Stadt Zürich

19. November 2019 18:10; Akt: 19.11.2019 18:10 Print

App hilft dabei, einen freien Parkplatz zu finden

von T. Mathis - Ein Parkplatz in der Zürcher Innenstadt zu finden, ist nicht immer einfach. Eine App lotst die Autofahrer nun zu freien Parkfeldern.

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Wer kennt das nicht? Wenn man mit dem Auto in der Stadt Zürich unterwegs ist, braucht es manchmal viel Geduld, um einen freien Parkplatz in der Nähe des Ziels zu finden. Für Parkhäuser gibt es ein Leitsystem, nicht so für die Parkfelder am Strassenrand. Die EasyPark-App, mit der man seit dem Frühling auch die Parkgebühren bezahlen kann, will die Suche nun vereinfachen.

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Das System ist seit zwei Jahren in 35 europäischen Städten wie etwa Barcelona, Berlin und Milano verfügbar. «Wir haben gesehen, dass sich die Suchzeit um etwa die Hälfte reduziert», sagt Julie Ludmann, Schweiz-Chefin bei EasyPark. So werden in der schwedischen Hauptstadt Stockholm aus neun nur noch vier Minuten oder im Extremfall in der Pendlerzeit aus zwanzig nur noch sieben Minuten.

«Mitarbeiter im Aussendienst oder Pflegepersonal kann so täglich viel Zeit sparen.» Zudem werde der schädliche Suchverkehr reduziert. Der Anspruch der Funktion ist nicht, einen einzelnen freien Parkplatz anzuzeigen, sondern den Autofahrer dorthin zu lotsen, wo die Chance auf ein freies Parkfeld hoch ist. Die Funktion wurde am 18. November für die Zürcher Innenstadt freigeschaltet.

So funktioniert es

Vor der Fahrt gibt man den Zielort in die EasyPark-App ein. Diese berechnet dann den kürzesten Weg dorthin. In der Nähe des Zielorts navigiert das App den Nutzer durch jene Strassen, in denen die Chance auf einen Parkplatz hoch ist. Auf der Karte ist das mit den Farben grün, gelb und rot angegeben.

Die Route wird so berechnet, dass der Autofahrer bis zum Ziel zu 99 Prozent einen freien Parkplatz findet. «Findet er ausnahmsweise keinen freien Platz, war es immer noch die beste Route, um einen zu finden», sagt Ludmann. Wer bereits vor Ort ist, kann auf der Karte in der App nachschauen, wo die Chance grösser ist, einen Parkplatz zu finden.

Das steckt dahinter

Die Berechnungen basieren auf Daten, die das Unternehmen in den vergangenen Monaten gesammelt hat. Das sind neben anderen Datenquellen hauptsächlich die anonymisierten Daten der Parkvorgänge, die mit der App getätigt wurden. «Wir wissen, wo und wie lange die Nutzer parkieren.» Vor Ort haben Mitarbeiter zudem die Parkmöglichkeiten und den Belegungsgrad erfasst.


So zahlt man den Parkplatz digital. (Video: tam)

Auf Sensoren, die die Belegung anzeigen, verzichtet das Unternehmen absichtlich: «Es bringt wenig zu wissen, wo es in diesem Moment ein freier Parkplatz hat», sagt Ludmann. Besser sei vorherzusehen, wo es bei Ankunftszeit eine Parklücke hat. Dafür brauche es gar nicht so genaue Daten: «Bei den Berechnungen helfen die Erfahrungen aus den anderen Städten.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Auto Immobile am 19.11.2019 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen Klugheit ist Kraut gewachsen!

    Ich weiss nicht welche hochintelligenten Menschen, es immer wieder fertig bringen Parkplätze in der City zum Verschwinden zu bringen. Glauben die wirklich, je weniger Parkplätze es hat, umso weniger müssen die Autofahrer nach einem passenden Parkplatz suchen und umso weniger Verkehr hat es dann auf den Strassen in der Innenstadt?? Bravo! Wirklich sehr klug gedacht!

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  • Schnitzel @ Home am 19.11.2019 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Notzt nichts die App

    Wenn ich als Service Techniker wo hin muss brauche ich keinen Block weiter eventuell einen Parkplatz. Wenn ich dann 3 mal Laufen muss um das Material zu Transportieren kommt es mir Billiger, ein Knöllchen zu bekommen. Alternative ist 30 min um den Block fahren bis ein Platz Frei ist. Daduch kommen weniger Autos über die Ampel und es gibt Rückstau. Das ist dann super für die Umwelt. Aber die Grünen wollen es ja genau so.

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  • Üse am 19.11.2019 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein App für Parkwächteramöben

    Macht lieber mal ein App wo die ohne Schulabschluss angestellten Knöllchentanten herumlungern

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Äpperläpäp am 20.11.2019 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Apps fehlen noch...

    Blawwwooo, jetz fehlt nur noch die App welche nach erfolgreichem parkieren den Weg zur Parkuhr aufzeigt und die App welche einem daran erinnert, wozu man überhaupt den Parkplatz gesucht hat.

  • Füdlibürger am 20.11.2019 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Für alles gesorgt

    Mir fehlt jetzt noch meine Klopapier App!

  • 8004 am 20.11.2019 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei dieser Politik

    fragt man sich, wie lange man noch mit dem Auto in die Stadt fahren darf. Bald werden es ja nur noch Velos und Fussgänger sein.

  • Jesper am 20.11.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Parkplätze

    Die App wird bald überflüssig sein, weil es in Zürich bald gar keine Parkplätze mehr gibt.

  • typisch am 20.11.2019 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links halt

    Wenn die RotGrünen merken, dass noch Parkplätze gefunden werden können, müssen diese sofort abgebaut werden. Den Suchverkehr kann man danach ja dann kritisieren.