21. April 2005 04:53; Akt: 20.04.2005 21:47 Print

Bei Wohnungsbesichtigung: Junge Mieterin vergewaltigt

Heimtückischer Überfall auf eine junge Frau: Sie wollte ihre frei werdende Wohnung einem möglichen Nachmieter zeigen – er vergewaltigte sie.

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«Es ist eine hinterlistige Einzeltat», sagt Martin Sorg, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei. Das Verbrechen geschah letzten Sonntag nach 18 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Uster: Die 19-jährige Mieterin hatte mit einem Mann, der sich für die Wohnung interessierte, einen Besichtigungstermin vereinbart. Das Inserat hatte sie in einem Laden an einer Pinnwand angebracht.

Der etwa 45-jährige Mann sah sich die Wohnung an, bedrohte dann die junge Frau aber plötzlich mit einem Messer, fiel über sie her und vergewaltigte sie. Er entkam unerkannt. «Die Frau hat nichts falsch gemacht», betont Kapo-Sprecher Sorg. Sie habe nicht ahnen können, dass der Mann die alltägliche Situation ausnützt.

«Es ist schwer, sich vor einem derart heimtückischen Täter zu schützen», sagt Barbara Dahinden von der Beratungsstelle Nottelefon für Frauen. Sie rät zur Vorsicht bei Abmachungen mit unbekannten Männern. Wenn möglich soll die Frau nicht allein sein, im Voraus Namen und Telefonnummer notieren und ein allenfalls schlechtes Gefühl ernst nehmen.

Die Polizei setzt bei der Fahndung nach dem Wohnungs-Täter auf die auffälligen Tätowierungen: ein Herz mit Pfeil am rechten Oberarm, eine Insel mit Palme und Grabstein am linken Unterarm. Er sprach Dialekt, war schlank, schwarzhaarig und Brillenträger.

(alk)