Amboss & Stadt Zürich

12. November 2018 05:49; Akt: 12.11.2018 14:30 Print

Das erste Bier aus Stadtzürcher Zutaten

Amboss Bier bringt zusammen mit Grün Stadt Zürich das erste biologisch angebaute Züri-Bier aus Gerste auf den Markt. Dessen Alkoholgehalt soll über dem Durchschnitt liegen.

Grün Stadt Zürich und Amboss Bier bringen nächstes Jahr das erste Bier aus Stadtzürcher Zutaten auf den Markt.
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Insgesamt 5,8 Tonnen schwere, mit Gerste gefüllte Säcke stehen im Lager von Amboss Bier in Zürich-Altstetten. 20'000 Liter Bier sollen bis April daraus gebraut werden. Zusammen mit Grün Stadt Zürich bringt Amboss nächstes Jahr das erste biologisch angebaute Züri-Bier auf den Markt: «Wir wollten ein Gerstenbier kreieren, dessen Inhaltsstoffe aus der Stadt Zürich oder dem näheren Umfeld stammen – die Gerste kommt vom Juchhof, das Malz wurde aus Stadtzürcher Getreide erstellt, und auch das Wasser stammt aus Zürich», sagt Amboss-Mitinhaber Thomas Schreiber. Damit habe man sich aber auf ein Experiment eingelassen: «Anstatt Braugerste könnte hier auch Futtergerste stehen», so Schreiber.

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Hagel und starker Regen können Anbau zerstören

Zudem könnten Hagel und starker Regen den Anbau zerstören, erklärt Bernhard Koch, Leiter der Landwirtschaft Grün Stadt Zürich und des Gutsbetriebs Juchhof. Hohe Temperaturen und ein trockener Boden seien Voraussetzung. Dieses Jahr habe das aber gut geklappt: «Wir hatten einen guten Frühling und Sommer.»

Das erste Bier aus Stadtzürcher Zutaten

Für Grün Stadt Zürich kam die Anfrage von Amboss Bier genau richtig: «Der Gutsbetrieb Juchhof wird auf biologischen
Landbau umgestellt», erzählt Koch. «Der Biolandbau bietet uns mehr Möglichkeiten, neue Kulturen zu testen und mit der Braugerste unser Angebot auszuweiten.» Dennoch gab es ein paar Schwierigkeiten, wie Koch sagt. So musste erst neues Saatgut in Bio-Qualität besorgt werden.

Neues Bier soll höheren Alkoholgehalt haben

Und wie wird das Bier, das ausschliesslich aus Gerste, Malz und Wasser besteht, schmecken? «Es wird ein regionales, goldiges und malzbetontes Bier mit einer gewissen Tiefe sein», erklärt Schreiber. «Mit der Tiefe meine ich einen höheren Alkoholgehalt.» Auch preislich soll es leicht über dem Durchschnitt liegen: «Weil wir alles in einem kleineren Rahmen machen, wird es ein bisschen teurer.» Man werde aber schauen, dass sich das jeder leisten könne, so der Amboss-Mitinhaber.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kenner der Branche am 12.11.2018 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig hinterfragen..

    Interessanter Bericht. Würde mich aber interessieren, wo die Gerste gemälzt wurde. In der Schweiz gibt es nämlich keine Mälzerei! In der Schweiz die Gerste anbauen, in Deutschland in Malz umwandeln und wieder zurückschicken ist ja auch nicht so umweltfreundlich wie man es von einem Bioprodukt erwarten würde. Prost Umwelt!!!

  • Philipp am 12.11.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    etwas vergessen?

    "Und wie wird das Bier, das ausschliesslich aus Gerste, Malz und Wasser besteht, schmecken?" Ohne Hopfen wirds wohl nichts... ;)

  • Markus wuest am 12.11.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Brauerei Standort

    Und wo wirds gebraut? Immer noch in Baar?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Matti am 12.11.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbei der Hype

    Bier der neueste Hype? Es gibt mehr als genug für jeden Geschmack.Damit verdient man gut nur kann es nicht wirklich jeder Hobbybrauer.

  • Markus wuest am 12.11.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Brauerei Standort

    Und wo wirds gebraut? Immer noch in Baar?

  • Lisa am 12.11.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    passt nicht zusammen

    Grün Zürich und Alkohol?

  • Kenner der Branche am 12.11.2018 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig hinterfragen..

    Interessanter Bericht. Würde mich aber interessieren, wo die Gerste gemälzt wurde. In der Schweiz gibt es nämlich keine Mälzerei! In der Schweiz die Gerste anbauen, in Deutschland in Malz umwandeln und wieder zurückschicken ist ja auch nicht so umweltfreundlich wie man es von einem Bioprodukt erwarten würde. Prost Umwelt!!!

  • Pauli am 12.11.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bier überbewertet.

    Das Gesöff ist völlig überbewertet. Einfach ein Hype jeder macht irgenwie ein Bier, scheint wirklich Mode zu sein. Und verdient wird damit auch unendlich viel. Echte Braukust verkümmert leider immer mehr