Hormon-Tomaten

29. Juli 2014 12:03; Akt: 29.07.2014 12:03 Print

Bund verbietet Reifebeschleuniger

In Tomaten sind Rückstände des Reifebeschleunigers Ethephon gefunden worden, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Der Bund hat darum Ethephon per sofort verboten.

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Das kantonale Labor Zürich hatte letztes Jahr hohe Rückstände des Reife-Hormons Ethophon gefunden nun wird dieser verboten. (Bild: Keystone)

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Das Verbot, das das Bundesamt für Landwirtschaft am Dienstag im Bundesblatt publiziert hatte, ist in Absprache mit der Branche erlassen worden. «Wenn die Grenzwerte nicht eingehalten werden können, dann wollen wir diese Produkte nicht», sagte Marc Wermelinger vom Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels (SWISSCOFEL) auf Anfrage.

Der Umgang mit dem Reifebeschleuniger sei nicht einfach. Die Dosierung sei schwierig, zudem müsse die Temperatur genau gesteuert werden, damit der Stoff wieder abgebaut werde, sagte Wermelinger. Erkundungen im Ausland hätten ergeben, dass die meisten ausländischen Gemüseproduzenten aus diesem Grund bereits auf den Einsatz von Ethephon verzichteten.

Zürcher Labor fand hohe Rückstände

Im Mai war bekannt geworden, dass das Zürcher Kantonslabor letztes Jahr in 64 von 141 Tomatenproben Ethephon-Rückstände festgestellt hatte. Dieses kann in hoher Dosierung zu gesundheitlichen Problemen führen
Die Branche habe sich aber schon vorher um ein Verbot bemüht, sagte Wermelinger.

Ganz auf chemische Hilfsmittel verzichten müssen Schweizer Tomatenproduzenten auch in Zukunft nicht. Zusammen mit dem Ethephon-Verbot hat das Bundesamt für Landwirtschaft nämlich Ethylen als Reifebeschleuniger zugelassen - unter bestimmten Bedingungen und vorerst beschränkt bis Ende Jahr. Ethylen habe den gleichen Effekt, bilde aber keine Rückstände, sagte Wermelinger. Hausfrauen und Hausmänner kennen den Trick längst: Vor allem Äpfel, aber auch Aprikosen oder Pfirsiche strömen das Gas aus und bringen Bananen, Kiwis oder Tomaten im Kühlschrank rasch zum Reifen - ganz ohne Nebenwirkungen.

(som/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klartext am 29.07.2014 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ganz richtig so! Solche Produkte können mir gestohlen bleiben...

  • andrea schweizer am 29.07.2014 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    gehts noch..

    was kann man eigentlich noch essen?? ich will die ganze chemische, giftige, pestizid, fungizid hormon, gentech scheisse nicht in meinem körper haben!!!!! wir werden systematisch vergiftet und keiner weiss es.... ganz zu schweigen von den chamtrails und dem fluor & jod im salz und im trinkwasser....

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  • Aviator am 29.07.2014 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit schweizer Tomaten

    Würde man endlich aufhören in der Schweiz Tomaten Anzupflanzen welche sowieso wie konsistenz von Holz haben und nach nichts schmecken wäre das alles kein Problem. Tomaten brauchen Sonne und Wärme und beides gibts bei uns nicht genug. Bin sehr für regionalen Anbau aber nur für Produkte die hier heimisch sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • S. S. am 29.07.2014 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tomaten

    Tomaten selber anpflanzen Saatgut selber von guten Tomaten nehmen. Tomaten haben wir schon in Grossvaters Garten gepflanzt und sie waren immer Super. Leider muss ich in den letzten Jahren feststellen, dass das hier erhältliche Saatgut auch nichts mehr taugt, darum sammle ich in den Ferien primäre Samen von schmackhaften Tomaten.

  • Reto Vetsch am 29.07.2014 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, wieder ein unnötiges Verbot mehr. Bald ist alles verboten!

    • Natur Pur am 29.07.2014 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Information ist alles

      Bestimmt kein unnötiges Verbot! Es ist erwiesen, dass Produkte mit diesem Wirkstoff zu Nervenschäden führen. Eine reife Leistung des Bundes ohne Beschleuniger!

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  • Saya am 29.07.2014 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Erdbeeren

    Auch bei den Erdbeeren läuft etwas schief, die sind ja so gross wie eine eine ganze Kinderhand! Meine Kleine (6jährig) muss die sogar mit zwei Händen halten beim essen. Die sind ja EXTREM gewachsen in den letzen Jahren!

  • Alix am 29.07.2014 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Als Stänkere muss ich dennoch sagen

    Ich bin erstaunt... Bei all meiner Stänkerei gegen den Bundesrat, muss ich hier gratulieren. Gut gemacht.

  • Konsument am 29.07.2014 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    Ich frage mich wie denn dieses Mittelin der Schweiz zugelassen werden konnte. Hoffe doch schon dass man das Ganze zuerst untersucht hat - stellt sich nun aber die Frage weshalb dann nichts aufgefallen ist sondern erst jetzt. Wirft irgendwie ein schiefes Licht auf das Prozedere

    • Gras Grün am 29.07.2014 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Konsument

      Wo das Geld an erster Stelle steht, ist der Mensch und seine Gesundheit nichts wert!!! Geld steht fast überall an erster Stelle:(!!!!! Zeit dass wir der Wirtschaft mal kräftig auf die Finger klopfen:) Und es sind nicht nur die Tomaten:(((( Ich hoffe du lässt dich nicht zu sehr von unseren Politikern beeinflussen! ANGEKOMMEN???

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