Zürich

24. Februar 2010 22:33; Akt: 24.02.2010 22:33 Print

Demonstration für «schwules Blut»

Rund 20 «Gaynossen» der Juso Schweiz demonstrierten gestern vor dem Blutspendezentrum dafür, auch Blut spenden zu dürfen. Weil es unter Schwulen und Bi-Männern prozentual mehr HIV-Positive gibt, ist ihnen die Blutspende hierzulande verwehrt.

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«Gaynossen» protestieren vor dem Blutspendezentrum. (Nicolas Y. Aebi)

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«Für eine Schweiz, die modern sein will, ist das bestehende Blutspende-verbot für schwule und bisexuelle Männer eine Schande», sagt David Bertsch, Vorstandsmitglied der Gaynossen. Mitgebracht hatten sie Plakate, einen Blutspendebeutel mit rotem Sirup und ein Megaphon. «Es fehlt immer wieder an Blut, deshalb sollten auch wir endlich spenden dürfen», erklärte Bertsch dem Direktor des Blutspendezentrums, Beat Frey, vor versammelter Menge.

(tor/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick N. am 07.06.2016 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich durfte auch nicht...

    Wollte auch schon mal spenden, kam aber grad vom business class flug aus bkk zurück. Die wollten mein Blut nicht.

  • Joël am 25.02.2010 01:30 Report Diesen Beitrag melden

    Diskrimninierung

    Das ist eine Bodenlose frechheit! Kam denn keiner auf die Idee dass, wenn ein Schwuler Blutspenden will/sollte er doch einfach einen Bluttest machen soll wenn bestätigt wird das er "sauberes" Blut hat gibt es doch kein Problem

    einklappen einklappen
  • Mr. X am 25.02.2010 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wo leben wir denn? Im Jahr 2010!!

    so Kommentare wie von Zürcher "sollten nicht blut spenden, aus basta" sind ja völlig veraltet. Und Heteros, die ein ausschweifendes Sexleben haben, aber somit nicht homosexuell sind, die begrüsst man mit offenen Händen. Lachhaft!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick N. am 07.06.2016 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich durfte auch nicht...

    Wollte auch schon mal spenden, kam aber grad vom business class flug aus bkk zurück. Die wollten mein Blut nicht.

  • ShiBiDe am 26.02.2010 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt der Unterschied?

    Egal, welche sexuellen Neigungen ein Mensch hat - Blutspende ist Blutspende und jedes gespendete Blut wird untersucht. Also - was soll dieses ganze Getue hier?

  • Sacha Walker am 26.02.2010 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Stimme den Opportunisten

    Ich finde es absolut recht, dass auf das Anliegen aufmerksam gemacht wird. Warum aber gerade jetzt? Die SP versucht wieder Mal auf ein Thema aufzuspringen; mitten im Wahlkampf, dass sie doch auch sonst spielen könnte (wenn es so ein grosses Anliegen ist). So versucht sie das negative und ramponierte Image bei den Gays, welches durch die repressive Anti-Schwulenpolitik von noch SP Stadträtin Esther Maurer aufzupolieren. Nichts als billiger Stimmenfang. Man haette Frau Maurer vorher einhalt gebieten sollen, aber damals kam fast keine Reaktion aus den eigenen Reihen.

  • Medigay am 25.02.2010 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlkampf

    Das Anliegen ist wichtig und v.a. richtig. Kriterium für die Sicherheit einer Blutspende ist nicht die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe sondern der Immunstatus der spendenden Person. Das sind die medizinischen Facts. Punkt. Allerdings ist es etwas billig und in dieser Form nutzlos im Wahlkampf (und ohne Rücksprache mit Medigay, die wichtigste schwullesbische Gesundheitsorganisation in Zürich) darauf aufmerksam zu machen. Offenbar sind die GaynossInnen so nervös, dass Ihnen vieles recht ist, um zu Publicity zu kommen!

  • joggi am 25.02.2010 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    fragebogen!

    bitte sehr hier kann! wirklich jeder ankreuzen was er für gut hält, im militär mussten wir spenden ohne wenn und aber hauptsache dass blut floss! sollen die schwulen doch ins militär dann werden sie ihren saft bestimmt los! so eifach ist das.