Neue Polizeiverordnung

02. Februar 2011 23:47; Akt: 02.02.2011 23:50 Print

Die Stadt kann Leichtbier verordnen

von Roman Hodel - Bei Anlässen mit hohem Gewaltpotenzial kann der Zürcher Stadtrat künftig normales Bier verbieten. Das ist eine von diversen Änderungen in der neuen Polizeiverordnung.

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Das Zürcher Stadtparlament hat gestern Abend den Entwurf zur neuen Allgemeinen Polizeiverordnung behandelt. Dieser hatte im Vorfeld für heftige ­Reaktionen gesorgt wegen diverser Benimmregeln des Stadtrats wie etwa einem Alkoholverbot auf öffentlichem Grund. Letzteres wird es nun nicht geben, dafür eine eingeschränkte Bierabgabe in bestimmten Fällen.

So hat der Gemeinderat mit 90 zu 27 Stimmen beschlossen, dass der Stadtrat bei «Veranstaltungen mit hohem Gefährdungspotenzial» – beispielsweise Hochrisiko-Fussballspiele – die Abgabe von Normalbier zeitlich und örtlich verbieten kann. Stattdessen darf nur Leichtbier ausgeschenkt werden. Beizen sind davon ausgenommen.

Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) sagte: «Diese Einschränkung bringt etwas – es ist erwiesen, dass es einen Zusammenhang gibt etwa zwischen Gewalt im Sport und Alkohol.» Auch FDP-Sprecher Roger Tognella sagte: «Mit dem Leichtbier hatten wir während der EM 2008 gute Erfahrungen gemacht.» Anders sah dies GLP-Sprecher Guido Trevisan: «Das Normalbier-Verbot bringt wenig, dann trinkt ein Hooligan sein Ten-Pack einfach ausserhalb der Zone.» Gekippt hat der Gemeinderat zudem das ursprünglich geplante Verbot, wonach auf Kinderspielplätzen kein Alkohol konsumiert werden darf. Andere Punkte wie etwa das umstrittene Taubenfütterungsverbot waren bei Redaktionsschluss noch nicht behandelt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sb am 03.02.2011 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schande über die Stadtregierung

    Das "Bierverbot" lässt sich sowieso nicht durchsetzen. Viel schlimmer ist, dass die Polizisten im unfriedlichen Ordnungsdienst angeschrieben werden sollen. Ein klarer Misstrauensbeweis der linken Satdtregierung. Vermummten Chaoten passiert nicht, aber der Polizist, welcher die Gesetze umsetzt, wird bestraft und dies klar wieder durch die linken Anwälte. Schlimm für die Polizisten. Ich hoffe, dass grosser Widerstand gegen diese Auflage kommt und der Entscheid zurückgezogen wird. Alle wollen Sicherheit, aber die Leute die dies durchstzen sollen, werden an den Pranger gestellt.

  • nuur am 03.02.2011 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gar nicht so doof

    aber es muss auch als solches verkauft werden und klar so deklariert sein! Andersrum ist's ne Sauerei!

  • Peschä am 03.02.2011 02:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bevormundung statt zielgerichtete Problemlösung

    Wenn Hooligans Probleme machen, muss man doch nicht der Allgemeinheit etwas verbieten. Man muss gezielt die Gewalttäter für die begangenen Delikte bestrafen. Heute gibt es viel zu sehr die Tendenz "vorsorglich" die Freiheit aller Bürger einzuschränken, statt Kriminelle zu bestrafen. Es ist das fast das gleiche Schema, wie bei der Waffeninitiative. Die Nummerierung der Polizisten ist hingegen sinnvoll. So wird einerseits die Sicherheit der Beamten gewahrt, sie haben aber keinen "Freipass", selber Gesetze zu missachten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Strahm, E am 05.02.2011 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Alkoholmesser für die Polizei

    Wenn ich das recht verstehe, wird die Polizei mit Alkoholmessern ausgerüstet. Damit können sie das Bier in jedem Becher/ jeder Flasche sofort als Normal- oder Leichtbier identifizieren. Gut wäre auch, wenn die Bierflaschen nummeriert sind, um den Produktionsnachweis zu führen.

  • sb am 03.02.2011 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schande über die Stadtregierung

    Das "Bierverbot" lässt sich sowieso nicht durchsetzen. Viel schlimmer ist, dass die Polizisten im unfriedlichen Ordnungsdienst angeschrieben werden sollen. Ein klarer Misstrauensbeweis der linken Satdtregierung. Vermummten Chaoten passiert nicht, aber der Polizist, welcher die Gesetze umsetzt, wird bestraft und dies klar wieder durch die linken Anwälte. Schlimm für die Polizisten. Ich hoffe, dass grosser Widerstand gegen diese Auflage kommt und der Entscheid zurückgezogen wird. Alle wollen Sicherheit, aber die Leute die dies durchstzen sollen, werden an den Pranger gestellt.

  • nuur am 03.02.2011 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gar nicht so doof

    aber es muss auch als solches verkauft werden und klar so deklariert sein! Andersrum ist's ne Sauerei!

  • Toni König am 03.02.2011 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    1. Mai

    Darf ich jetzt am 1. Mai auf dem Helvetiaplatz auch nur noch Leichtbier trinken ? Die Oberlinke Stadtregierung ist völlig daneben, Polizisten mit Nummern ? Am besten sie bleiben gleich zuhause und das 1. Mai-Komitee übernimmt allfällige Schäden.

  • Markus Hasler am 03.02.2011 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Und in St. Gallen

    Was wurde eigentlich im Espenmoos jahrelang ausgeschenkt. Was war in den Binding Fässern( Binding Frankfurt braut das Clausthaler) das den Fans ausgeschenkt wudre