Idee im Kanton Zürich

27. Juli 2014 12:08; Akt: 28.07.2014 22:21 Print

Der Zürichsee soll mehr Inseln bekommen

Im Zürichsee gibt es auf Zürcher Kantonsgebiet nur wenige kleine Inseln. Die Baudirektion prüft nun, ob Aufschüttungen im Uferbereich möglich sind.

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Die grössten und bekanntesten Inseln im Zürichsee sind die Ufenau und die Lützelau – beide auf Schwyzer Kantonsgebiet. Im Kanton Zürich liegen lediglich die Insel Schönenwerd vor Richterswil, die Mini-Insel Haab bei Wädenswil sowie die für die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit 1958 künstlich aufgeschüttete Saffa-Insel bei der Landwiese – mit 3000 Quadratmetern bei Weitem die grösste. Zu wenig, findet der Kanton. Er prüft deshalb die Möglichkeit von weiteren Aufschüttungen nach dem Vorbild der Saffa-Insel, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

«Die Aufschüttungen von Inseln ist eine mögliche Zukunftsvision, die wir prüfen wollen» sagte D0minik Bonderer, Sprecher der Baudirektion. «Davon würden Mensch und Natur profitieren.» Nicht in Frage komme der Bau neuer Häuser. Die Inseln sollen als Erholungsräume genutzt werden und seien als Rückzugsort für die Natur gedacht.

Zürichsee attraktiver machen

Die Idee dafür kam von der Planungsgruppe Zimmerberg (ZPZ), ein Zusammenschluss von Gemeinden am linken Zürichseeufer für Regionalplanungen. Sie ist auch in das Leitbild Zürichsee 2015 des Kantons eingeflossen. Ziel sei es, den Uferraum auszuweiten und den Zürichsee attraktiver zu machen, sagt der ZPZ-Präsident, Ruedi Hatt. Man möchte mit der Methode, das Material an einem Ort aufzuschütten, auch der Ökologie Rechnung tragen. Die Baudirektion prüft nun den Vorschlag und untersucht, ob sich Menge und Beschaffenheit des Materials, das man verwenden möchte, für Inseln eigne.

(kv)