Lausanne/Zürich

17. Juli 2014 16:28; Akt: 17.07.2014 16:28 Print

Bundesgericht bestätigt Strafe für Genickbrecher

Das Bundesgericht weist die Beschwerde eines 41-jährigen Mannes ab, der im August 2009 seiner schwangeren Freundin das Genick gebrochen hat. Er muss damit 16 Jahre hinter Gitter.

storybild

Die Lausanner Richter wollten von einem Freispruch für den Beschuldigten nichts wissen. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Weil er sich von seiner Freundin trennen wollte, kam es in ihrer Wohnung zu einem Streit. Dabei nahm der ausgebildete Physiotherapeut seine rund 40 Zentimeter kleinere und 40 Kilogramm leichtere Freundin in den Schwitzkasten. Seiner Ansicht nach führte ein Unfall zum Tod der Partnerin.

Gemäss Obduktion und Gutachten eines Sachverständigen kam es durch ein seitliches Abknicken der Halswirbelsäule zu einem Genickbruch. Der Physiotherapeut hält in seiner Eingabe ans Bundesgericht daran fest, dass es erst durch einen Sturz wegen des Gerangels zwischen ihm und seiner Freundin zur tödlichen Verletzung gekommen sei. Um den Unfall zu simulieren, hatte er eine Leiter neben das Opfer gestellt. Das Zürcher Obergericht hatte diese Version jedoch als völlig unglaubhaft eingestuft.

Das Bundesgericht bestätigt nun im am Donnerstag publizierten Urteil den Entscheid des Obergerichts, das eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren verhängt hatte. Der Angeklagte selber hatte einen Freispruch beantragt. Der Physiotherapeut war nebst der eventualvorsätzlichen Tötung wegen der Vergewaltigung einer anderen Frau im Jahr 2007 schuldig gesprochen worden.

(kv/sda)