Gemeinde sucht Spenden

11. Februar 2020 17:12; Akt: 11.02.2020 17:14 Print

Über 100 Personen wollen Bauma-Bauer helfen

Im Tösstal ist am Montag ein ganzer Weiler niedergebrannt. Die Gemeinde hat nun einen Spendenaufruf gestartet. Viele haben sich schon gemeldet.

So sahen die Brandruinen am Montagnachmittag aus. (Video: juu)
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In Bauma herrscht nach dem Grossbrand vom Montag tiefe Betroffenheit. In einer regionalen Facebook-Gruppe bringen die Einwohner ihre Anteilnahme zum Ausdruck. «Das ist sehr, sehr traurig» oder «Ich biete jeder Zeit meine Hilfe an» sind nur einige von Dutzenden Kommentaren. Geteilt wird auch der Spendenaufruf der Gemeinde.

Diesen hat die Gemeinde auf ihrer Website lanciert. «Vier Haushalte haben alles verloren», schreibt die Gemeinde. Das Unglück mache den Gemeinderat sehr betroffen. Für alle betroffenen Personen konnte fürs Erste eine Notunterkunft gefunden werden. Spenden können auf das Postkonto 84-429-2 Spenden. Beim Vermerk ist «Nothilfe Wolfsberg» anzugeben.

«Es geht ihnen nicht gut»

«Das Unglück geht mir und der ganzen Gemeinde sehr nah», sagt Gemeindepräsident Andreas Sudler auf Anfrage. Innerhalb von wenigen Stunden hätten die Betroffenen ihr gesamtes Hab und Gut verloren. «Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt.» Sudler kennt die Opfer und hat am Montag mit ihnen gesprochen. «Es geht ihnen nicht gut.»

Die Anteilnahme sei riesig. «Mehr als hundert Personen aus der ganzen Schweiz haben sich bei der Gemeinde schon gemeldet», so Sudler. Auch im Dorf selbst sei die Solidarität eindrücklich. «Das liegt vermutlich an der ländlichen Region. Hier ist man sich gewohnt zusammenzuhalten.» Es gebe etwa auch schon die Idee für ein Benefizkonzert. «Für die grosse Solidarität, die die Einwohner von Bauma zeigen, bin ich sehr dankbar.»

«Wir können momentan nicht alles annehmen»

Die Gemeinde hat einen Spendenaufruf lanciert. «Den Betroffenen fehlt nun viel Geld.» Man habe bereits namhafte Beträge erhalten – wie viel, ist noch nicht klar. Es habe auch Naturalspenden gegeben. «Dafür ist es aber noch zu früh. Wir können diesbezüglich momentan gar nicht alles annehmen.»

Der Weiler Unterer Wolfsberg ist am Montagmorgen komplett niedergebrannt. Innerhalb von wenigen Minuten verloren die sieben Einwohner des Weilers ihr Hab und Gut. Es wurden keine Personen verletzt, aber mehrere Tiere starben im Feuer. Der Sturm Sabine machte die Löscharbeiten schwierig. Innerhalb weniger Minuten stand der ganze Weiler in Flammen. Diese griffen auch auf den Wald über. Warum es im Weiler gebrannt hat, ist noch unklar und wird abgeklärt.

(tam/juu)