Auszug von zu Hause

04. April 2014 05:51; Akt: 04.04.2014 15:03 Print

Block mit 103 WG-Zimmern für Studenten eröffnet

von A. Hirschberg - Wohnraum für Studenten in Zürich ist knapp. Ein neuer Block mit 18 WGs in Seebach sorgt kurzfristig für Erleichterung. 20 Minuten hat die Studenten beim Einzug begleitet.

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Eine junge Frau schleppt mit Hilfe ihres Vaters eine dicke Matratze in eine Erdgeschosswohnung. Elena studiert Politikwissenschaften an der Uni Zürich und zieht in das neu eröffnete Studentenhaus an der Bahnhaldenstrasse 9/11 in Zürich-Seebach. Während die 20-Jährige gerne den Schrank und Tisch des bereits möblierten Zimmers nutzt, hat sie das eigene grosse Bett von zu Hause mitgebracht. Für Elena ist es die erste eigene Wohnung. «Ich freue mich sehr, jetzt mit vielen Studenten zusammenzuwohnen», sagt sie. Gleichzeitig habe sie auch ein mulmiges Gefühl. «Alleine wohnen ist schon ein rechter Schritt.»

Nebenan hat Olivier nur den Schlüssel abgeholt. «Zügeln werde ich am Samstag», sagt der 21-Jährige, der Gesundheitswissenschaften an der ETH studiert. Auch für ihn ist die Wohngemeinschaft die erste Bleibe ausserhalb des Elternhauses. «Ich hatte Glück, ich habe sehr schnell eine Bestätigung erhalten, dass ich das Zimmer bekomme», so Olivier.

Für das reibungslose Zusammenleben sorgt ein Hausverantwortlicher

Insgesamt ziehen diese Woche 103 Studenten in das neue Haus direkt beim Bahnhof Seebach, das die UBV Immobilien AG erstellen liess. Sie wohnen in 18 Wohngemeinschaften (WG) mit vier, fünf, sechs oder sieben Zimmern à 14 bis 15 Quadratmeter . Verwaltet werden die Zimmer von der studentischen Wohngenossenschaft (Woko) und kosten zwischen 540 und 740 Franken monatlich inklusive sämtlichen anfallenden Nebenkosten wie Strom oder WLAN-Gebühr. Damit das Zusammenleben reibungslos klappt, ist einer der Studenten der Hausverantwortliche. «Er ist teilzeitlich angestellt und die erste Ansprechperson bei allen Anliegen der Bewohner», sagt Woko-Geschäftsleiter Martin Stamm.

Wer ihre Mitbewohner sind, wissen die Bewohner vor dem Einzug nicht. Die Woko hat sie ihnen zugeteilt. «Das machen wir beim Erstbezug und achten dabei auf eine Durchmischung der Geschlechter und der Hochschulen», so Stamm. Es gibt aber Ausnahmen zu dieser Regel: Bestehende Wohngemeinschaften dürfen gemeinsam in eine Wohnung ziehen. «Das berücksichtigen wir gerne, sie bringen in der Regel Ruhe ins Haus, weil sie schon eine Gemeinschaft sind», so Stamm.

Von dieser Einstellung profitierten Frederik (19), Elias (19) und Simon (20). Sie beziehen eine 4er-WG in einer der Attika-Wohnungen – nur ihren vierten Mitbewohner kennen sie noch nicht. Die drei studieren Chemie an der ETH und sind überglücklich im neuen Studentenhaus eine Bleibe gefunden zu haben. «Das Haus, in dem wir gewohnt haben, wird abgerissen und es ist praktisch aussichtslos, als bestehende WG gemeinsam eine Wohnung zu finden», sagt Elias.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thur am 04.04.2014 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schönes Haus

    Ein sehr schönes Gebäude! Lob an die architekten!

  • Vermieter am 04.04.2014 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnung zu Vermieten

    Wohnung zu Vermieten - Blick auf Bahngleis - Bahnlärm - besonders bei geöffnetem Fenster - 2x Dusche/WC für 7 Personen - 7 kleine, möblierte Schlafzimmer - Miete: Nur ca. 4000 Franken

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  • Marco K. am 06.04.2014 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leben wie im baucontainer

    also das man die mitbewohner fix zugeteilt bekommt, finde ich jetzt doof. schliesslich muss man ja auskommen miteinander. und statt wohnungen mit bis 7 zimmern hätten sie mehr wohnungen mit weniger zimmern machen sollen. bei 7 personen, ein gemeinschaftszimmer, max. 2 badezimmer, wird es schon recht mühsam, sich zurückzuziehen können. und die schlafzimmer sind ja auch nicht so gross, dass man sich dort wirklich zurückziehen kann. aber jedem wie es ihm gefällt. und balkone wären auch was schönes gewesen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco K. am 06.04.2014 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leben wie im baucontainer

    also das man die mitbewohner fix zugeteilt bekommt, finde ich jetzt doof. schliesslich muss man ja auskommen miteinander. und statt wohnungen mit bis 7 zimmern hätten sie mehr wohnungen mit weniger zimmern machen sollen. bei 7 personen, ein gemeinschaftszimmer, max. 2 badezimmer, wird es schon recht mühsam, sich zurückzuziehen können. und die schlafzimmer sind ja auch nicht so gross, dass man sich dort wirklich zurückziehen kann. aber jedem wie es ihm gefällt. und balkone wären auch was schönes gewesen.

  • Rooo am 04.04.2014 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    9/11

    Der geist von osama bin laden schwirrt in diesem gebäude umher. :O

  • Walter Cereghetti am 04.04.2014 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schönes Haus

    dumme Bezeichnung 9/11 war der Anschlag in New York 2001

    • Papierlischweizer am 05.04.2014 14:14 Report Diesen Beitrag melden

      Dummer Kommentar.

      Dumm, dass Hausnummerierungen je nach Strassenseite in geraden oder ungeraden Zahlen erfolgen, die der mathematischen Ordnung halber aufsteigend sind. Dass sich dieses Gebäude über die Parzellen mit der Hausnummer 9 und 11 der Bahnhaldenstrasse erstreckt, die 11 nun mal die nächste ungerade Zahl nach 9 ist, kann auch ein Architekt mit noch so viel Pietät nicht ändern. Ich schlage Ihnen vor, eine Initiative zu lancieren, die schweizweit die Streichung der Hausnummern 9 und 11 verlangt.

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  • Verärgerter Mieter am 04.04.2014 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mietpreise in Zürich

    Bei diesen momentanen Fantasiepreisen für Zürcher Wohnungen kann sich das Wohnen in Zürich nicht nur ein Student nicht mehr leisten. Da sollte man sich auch mal herzlich bei den Zürcher Linken, insb. bei Frau U. Koch bedanken, die über Jahre aus Angst, einer könnte an Immobilien in Zürich noch was verdienen oder schlimmstenfalls gar damit noch reich werden, den Slogan "Zürich ist gebaut" propagierten und jedes Wohnbauprojekt kategorisch ablehnten. Nun besteht akute Wohnungsnot und sogar der der damals nicht baute vergoldet seine noch in den Sechzigern gebaute Höhle. Wie gesagt, besten Dank auch Du Zürcher Linke, dafür, dass heute sogar Leute die einigermassen gut verdienen nicht mehr in der Stadt Zürich wohnen können.

    • Papierlischweizer am 05.04.2014 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      HEV und SVP sei Dank.

      Schön, wie Sie das Versagen der Ratsrechten in Sachen Wohnbaupolitik nun der Ratslinken anlasten. Während sich die Linke nämlich erfolglos dafür einsetzte, dass Städtische Baulandreserven bevorzugt an Wohnbaugenossenschaften, die mit Kostenmieten arbeiten und sozialen Wohnungsbau betreiben, abgegeben werden, verhinderte dies allen voran die SVP und der HEV, dessen Präsident ebenfalls ein SVPler ist, mit dem Argument der Wettbewerbsverzerrung. Wenn Sie sich also für die durch Immobilienspekulation ins Unermessliche gestiegene Mietpreise beklagen wollen, dann doch bitte beim Verursacher.

    • Martin Keller am 06.04.2014 01:01 Report Diesen Beitrag melden

      Danke!

      Endlich mal jemand der es begriffen hat. Das Problem in Zürich sind nicht zu hohe Mieten, sondern zu wenig Wohnungen. Die hohen Mieten sind einfach nur ein Resultat davon aber nicht die Ursache. z.B. Mieten begrenzen ist, nicht nur nutzlos, sondern schädlich. Das macht es nur noch unattraktiver, das neue Häuser gebaut werden. Es braucht endlich mal eine Bauboom in Zürich, in dem z.B. auch in der Höhe gebaut wird. 1-2 Stockwerke mehr und es hätte tonnenweise Wohnungen in Zürich.

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  • Leo am 04.04.2014 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweinerei

    Toll macht ihr das.*Ironie* Sorry aber es gibt tausende Familien mit Kindern die keine Wohning finden. Finde Familienwohnungen haben mehr Priorität. Als junger Stundent findet man immer was z.b WG Zimmer.c

    • M.S. am 04.04.2014 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      Familien mit Kinder

      Wieso sollten Familien mit Kinder Priorität haben? Ich als Vermieter würde lieber einem Student die Wohnung oder einem Single geben, als einer Familie mit lärmigen Kindern!! Denn viele Eltern von heute mit kleinen Eltern kennen keinen Anstand mehr und lassen die Kinder machen, was sie wollen. Meine Bekannten haben nur Ärger mit solchen Nachbarn!!

    • ich am 04.04.2014 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Haha

      Hast du eine Ahnung! Oder doch nicht. .

    • Ph am 04.04.2014 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Familien??

      Sorry, und warum sollen Familien mit Kindern in Zürich wohnen? Es ist doch schon genug Fläche besetzt mit Einfamilien-/Reihenhäusern, welche von Familien bewohnt werden..!

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