Smart Emma

25. Januar 2019 05:45; Akt: 25.01.2019 05:45 Print

Diesen Shops offeriert die SBB eine Pop-up-Fläche

Im SBB-Pop-up-Store Smart Emma werden ab Februar lokale Produkte angeboten. Die Firma auf Platz 2 im Voting darf nicht dabei sein.

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Dietiker Cider, Bündner Hanfsalsiz oder ein frisches Zmorge aus der Region – in der Passage Löwenstrasse im Untergrund des Zürcher Hauptbahnhofs eröffnet im Februar der Pop-up-Store Smart Emma. Die Öffentlichkeit hat in einem Voting 24 Anbieter bestimmt, die zwischen Anfang Februar und Ende Mai in den Laden einziehen dürfen. Bei vielen Anbietern können die Produkte degustiert werden.

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Die SBB will mit diesem Angebot unbekannten lokalen Anbietern eine Plattform bieten. Für jeweils zwei Wochen betreiben drei Anbieter gemeinsam den Laden. «So entsteht ein vielseitiges Angebot, welches das Tante-Emma-Feeling vermittelt», sagt Sprecher Raffael Hirt. Aufgrund der grossen Nachfrage habe man sich kurzfristig entschieden, das Projekt um zwei Monate bis Ende Mai zu verlängern. «So können nicht nur 12, sondern 24 Anbieter berücksichtigt werden.»

Platz 2 ist nicht dabei

Das Unternehmen, das auf Platz 2 landete, ist jedoch nicht vertreten. «Say Chocolate haben wir wegen Unregelmässigkeiten im Wahlverfahren von der Teilnahme ausgeschlossen», begründet Hirt. Diesen Entscheid kann Geschäftsführer Giuseppe Nocilla nicht nachvollziehen. Mehr will er derzeit nicht sagen: «Wir warten das Resultat des klärenden Gesprächs ab.»

Überrascht von den vielen Stimmen waren etwa die Gründer von Earlybird.ch, die bisher täglich frisches Essen aus lokaler Produktion an den Arbeitsplatz liefern. «E-Commerce stand bei uns im Vordergrund – jetzt wagen wir uns an einen Ladentisch», sagt Mitinhaber Thomas Bösch. Als Jungunternehmer erhoffen er und sein Team sich, dass sie Erfahrungen im stationären Handel sammeln und das Konzept bekannter machen. «Wir haben noch keine Ahnung, mit wie vielen Kunden wir rechnen können. Deshalb werden wir uns langsam an eine sinnvolle Anzahl Menüs herantasten.»

«Wir müssen nun viel Vorrat produzieren»

Für die Gründer von Dietiker Cider ist es eine «Riesenchance», wie Chefin Laura Stehrenberger sagt: «Wir sind noch kaum bekannt und dürfen nun an einem so zentralen Ort unseren Cider anpreisen.» Die Möglichkeit sei auch nicht mit einem grossen finanziellen Risiko verbunden. «Die SBB ist sehr grosszügig.» Eine Hürde müssen die Gründer bis zum Start Mitte März noch nehmen: «Bisher hatten wir kein Lager. Nun müssen wir auf Vorrat produzieren. 3000 Flaschen haben wir bereits.»

In die Auswahl hat es auch ein Bündner Jungunternehmen geschafft. Alpenhirt wird mit verschiedenen Fleischspezialitäten vor Ort sein. «Wir haben zwar schon Abnehmer in Zürich, doch nun haben wir die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen», sagt Gründer Adrian Hirt. Das Ziel sei, nicht nur das Angebot bekannter zu machen, sondern auch zu verkaufen. Dafür lohne sich auch der Aufwand, 14 Tage am Stück 12 Stunden pro Tag präsent zu sein. Den Kunden, die vorbeischauen werden, verspricht er: «Unsere Produkte wird man degustieren können.»

(tam)