Bombenattrappe an Street Parade

13. August 2019 15:40; Akt: 13.08.2019 17:14 Print

Deutscher (31) gibt Tat bei der Polizei zu

Der Mann, der an der Street Parade Bomben-Attrappen auf die Strasse gelegt haben soll, wurde polizeilich verhört. Ob er in U-Haft kommt, ist noch offen.

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Der 31-jährige Deutsche, der an der Street Parade für einen Bombenalarm gesorgt haben soll, hat sich bei der ersten Einvernahme durch die Polizei geständig gezeigt. Am Dienstagnachmittag hat ihn die Staatsanwaltschaft vernommen. Ob er bei seinem Geständnis blieb, ist nicht bekannt.

Wie Erich Wenzinger, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Zürich, sagt, hat die Staatsanwaltschaft inzwischen beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft gestellt. «Die Motivanalyse ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Es bestehen derzeit keine Erkenntnisse, dass der Beschuldigte Kontakte zu extremem Umfeld hatte», so Wenzinger. Der Deutsche sei der Polizei bekannt, allerdings nicht «betreffend Straftaten im Zusammenhang mit dem aktuell zu untersuchenden Vorwurf.»

Ermittlungen wegen Schrecken der Bevölkerung

Der Mann aus dem Kanton Aargau wird verdächtigt, einen orangen Rucksack mit Bomben-Attrappen beim Utoquai deponiert zu haben. Laut Daniel Kloiber, zuständiger Staatsanwalt, waren im Rucksack Kabel, Handy, Metallteile und PET-Flaschen mit wahrscheinlich einem Brandbeschleuniger. Einzig Sprengstoff und eine Zündvorrichtung fehlten. «So eine Attrappe wurde nicht einfach aus einer Laune heraus gebaut.»

Gegen den Beschuldigten wird derzeit wegen Schrecken der Bevölkerung ermittelt, so die Staatsanwaltschaft. Der Tatbestand weist einen Strafrahmen von Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafe auf. Eine obligatorische Landesverweisung sei hierfür nicht vorgesehen, eine fakultative sei aber grundsätzlich möglich.

(jen)