelten: «Langfristig erhoffen wir uns einen Nutzen davon – jene, die am Wochenende in die Kontrolle geraten, werden beim nächsten Mal bestimmt an die
5 Franken denken.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger E am 16.12.2011 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Der Ticketverkäufer mit der Waffe

    Der Ticketverkäufer mit der Waffe. Was man nur in den USA vermutet, kommt jetzt auch zu uns. Zuerst wurde uns vorgegaukelt es bräuchte eine Transportpolizei. Dann wird diese entgegen allen Versprechungen vom Bundesrat bewaffnet. Jetzt sollen diese Personen nicht für Sicherheit sorgen, sondern Tickets verkaufen. Man versucht den Menschen solche Situationen als normal zu verkaufen. Das sind sie nicht! Grosskontrollen erst recht nicht.

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  • Pendler am 16.12.2011 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Drehkreuze mit Ticketscanner

    Und nur wer ein gültiges Ticket hat (in der Nacht auch noch den Zuschlag) kommt überhaupt in die Nähe des Zuges. Wenn das System nicht allzu bescheuert gebaut wird funktioniert das sehr speditiv.

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  • Miregal am 16.12.2011 01:09 Report Diesen Beitrag melden

    Was kümmert es mich...

    ich nehme eh lieber das Auto!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Gürtler am 16.12.2011 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtliche Kompetenzen Teil 2

    Hauptaufgabe der Securitas ist es die TPO zu unterstützen. Die Securitas übernimmet jene Aufgaben die die TPO aufgrund ihres geringen Personalbestand nicht abdecken kann und für die es keiner Polizeilicher Kompetenzen bedarf. Kommt es dabei zu Problemen wird die TPO oder auch die normale Polizei angefordert. Zugbegleiter -> Hauptaufgabe ist die Kontrolle von Billeten. Auch sie haben Hausrecht der SBB. Billetkontrollen dürfen TPO, Securitas und Zugbegleiter durchführen. Jedoch nur die TPO kann diese auch erzwingen, da nur sie Personen durchsuchen dürfen.

  • Peter Gürtler am 16.12.2011 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtliche Kompetenzen Teil 1

    Da in den Kommentarspalten immer wieder die Zuständigkeiten der TPO, Securitas und Zugbegleiter verwechselt werden, erkläre ich hier einmal die unterschiede. Transportpolizei -> Sicherheitspolizei der SBB. Haben seit dem neuen TPO Gesetz die gleichen Rechte wie Kantonale Polizisten, arbeiten jedoch nur subsidiär zu diesen. Ausserdem hat die TPO auch das Hausrecht der SBB. Securitas -> Sicherheitsdienst der SBB. Hat das Hausrecht der SBB und ausserdem Jedermannsrecht. Die Securitas setzt die Hausordnung um und schützt die Zugbegleiter bei Kontrollen in S-Bahn und Frühzügen.

    • S.weilemann am 16.12.2011 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      Securitrans

      Faaaaalsch! Securitas hat kein Hausrecht im Bahnhof. Das ist die Securitrans. Informier dich besser.

    • Peter Gürtler am 16.12.2011 21:36 Report Diesen Beitrag melden

      Securitas/Securitrans

      Die Securitrans ist ein Tochterunternehmen von SBB und Securitas, das sich auf den Objektschutz am Bahnhof spezialisiert hat. Ihre Mitarbeiter arbeiten ausschliesslicht im Bahnhof. Um den erhöhten Personalbedarf zu bestimmten Zeiten zu decken werden zusätzliche Mitarbeiter des Mutterkonzernes Securitas eingesetzt. Diese Arbeiten nicht nur bei der SBB sondern nehmen auch andere Dienst in Asylzenteren, etc. wahr. Im Rahmen ihrer Tätigkeit bekommen beide von der SBB Hausrecht übertragen. @S.weilemann da sie das in abrede stellen gehe ich davon aus das sie keine Ahnung haben was Hausrecht ist.

    • Peter Gürtler am 16.12.2011 22:05 Report Diesen Beitrag melden

      Securitrans/Securitas

      Hausrecht bezieht sich auf das SBB Eigentum daher Züge und Bahnhof. Im Rahmen des Haurechtes kann die Hausordnung durchgesetzt werden, Personen von Gelände gewiesen werden und Hausverbote erteilt werden. Die Erteilung von Hausverboten erfolgt nur durch die TPO oder Securitrans. Alles ander können auch Mitarbeiter der Securitas machen. Die genauen Aufgaben von Securitas ist Auftragsabhänig und kann stark varieren: Fahnzugbegleitung, Schutz des Zugbegleiter auf Frühzügen, Patroullien an Bahnhöfen und Zügen, etc. Die Securitas kommt dann zum Einsatz wenn TPO/Securitrans zu wenig Personal habe.

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  • Marco Webber am 16.12.2011 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Falsches Argument

    Eine Sprecherin sollte nicht argumentieren, Frau Meyer, das klappt nicht. Wer etwa ins Kino geht kann sein Ticket auch IM Kino kaufen. Rechtfertigen Sie Ihre Massnahmen bitte schlüssig, danke. Ausserdem müssten Sie auf all den unbedienten, servicelosen Bahnhöfen, bei denen die Perrons direkt erreichbar sind, diese unverständliche, kundenfeindliche Regelung auch durchsetzen. Warum nur im HB Zürich? Erklären Sie das mal verständlich. Weil es am meisten Schaden anrichtet bei den Kunden, die Ihren Lohn zahlen? Ist Service Public Geschichte geworden?

    • Frau säuerlich am 16.12.2011 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso nur im HB?

      Nun, da lässt sich die Kohle verdienen, nicht wahr, verehrte Frau Meyer? Seien Sie doch einfach ehrlich, wäre auch viel sympathischer, als ständig diese schwachen Vergleiche zu bringen. Ihr geht einfach viel zu arrogant mit euren Kunden um, sodass ich echt keinen BOCK habe, noch teurere Tickets zu bezahlen oder noch mehr schwachsinn über mich ergehen lassen muss, wenn ich nachts einfach nur noch heim will! Und ich dachte, ich hätte nun endlich RUHE mit meinem Abo! Ach, wisst ihr wo ihr jmd. mal 'ne Kontrolle durchführen könnt?!

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  • Pendler am 16.12.2011 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Drehkreuze mit Ticketscanner

    Und nur wer ein gültiges Ticket hat (in der Nacht auch noch den Zuschlag) kommt überhaupt in die Nähe des Zuges. Wenn das System nicht allzu bescheuert gebaut wird funktioniert das sehr speditiv.

    • Marco Balli am 16.12.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      Drehkreuz mit Ticketscanner

      Finde ich einen guten Vorschlag. Jedoch müsste es enorm viele Drehkreuze haben. Stell dir einmal die Situation der S5 am Hauptbahnhof vor. Da würde es ein Massen-Anstehen geben......

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  • Bürger von Zürich am 16.12.2011 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nachtzuschlag noch mehr ABZOCKEREI!!!!

    Ich finde es auch total daneben, da bezahlt man schon viel! Zudem jetzt sind es mal 5 Franken wie viel wird es noch, man sieht es überall es wird immer nur noch Teurer. Wir kleinen bezahlen ja alles ohne ein Murren, es ist an der Zeit das der Schweizerbürger mal auf die Strassen geht! Und noch was: ab wann gilt ein Nachtzuschlag? Wochenende??? Mo-Do Ich werde ab jetzt einen 100% Autofahrer!!!!!!! Ist auch nicht BILLIGER aber ich kann hin und her wann ich will!

    • Marco Balli am 16.12.2011 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      Nachzuschlag-Abzockerei

      Ich finde das Argument von ""Bürger v. Zürich" sehr überzeugend. Jedoch muss man folgenden Aspekt miteinbeziehen. die Schweiz ist eines der wenigen Ländern, in der der Öffentliche Verkehr mehr oder weniger reibungslos funkioniert. Leider explodieren die Preise immer mehr. Da komme ich auf den Kommentar von "Bürger v. ZH" zu sprechen. Weshalb muss ich für einen Nachzuschlag zusätzliche 5.- bezahlen?? ich brauche denn ja nicht JEDEN tag, so wie das Abonement? Ich würde einführen, wenn überhaupt ein Nachtzuschlag bezahlen, dann entweder nur unter der Woche ode nur am Weekend. Aber nicht beides.

    • Studieren, dann schreiben... am 16.12.2011 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nachtzüge fahren nur am Wochenende..

      Da nur am Wochenende Nachtzüge fahren brauche ich ja auch nur am Wochenende einen Nachtzuschlag..??

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