15. April 2005 13:40; Akt: 15.04.2005 13:41 Print

Breit abgestütztes Komitee für Letzigrund-Vorlagen

Vertreter aus Politik und Sport haben am Freitag in Zürich für den Neubau des Letzigrund-Stadions und dessen Umrüstung für die Fussball-EM 2008 geworben.

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Die Abstimmung zu diesen zwei Vorlagen findet am 5. Juni statt. Das Stadion sei architektonisch und städtebaulich hervorragend, sagte die Zürcher Stadträtin Kathrin Martelli am Freitag vor den Medien in Zürich, als das Komitee «proLetzigrund» den Abstimmungskampf lancierte.

Als Mehrzweckstadion diene es der Leichtathletik und dem Fussball, sagte Martelli weiter. Pro Jahr sollen vier Grossanlässe wie Pop-Konzerte stattfinden. Und das Leichtathletik-Meeting «Weltklasse in Zürich» würde ohne Neubau den internationalen Anforderungen nicht mehr genügen.

«Optimale Lösung»

Das Stadion sei zudem eine grosse Gelegenheit, Zürich als Austragungsort von EM-Spielen zu präsentieren. «Wir wollen zeigen, dass auch wir ein Stadion termingerecht fertig bauen können», erklärte Stadtpräsident Elmar Ledergerber. «Wir wollen uns nicht von der restlichen Schweiz auslachen lassen.»

Für EM-Turnierdirektor Christian Mutschler ist der Letzigrund sogar das optimale Stadion in der Schweiz. Der Platz um die Arena herum biete genügend Raum für die Infrastruktur wie etwa Fernsehwagen. Schätzungen zufolge beläuft sich der Umsatz während der EM auf eine halbe Millarde Franken. Auf 300 Millionen wird die Wertschöpfung des Turniers veranschlagt.

Bei den beiden Vorlagen vom 5. Juni geht es einerseits um einen Kredit über 110 Millionen Franken für den Neubau des Stadions. Zusätzlich befindet das Volk über ein Kredit über 11,3 Millionen. Mit diesem Geld soll das Stadion baulich an EM-Bedürfnisse angepasst und die Durchführung der drei Spiele bezahlt werden.

Keine politischen Gegner

Politische Gegner sind nicht auszumachen. Im Ja-Komitee sind Vertreter aller Partein vertreten. Ebenso figurieren darin namhafte Persönlichkeiten aus der Sportwelt, wie etwa Res Brügger, einstiger Organisator von «Weltklasse in Zürich» oder Fifa-Präsident Sepp Blatter sowie Exponenten der beiden Zürcher Fussballklubs.

Das Projekt gefährden könnte insbesondere ein Rekurs gegen die Baubewilligung. Eine einzige Einsprache würde das Bauvorhaben verzögern und die Zürcher EM-Träume platzen lassen.

Läuft alles nach Plan wird laut Martelli im Dezember dieses Jahres mit dem Bau begonnen. Im Sommer 2007 ist das Stadion fertig. Die «Euro08» wird dann im darauffolgenden Juni angepfiffen.

(sda)