Zürich

21. Oktober 2019 21:39; Akt: 21.10.2019 23:53 Print

Bettler passen mit dreister Masche Autofahrer ab

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Bettlern bei Autobahnein- und Ausfahrten. Sie erhoffen sich Bargeld und Benzin.

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Das Auto steht neben der Strasse, daneben macht ein Mann mit Handzeichen auf sich aufmerksam und fordert die vorbeifahrenden Autofahrer zum Anhalten auf. Mit dieser Masche versuchen Bettler derzeit bei Autobahnein- und Ausfahrten in der Region Zürich an Bargeld und Benzin zu kommen.

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Laut Florian Frei, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, zielen die Bettler auf die Gutmütigkeit der Autofahrer ab: «Eine Panne aufgrund fehlenden Benzins ist glaubwürdig und die Hilfsbereitschaft der Menschen kann einfach geweckt werden.»

Betteln auf Autobahn strafbar

Nicht nur wegen der glaubwürdigen Simulation einer Notstand-Situation seien Autobahnein- und Ausfahrten ein geeigneter Standort für Bettler. «Die Bettler können sich auf der Autobahn rasch regional bewegen», sagt Frei. Die Täter stammten mehrheitlich aus Osteuropa.

Durch ihre Aktion auf der Autobahn würden sie sich strafbar machen. «Es ist gefährlich und nach dem Gesetz verboten, auf dem Pannenstreifen von Autobahnen anzuhalten, ohne in einer Notsituation zu sein», sagt Frei. Gemäss dem kantonalen Straf- und Justizvollzugsgesetz sei zudem das Betteln an sich grundsätzlich unter Strafe gestellt.

Auch Autofahrer, die wegen der Bettler anhielten, könnten sich strafbar machen. Zudem: «Verkehrsteilnehmer, die sich auf die Bettler einlassen, bringen sich selbst und Dritte in Gefahr», sagt Frei. Er rät deshalb, an den Bettelnden vorbeizufahren und beim nächsten Rastplatz die Polizei zu informieren. «Dabei ist es sehr hilfreich, wenn Angaben zu Person, Standort und Kontrollschild gemacht werden können.»


(jen)