Zürich

17. Februar 2011 23:02; Akt: 18.02.2011 12:22 Print

Das Sex-Milieu wächst im Rekordtempo

von David Torcasso - Die Stadt Zürich wird von Prostituierten überschwemmt: 1050 Neueinsteigerinnen wurden letztes Jahr registriert – das ist ein Drittel mehr als noch ein Jahr zuvor.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Anziehungskraft von Zürich ist für Prostituierte aus Osteuropa im letzten Jahr noch grösser geworden: «Viele denken, hier sei das Paradies und sie könnten schnell viel Geld verdienen. Das muss sich ändern», sagt Rolf Vieli, Leiter von Langstrasse Plus. Den Anstieg beweisen auch die neusten Zahlen: 1050 Neueinsteigerinnen zählte die Polizei im vergangenen Jahr. 2009 waren es noch 795 Neueinsteigerinnen gewesen. Bereits damals sprach Vieli von einem «Rekord». Nun ist die Anzahl erneut um ein Drittel gestiegen – noch mehr Prostituierte stammen dabei aus Osteuropa: 413 Frauen kommen aus Ungarn, 181 aus Rumänien, 51 aus Polen und 48 aus Bulgarien. Wie viele Prostituierte insgesamt in Zürich arbeiten, kann die Polizei nicht beziffern: «Sie müssen sich nicht ab- oder anmelden. Einige bleiben lange, andere gehen nach ein paar Wochen wieder. Die Dunkelziffer ist sehr hoch», sagt Stadtpolizei-Sprecherin Judith Hödl.

Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartements, sagt: «Die Massnahmen mit der neuen Prostitutionsverordnung und dem Strichplan sollten nun einen Rückgang erwirken.» Zudem versuche die Polizei, den Hintermännern das Leben schwerzumachen, damit sie gar nicht erst nach Zürich kommen. Während die Zahl der Prostituierten stieg, sank jene der Bordellbetriebe in der Stadt von 270 auf 252. Vieli: «Zwar gibt es weniger Betriebe, dafür aber mehr Frauen, die dort arbeiten.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karina B. am 18.02.2011 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Danke an die Netten und die Linken!

    Das hat man ja eigentlich vorhersehen können. Den meisten europäischen Ländern geht es schlechter und da unsere Grenzen seit der Personenfreizügigkeit offen sind, blüht der Menschenhandel in diesem Sektor. Ich empfehle jedem den Film "48 hours" zu schauen. Was dort abgeht, ist die brutale Realität. Aber unsere verblümten Sozialromantiker waren blind. So auch die Mitte-Parteien! Das ganze Schlamassel scheint zu überufern und da man den Prognosen der SVP nicht recht geben möchte, wird weiterhin alles verharmlost! Ein Dank an die Netten und die Linken!

    einklappen einklappen
  • Suzana am 18.02.2011 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    meine Güte!

    Oh mein Gott, dass sich die Anwohner immer beschweren müssen. Ihr wisst ja es liegen möglicherweise Spritzen oder gebrauchte Kondome auf den Strassen dort! Oder sonstiger Müll. Was zieht ihr dann dort hin, wenn ihr Kinder erziehen wollt! 2tens - Das Rotlichtmilieu wird immer bestehen bleiben. Es ist ein Thema, dass immer aktuell sein wird. Wieso wollt ihr das beenden! Frauen/Menschenhandel ist dabei ein anderes Thema- klar! Das will ich auch nicht ansprechen. Aber meine Güte, lasst doch die Prostitution auf dem Sihlquai so sein wie sie bisher war!!

  • Willi am 18.02.2011 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Was ist denn das Problem mit den Prostituierten? Wenn sie keine (schweizer) Freier hätten, wären auch keine hier. Sie Frauen werden "gebucht" also kommen sie hier her. Das Problem sind nicht die Prostituierten, sondern die Männer, die davon Gebrauch machen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marianne am 19.02.2011 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ich, als Ungarin in der Schweiz....

    Für mich als Ungarin, es ist eine Schande was in Zürich läuft. In Kanton ZH kann man 90 Tage arbeiten, und NUR Geld verdienen, ohne etwas zu zahlen. Die Meldebestätigung kostet 25 CHF. In andere Kantonen wie TG, AG, SG usw. geht es nur mit Bewilligung, was 400 CHF kostet in Monat. Warum geht es in ZH nicht? Würden sicher weniger Frauen auf die Strassen stehen (mit "Managern" in Hintergrund in Autos), wäre die Kontrolle auch sicher einfacher. Wer und Wo kann man 90 Tage arbeiten ohne was zu zahlen?!?

  • Roman am 18.02.2011 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht

    schönere Frauen un mehr Sex in der Stadt Zürich. Sex in the city? Warum nicht

  • Felix am 18.02.2011 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizweit nur noch ein Bordell pro

    Kanton erlauben. Dieses Sex-Wildwuchs muss man per Gesetz strenger regeln. Zudem existieren auf diesem Markt zuviel Schwarz-Verdiener, dieser Missstand muss strenger überwacht und bestraft werden.

  • Margi am 18.02.2011 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    sex milieu Zürich

    schweizerinnen schaffen auch im sex milieu nicht nur ausländerinnen

  • Reto am 18.02.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr und Mehr Redulierungen sind notwendig!

    Die Personenfreizügigkeit sieht vor, dass sich EU-Bürger bis zu drei Monate in der Schweiz aufhalten können, und zwar unter Vorlage eines Reisepasses oder Personalausweises. Die Personenfreizügigkeit mit der EU bringt nicht nur billigere gut qualifizierte Arbeitskräfte aus dem EU-Raum, sondern auch massiv schnell ansteigende Preise für Miet- und Wohneigentumserwerb sowie unendlichen Sozial-, Kriminal-, Prostitutionstourismus. Mehr und mehr Regulierung sind die klaren Folgen!