Brunaupark

28. März 2019 10:06; Akt: 28.03.2019 10:12 Print

Credit Suisse reisst in Zürich 239 Wohnungen ab

Fast alle Gebäude des Brunau-Parks lässt die Pensionskasse der Credit Suisse abreissen. Die Bewohner müssen sich eine neue Bleibe suchen.

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Jetzt ist klar, was die Pensionskasse der Credit Suisse mit dem Brunaupark in der Stadt Zürich vorhat. Laut Mitteilung vom Donnerstagmorgen wird die Siedlung bis auf ein Gebäude abgerissen. Nur das Gebäude an der Wannerstrasse 31 bis 49 mit 166 Wohnungen bleibt bestehen.

Insgesamt 239 Wohnungen werden abgerissen. Bis 2026 werden auf dem Areal in Zürich-Wiedikon dafür 497 neue «helle und moderne» 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen entstehen. Die künftigen Mietzinse bewegen sich im mittleren Preissegment, heisst es weiter. Das Ladenzentrum wird ebenfalls komplett erneuert, das weite Dach des Ladenzentrums wird begrünt und für die Bewohner zugänglich sein. Die Migros bleibt mit ihrem Angebot mit Supermarkt, Restaurant und Fachmärkten vor Ort. Während des Umbaus zieht die Migros in ein Verkaufsprovisorium.

Baubeginn ab 2021 geplant

Für die Mieterinnen und Mieter der ersten Bauphase wurde die Kündigung per Ende Juni 2020 ausgesprochen. Für die übrigen 164 Wohnungen per Ende Juni 2023. Sie alle werden bei der Wohnungssuche bestmöglich unterstützt, schreibt die Credit Suisse in der Mitteilung. Für Mieter über 65 Jahre wurde zusätzlich ein unabhängiges, persönliches Beratungsangebot eingerichtet.

In den letzten Wochen wurde das Projekt final ausgearbeitet und die für das Baugesuch erforderlichen vertraglichen Verhandlungen mit Gewerbe und Stadt Zürich geführt. Mit den städtischen Behörden wurde die Absicht betreffend Übertragungsmodalitäten der bestehenden Mietzinskontrolle von den heutigen Wohnungen auf den Neubau geregelt: 84 Wohnungen stehen bei Baubeginn noch unter der mit der Stadt Zürich vereinbarten Mietzinskontrolle, heisst es.

Grosser Wert wird auf Nachhaltigkeit gelegt

Diese Restlaufzeiten sollen im Neubau laut der Grossbank kompensiert werden: 16 Wohnungen werden während 20 Jahren der Kostenmiete unterstehen. Das sind knapp 30 Prozent mehr, als zur Erfüllung der Auflagen notwendig sind.

Auf Nachhaltigkeit wird beim Neubau gemäss Mitteilung ebenfalls grossen Wert gelegt. So ersetzt zum Beispiel erneuerbare Energie – Erdwärme und Sonnenenergie aus Photovoltaik-Anlagen – weitgehend die heutigen fossilen Brennstoffe. Zudem plant die CS-Pensionskasse bis zu 35 Meter breite Grün- und Gartenräume mit Plätzen und Wegen, die eine Verbindung in das Naherholungsgebiet Allmend schaffen.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michelle am 28.03.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    An der Realität vorbei

    "Mittleres Preissegment". Ich kann mir bereits denken, was das heisst...

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  • Magnolia am 28.03.2019 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Mietzienssteigung

    Mietzinse im mittleren Preissegment = zu teuer für Normalverdiener

  • Chiara am 28.03.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wegwerfgesellschaft

    So verschwenderisch wird heutzutage umgegangen. Das soll dann umweltfreundlich sein.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 28.03.2019 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kaufen günstig wie nie, Mieten immer noch teuer

    Helle und Moderne Wohnungen, für Mieter welche für eine 2-Zimmer Wohnung dann soviel bezahlen, wie der Eigentümer für 4-Zimmer. Die Schweizer, ein Volk von Mietern.

  • Ein Fan vom neuen Projekt am 28.03.2019 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Grösser, neuer schöner :-)

    Finde ich toll. Eigentlich ein schönes Plätzchen, aber diese alte Überbauung ein Graus...Abriss das einzig vernüftige. In der Grünau gibt es entlang der Europabrücke auch noch so ein Schandfleck, der gehört ebenfalls abgerissen. Man müsste aber meiner Meinung nach aber viel höher bauen (mind. 15 Stockwerke)

  • Wüst am 28.03.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Die neue Überbauung sieht genau gleich schrecklich aus wie die Alte!

  • Fredi,28,03,19 am 28.03.2019 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Neubau

    nach 50 Jahren braucht es eine Sanierung, schaut mal die Verwaschene Fassade an, grusig ist das , unfreundlich Gebaut, heute muss eine Fassade Wärmedämmend sein die Fenster Schallgedämpft 3 Fach, die Brandvorschriften, und Behinderten Rechtes Bauen sind nur wenige Punkte also so ein Gross Bau Abreissen, Neubauen, ist allemal Billiger Einfacher.

  • Herr Kalt am 28.03.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mieten

    werden sicher steigen. Das liegt aber an den Bauvorschriften. Schlimmer ist, dass wieder ein 08/15 Bau mehr dazu kommt. Kein Architektonischer Mut zu etwas aussergewöhlichem. Liebe Architekten schaut euch doch mal im Ausland um.Holland Frankreich etc. Wäre schön.