Jungtiere im Zoo

30. Dezember 2018 08:54; Akt: 30.12.2018 08:54 Print

Riesenschildkröten-Babys rührten den Zoo-Chef

Riesenschildkröten, Königspinguine und Wölfe: Im Zoo Zürich kamen dieses Jahr viele Tiere auf die Welt. Einige haben diesen bereits verlassen.

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Die grossen Publikumsmagnete wie Elefäntli oder Löwen kamen 2018 im Zoo nicht zur Welt. Trotzdem ist die Geburtenliste lang. Laut Zookurator Robert Zingg waren es sicher um die 100 Tiere – darunter Pinguine, Riesenschildkröten, Zwergziegen, Affen, Wölfe, Hirschziegenantilopen und Burma-Leierhirsche: «So viele sind nicht ungewöhnlich. Schliesslich gehören die Zucht und Erhaltung von Tierarten zu unseren Aufgaben.»

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Die meisten der Jungtiere werden an andere Zoos in Europa weitergegeben. So haben die Türkisvögel und Waldrappen den Zoo bereits verlassen. Säuger bleiben länger, bis man sie abgeben kann. Ob in den nächsten Wochen weitere Geburten anstehen, ist Zingg nicht bekannt. Doch nun zurück zu denen, die dieses Jahr besonders für Aufsehen gesorgt haben.

Viel Nachwuchs bei Riesenschildkröten
Zinggs Herz schlägt eigentlich mehr für Vögel und Säuger, doch die Geburten der Galápagos-Riesenschildkröten hat ihn dieses Jahr am meisten berührt. Neun schlüpften zwischen Februar und April – bis sie sich aus dem Ei befreit haben, dauert es drei bis vier Tage. Die Mutter Nigrita ist 82 Jahre alt und hat bereits 101 Tiere zur Welt gebracht. Laut Zingg ist der Zoo Zürich bisher die einzige zoologische Einrichtung in Europa, die Galápagos-Riesenschildkröten züchten konnte.

Junge Affen dank neuen Männchen
Ebenfalls sind im Zoo zwischen Ende Mai und Anfang September sieben Dscheladas geboren worden, und zwar dank neuen Männchen, die 2016 nach Zürich kamen. Auch in der Masoala-Halle gab es bei den Affen Nachwuchs. Drei Rote Varis erblickten Mitte Jahr das Licht der Welt.

Ein Todesfall bei den Wölfen
Fünf Mongolische Wölfe wurden am ersten Mai geboren. Aus medizinischen Gründen starb eines der Babys in den ersten Wochen. Laut Zingg gehören solche Todesfälle aber dazu: «Obwohl wir medizinische Hilfe anbieten können, sind einige Junge einfach zu lebensschwach.»

Gipseier für mehr junge Pinguine
Bei den Königspinguinen haben es vier Junge geschafft. Die restlichen drei Eier waren entweder unbefruchtet oder das Küken starb beim Schlupf oder kurz danach. Die Motivation zur Betreuung von Eiern und Jungtieren ist stark ausgeprägt, und so kamen sich die Eltern während der Brut teilweise gegenseitig ins Gehege. Da sich Königspinguine immer wieder gegenseitig die Eier oder sogar Jungtiere klauten, setzten die Pfleger auch Gipseier ein, um die Situation zu entschärfen.

Todesdrama bei den Schwarzhalsschwänen
Die Schwarzhalsschwäne wählten als Nestplatz die Insel der Kapuzineraffen. Diese Wahl war nicht gerade glücklich, denn die Kapuziner zerstörten die Eier und töteten die Küken. Deshalb sammelten Zoomitarbeiter die nächsten Eier ein, legten sie in den Inkubator und schoben sie kurz vor dem Schlupf einer Moschusente unter. Tatsächlich schlüpften vier Junge. Die Ente war dann ihre Ersatzmutter. Leider starben zwei der Jungschwäne überraschend.

Unverhoffter Nachwuchs bei den Wallabys
Seit dem Frühling tummeln sich in der Australienanlage im Zoo Zürich Koalas und Wallabys. Ein kleines Wallaby kam aus Deutschland unbemerkt im Beutel seiner Mutter angereist. Geboren worden war es aber schon 2017.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klene am 30.12.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wundervoll

    Ich liebe Tiere, und ich liebe Zoo's. Die Tierwelt überrascht und erfreut mich immer wieder. Ich finde es toll, und schätze es sehr, das sich Menschen weltweit für die Erhaltung von Tierarten einsetzen! Hut ab, vor allen die so viel Einsatz und liebe zeigen sich um diese wundervollen Geschöpfe zu kümmern! Ihr leistet einen tollen Job, für unsere Erde und Natur.

  • marko 33 am 30.12.2018 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • flavioxy am 30.12.2018 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte erwähnen,

    dass Klippschliefer keine Nagetiere sind, sondern der Gruppe Paenungulata zugehören - wie auch Elefanten und Seekühe.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fischer Fritz am 02.01.2019 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich Zoo.

    Ich gehe oft in den Zürich Zoo weil er gut gelegen ist. Nd schöne Anlage ist. Und gut für Tiere fotografieren kann.

  • Zoobesucher am 30.12.2018 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    82jährige wird Mutter?

    Die Riesenschildkrötenmutter ist 82 Jahre alt. Da sieht man gut, dass wir Menschen eine vergleichsweise kurze Lebensdauer haben. Eine menschliche Mutter in diesem Alter, möchten wir uns doch lieber nicht vorstellen.

  • flavioxy am 30.12.2018 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte erwähnen,

    dass Klippschliefer keine Nagetiere sind, sondern der Gruppe Paenungulata zugehören - wie auch Elefanten und Seekühe.

  • Lonesome George am 30.12.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Zoobesuch ein Highlight

    Habe ich Freunde vom Ausland auf Besuch, darf ein Zoobesuch nicht fehlen. Die Vielfalt der Tiere und die schöne Atmosphäre begeistern. Er steht ganz oben auf meiner Spendenliste.

    • Mario Und familie am 02.01.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lonesome George

      Oasen in unserem Land. Wir erfreuen uns immer wieder dort hin zu gehen. Wir lieben Tiere. Danke allen die sich dafür einsetzen.

    einklappen einklappen
  • Aurel Murati am 30.12.2018 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Galapagaos schildkröte

    So süss Sie leben nur auf den galapagos inseln In südamerika