Ärger über das «viele Geld»

09. Dezember 2009 22:04; Akt: 10.12.2009 00:02 Print

Bürgerliche schiessen Hafenkran ab

Schon zwei Jahre vor der geplanten Erstellung hatte das Kunstprojekt Hafenkran die Zürcher Gemüter erhitzt. Vergeblich, denn es wird wahrscheinlich keinen Kran geben: Die Bürgerlichen im Gemeinderat kippten einen Kredit von 80 000 Franken aus dem Budget 2010.

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So hätte das Limmatquai im 2011 aussehen sollen. Der Hafenkran als dominierendes Element.

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Der umstrittene Kran sollte im Rahmen eines befristeten Kunstprojekts aufgestellt werden. Die bürgerliche Seite ärgerte sich am Mittwoch über das «viele Geld». Die Linken hingegen sahen im Projekt eine «temporäre Aufwertung» der Stadt Zürich. Mit 62 zu 60 Stimmen fiel das Resultat äusserst knapp aus. Der Rat überwies zudem ein Postulat der «Partei für Zürich» (PFZ), das einen Verzicht auf den Hafenkran fordert.

Wie es nun mit dem bereits begonnenen Kunstprojekt «zürich transit maritim» weiter geht, ist unklar. Gemäss der zuständigen Stadträtin Ruth Genner muss nun die Situation analysiert werden. Aus dem Wettbewerb seien bereits Verträge hervorgegangen, sagte sie auf Anfrage. Auch die Baubewilligung für den Kran liege bereits vor.

Mit dem Kunstprojekt soll Zürich zeitlich befristet in eine «Hafenstadt» verwandelt werden. Bereits wurde ein Eisenpoller am Limmatquai eingeweiht. Als Höhepunkt soll 2011 beim Rathaus ein Hafendrehkran aufgebaut werden.

(sda)