Konkurrenz für Rega

19. Juli 2018 05:52; Akt: 19.07.2018 05:52 Print

Deutsche Helis retten jetzt auch im Raum Zürich

Zum Wohl der Patienten werden im Grenzgebiet neu auch Rettungshelikopter aus Deutschland aufgeboten. Für Rega-Gönner ist die Luftrettung so nicht mehr immer kostenlos.

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Brauchte es einen Rettungshelikopter, wurde im Kanton Zürich bisher die Rega bevorzugt. Damit ist nun Schluss. Seit Juli bieten die Mitarbeiter der Zürcher Einsatzleitzentrale auch den Helikopter der Alpine Air Ambulance auf. Dieser ist im Kanton Aargau stationiert.

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Ebenso können Helikopter der DRF Luftrettung aus Deutschland zum Einsatz kommen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Idee dahinter: Es wird das Rettungsmittel eingesetzt, das am schnellsten beim Patienten ist.

Zusammenarbeit wird ausgeweitet

«Bereits heute kommen Helikopter aus Deutschland in der Schweiz zum Einsatz», sagt Urs Eberle, Sprecher von Schutz & Rettung Zürich zu 20 Minuten. Man helfe sich gegenseitig aus, wenn die Schweizer Rettungsmittel im Einsatz stehen. Diese unkomplizierte Zusammenarbeit werde nun ausgeweitet.

Neben der Rega seien jetzt auch die Helikopter der beiden anderen Organisationen ins System eingebunden. «Die Mitarbeiter können den Standort und den Status der Helis am Bildschirm einsehen», erklärt Eberle. Das System schlage dem Einsatzleiter das Rettungsmittel vor, das am schnellsten beim Patient sein kann. Dieses System ist sehr fortschrittlich und berücksichtigt zum Beispiel auch, dass Helikopter in der Stadt nur beschränkt landen können.

«Qualität entspricht den Anforderungen»

Ein mögliches Szenario, bei dem ein deutscher Helikopter zum Einsatz kommt, ist ein grösserer Unfall im Grenzgebiet. «Ist die Rega in dieser Region besetzt, wird zum Wohl des Patienten das nächstliegende Rettungsmittel eingesetzt. Liegt die Unfallstelle im Raum Schaffhausen, kann zum Beispiel ein deutsche Helikopter angefordert werden.»

Für den Patienten ändert sich laut Eberle mit dem neuen System nichts: «Die Qualität der deutschen Luftrettung entspricht ebenso den standardisierten Anforderungen.» Bei den Kosten sieht das anders aus. Rega-Gönner könnten vermehrt zur Kasse gebeten werden, weil nur die Rettung mit der Rega abgedeckt ist. Andernfalls ist das Sache der Versicherung. Die Suva etwa sagt, dass sie die Rettungskosten bei einem Unfall übernimmt.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pilot am 19.07.2018 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich wird es öffentlich gemacht...

    Das System mit AAA ist schon seit einiger Zeit aktiv. Leider wissen es die Patienten nicht das sie auf den Kosten sitzen bleiben. Da zahlt man viele Jahre in die Rega Mitgliedschaft und steht dann doof da. Der Kanton SH wird mehrheitlich von AAA versorgt. Interessant ist auch die Frage was die Leitstellen machen wenn man die 1414 wählt. Das ist nämlich per Definition die Rega. Wer trägt dann die Kosten?

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  • Schämu am 19.07.2018 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klarheit schaffen

    Jetzt wird es langsam problematisch mit den Gönnerbeiträge an die REGA. Bis heute konnte man davon ausgehen, dass eine Rettung durch die REGA gedeckt war CH-weit mit dem Gönnerbeitrag. Wenn jetzt da andere in diesem Geschäft reinmischen muss sich schon die Frage gestellt werden ob ein Gönnerbeitrag lohnenswert ist. Es lebe die freie Marktwirtschaft.

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  • Lawn-Mower-Man am 19.07.2018 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll der Mist!

    Sorry aber ich bin Schweizer. Wenn ich in meinem eigenen Land verunfalle und einen Heli brauche, erwarte ich, dass Schweizer Dienste aufgeboten werden, welche bei mir auch so versichert sind! Es kann ausnahmen geben aber ZH zähle ich jetzt nicht wirklich als Grenzzone!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jöre,19,07,18 am 19.07.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Riesen Leistung v, Team,

    Lustig da kommt ein Deutscher ,dan Schwups nach München, wie man Heim kommt selber Schauen plus riesen Rechnung, Schertz, ich habe eine Rettuns Sendung SRF gesehen wie das Koordiniert wird alles von Kloten riesen Raum mehrere die die Telefone entgegennehmen, und auf dem Computer sehen sie gleich wo, wie weit ,wie lang dauert es bis jemand dort ist ,war super Interessant,

  • Rottensurfer am 19.07.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnige Diskussion

    Ich verstehe die ganze Diskussion hier absolut nicht. Wenn ich einmal auf einen Heli angewiesen sein sollte, ist es mir so was von egal, von wem der kommt. Zuerst mal am Leben bleiben, was aus den Kosten wird ist in dem Moment doch wohl sch.... egal.

  • Pardo am 19.07.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Solidarität?

    Jetzt wäre eigentlich die REGA verpflichtet, Stellung zu nehmen. Als ich früher wissen wollte, ob dann jeder seine Rechnung auch bezahlt, der nicht Mitglied ist, bekam ich nur eine schnodrige Antwort. Die REGA ist wahrscheinlich so viel für Nichtzahler unterwegs, dass die Übrigen auf Bezahl-Gesellschaften ausweichen müssen.

  • Eidgenosse am 19.07.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Rega

    Die Rega hat die Schweizer Luftrettung zu dem gemacht, was sie heute ist und wohl auch international Standards gesetzt!! Dass nun in der Luftrettung ein Verdrängungskampf stattfindet und damit meine ich nicht die grenzübergreifende Zusammenarbeit die es schon lange gibt, sondern neue Organisationen sich reindrängen, wird sich über kur oder lang negativ auf die Qualität auswirken! Aber das ist halt der Preis den wir für freien Wettbewerb zahlen müssen. Ich bleibe auf alle Fälle treuer Rega-Gönner, egal wer mich im Notfall holt!

    • Karl am 19.07.2018 19:46 Report Diesen Beitrag melden

      Standarts

      Standarts hat die Air-Zermatt gesetzt. Die Rega bildet nicht mal die Piloten selber aus.

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  • Glutsch am 19.07.2018 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ciao Rega

    Dann werde ich sofort kein Rega Beiträge mer zahlen. Ich Wohne im Aargau, bei mir kommt AAA. und jetzt noch die Deutschen.