«Züri wie neu»

09. Oktober 2013 18:24; Akt: 09.10.2013 22:52 Print

Die «Nörgler-App» ist ein Erfolg

Zürcher melden Mängel und Schäden an der städtischen Infrastruktur fleissig: Seit April registrierte die App «Züri wie neu» bereits 2380 Eingänge.

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Etwas Demoliertes im öffentlichen Raum entdeckt? Die «Züri wie neu» der Stadt Zürich nimmt Meldungen entgegen. (Bild: rom)

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Seit knapp einem halben Jahr sind die App «Züri wie neu» und die entsprechende Internetseite verfügbar. Damit können Schäden und Mängel an der Zürcher Infrastruktur direkt in die Verwaltung gemeldet werden. Das Tool wurde zu Beginn als Nörgler- oder Denunzianten-App verschrien. Das scheint die Nutzer nicht zu stören. Ein Blick ins Internet zeigt, dass die App fleissig genutzt wird. Über 2380 Mängel sind seit der Lancierung im April 2013 gemeldet worden.

Mittlerweile gibt es auch die «Power-User» – Personen, die Meldungen zuhauf schicken. Etwa jene, die alle versprayten Container in der Nachbarschaft einzeln fotografierte und für jeden eine eigene Meldung schickte: sieben innert 25 Minuten. Laut Christian Gees, stellvertretender Direktor Geomatik und Vermessung, bringt das aber wenig: «Entsorgung und Recycling (ERZ) putzt zwar regelmässig verschmierte Container, aber doch nicht stündlich.» Abstruse Meldungen wie beispielsweise «die Malven wachsen zu langsam», seien ebenfalls schwierig zu erledigen.

Viele Meldungen wegen Gerümpel

Ein Problem wird von den Usern immer wieder gemeldet und auch von Gees als hilfreich empfunden: Grümpel, der einfach am Strassenrand deponiert wurde – hin und wieder auch mit einem Zettel «Zum Mitnehmen» versehen. «Dank diesen Meldungen kann man die Sachen möglichst rasch wegräumen und damit noch mehr Müll vermeiden, denn Abfall zieht Abfall an», so Gees. Zudem versuche das ERZ auch die jeweiligen Verursacher dieser Grümpelhaufen zu ermitteln.

Testphase noch bis April 2014

«Die Anzahl der Eingänge ist eher über unseren Erwartungen», sagt Gees. «Züri wie neu» werde aber weiterhin als Versuch betrieben. «Nach einem Jahr werden die Erfahrungen ausgewertet und ein Entscheid gefällt, wie es weitergeht.» Eine Ausweitung sei künftig ebenfalls möglich. Heute erfahre man nur, dass ein Anliegen an die Fachstelle weitergeleitet wurde, aber nicht, was diese dem Absender geantwortet hat.

(sda/wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EristKnackig am 09.10.2013 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    An den Strassenrand stellen

    finde ich gut. Oft ist es schade Möbel einfach wegzuwerfen die jemand anderes noch gut gebrauchen könnte. Jedoch muss dieses "zu Verschenken/zum Mitnehmen" nach 1-2 Tagen wenn es niemand gebrauchen konnte, selber entsorgt werden.

  • Jenna am 09.10.2013 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    Brauchen wir in SG auch

    Ist eine tolle App. Wäre an der Zeit dass wir in St. Gallen auch so etwas einführen, aber dann im ganzen Kanton nicht nur in der Stadt. Gäbe bestimmt Tausende von Einträge wegen Abfällen und demolierten Sachen.

  • andrea birtch am 09.10.2013 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    wann gibt es für Basel?

    basel braucht diesen app auch!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Renato Huber am 09.10.2013 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Grosses Kompliment

    Ich habe schon einige Graffitis gemeldet und konnte kaum glauben, dass diese am nächsten Tag bereits weg waren. Zuerst dachte ich, dies sei ein Zufall. Doch beim 2ten und 3ten Mal war die Sache klar - das ERZ ist spitze ...

  • EristKnackig am 09.10.2013 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    An den Strassenrand stellen

    finde ich gut. Oft ist es schade Möbel einfach wegzuwerfen die jemand anderes noch gut gebrauchen könnte. Jedoch muss dieses "zu Verschenken/zum Mitnehmen" nach 1-2 Tagen wenn es niemand gebrauchen konnte, selber entsorgt werden.

  • andrea birtch am 09.10.2013 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    wann gibt es für Basel?

    basel braucht diesen app auch!

  • Jenna am 09.10.2013 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    Brauchen wir in SG auch

    Ist eine tolle App. Wäre an der Zeit dass wir in St. Gallen auch so etwas einführen, aber dann im ganzen Kanton nicht nur in der Stadt. Gäbe bestimmt Tausende von Einträge wegen Abfällen und demolierten Sachen.