Schwierige Verhütung

17. Januar 2019 15:32; Akt: 17.01.2019 16:24 Print

Srey soll das letzte Baby des Gibbon-Paars sein

Die bedrohten Kappengibbons sind Zootier des Jahres. Ende November gab es Nachwuchs im Zürcher Zoo – voraussichtlich zum letzten Mal.

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Ein Gibbon-Pärchen im Zürcher Zoo hat kürzlich Nachwuchs bekommen – und das im richtigen Zeitpunkt: Die bedrohten «kleinen Menschenaffen» sind am Donnerstag zum Zootier des Jahres 2019 gewählt worden.

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Srey heisst das winzige Affenweibchen, das Ende November auf die Welt gekommen ist. Das kleine Wesen klammert sich im Affenhaus permanent an Brust und Bauch der Mutter. Diese schützt und versteckt es mit angewinkelten Armen und Beinen, so dass oft nur die feingliedrigen Beinchen hervorschauen.

Neugierig und gleichzeitig scheu

Eine Gwundernase sei Srey und gleichzeitig immer bei der Mutter, sagt Tierpflegerin Nadine Lüscher an einer Medienkonferenz. Das sei typisch für Gibbons, die generell neugierig und gleichzeitig scheu seien. Srey ist schon das dreizehnte Junge von Vater Khmer und Mutter Willow. Geht es nach dem Willen der Verantwortlichen, bleibt sie aber das letzte Baby-Äffchen.


Im Zürcher Zoo: Ende November gab es Nachwuchs bei den Kappengibbons. Video: Zoo Zürich

«Die Gene des Paares sind bereits überaus gut vertreten in der europäischen Kappengibbon-Population», sagt Kurator Robert Zingg. Allerdings habe man sich beim Pärchen in der Geburtenkontrolle schon zwei Mal erfolglos versucht. Beim Einsatz der Pille müsse der Zoo noch dazu lernen.

Gibbonarten sind bedroht

Insgesamt neun Kappengibbons leben im Zürcher Zoo, der grösste Bestand ausserhalb Asiens. Von Zürich aus wird für diese Gibbonart denn auch ein europäisches Programm koordiniert, das eine genetisch vielfältige Zoopopulation zum Ziel hat. In der freien Wildbahn in den Stammgebieten in Südostasien gelten die 20 verschiedenen Gibbonarten als «gefährdet», «sehr gefährdet» oder sogar als «vom Aussterben bedroht». Gleichzeitig bekommen die kleinen Primaten wenig Schutz, da sie der Allgemeinheit kaum bekannt sind.

Aus diesem Grund wurde der Gibbon von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum Zootier des Jahres gewählt. Mit der Ernennung will die Organisation auf Tierarten hinweisen, die unbeachtet einer grossen Gefährdung ausgesetzt sind.

Gibbons leben in Baumkronen

Die Gibbons zählen wie die wohlbekannten Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas und Menschen zu den Primaten. Sie gelten als Schwesterfamilie dieser «grossen Menschenaffen». Herausstechendes Merkmal der «kleinen Menschenaffen» ist die an ein Leben in Baumkronen angepasste Fortbewegungsart des Schwinghangelns und die Kommunikation mit Gesängen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fahrradkette am 17.01.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Familienplanung

    Hätte das Baby einen Zwilling, hätte es einen Bruder oder eine Schwester mehr.

  • marko 33 am 17.01.2019 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süss

    Süss

  • Moger1 am 17.01.2019 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Wohle der Tiere

    Woher nimmt sich der Mensch das Recht, Tiere aus ihrem Territorium heraus zu nehmen und einzusperren. Zoos gehören verboten, es sollte nur Reservate und Parks geben in denen die Tiere bleiben oder in ihre Teritorien zurückkehren können.

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  • Moger1 am 17.01.2019 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Wohle der Tiere

    Woher nimmt sich der Mensch das Recht, Tiere aus ihrem Territorium heraus zu nehmen und einzusperren. Zoos gehören verboten, es sollte nur Reservate und Parks geben in denen die Tiere bleiben oder in ihre Teritorien zurückkehren können.

  • Fahrradkette am 17.01.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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