Historische Junkers F13

15. Oktober 2019 04:49; Akt: 15.10.2019 04:49 Print

Dübendorfer bauen 100 Jahre altes Flugzeug nach

Die Junkers Flugzeugwerke Dübendorf haben eine 100 Jahre alte Oldtimer-Maschine nachgebaut. Dafür mussten längst vergessene Handwerksmethoden erlernt werden.

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Die deutsche Junkers F13 ist der erste Airliner der Geschichte aus Ganzmetall. Ihren Jungfernflug absolvierte die Oldtimermaschine im Jahr 1919. 100 Jahre nach dem Jungfernflug der Urmaschine teilen die Junkers Flugzeugwerke Dübendorf mit, dass sie den zweiten Nachbau des historischen Oldtimers fertiggestellt haben. Junkers-Sprecher Christian Gartmann: «Es gibt zwar noch Original-F13, diese hätten aber alle nicht mehr so restauriert werden können, dass sie flugtauglich gewesen wären.» Deshalb haben sich die Junkers Flugzeugwerke dazu entschieden, die Oldtimer-Maschine neu zu bauen. «Dazu wurden alte Pläne der Originale beigezogen und ein Museumsflugzeug vermessen», sagt Gartmann. Dabei sei aber nicht alles originalgetreu nachgebaut worden. Bei den neugebauten Maschinen seien Materialien verarbeitet worden, die es heute gar nicht mehr gebe. «Dafür mussten sie zum Teil neu hergestellt werden, das war beispielsweise bei der charakteristischen Junkers-Wellblech-Aussenhaut der Fall», so Gartmann. Die Technik zum Biegen des Wellblechs zu einem Flügel oder dem Rumpfteil beherrsche heute keiner mehr. «Die Leute, die die Maschine neu gebaut haben, mussten sich die Technik selbst beibringen. So wurde altes Handwerk wiederbelebt», sagt Gartmann. Vorerst wird der Neubau des historischen Flugzeugs in Dübendorf stationiert. «Die Bodentests beginnen in den kommenden Tagen und werden circa vier Wochen dauern», sagt Gartmann. Ein Datum für den Erstflug stehe noch nicht fest. Ob er noch 2019 stattfinden kann, hängt von den Ergebnissen der Abnahmetests, aber auch vom Wetter ab.» Bis sich ein Käufer für die 2,5 Millionen teure Maschine finden lässt, wird die F13 für Rundflüge eingesetzt. Damit haben die Junkers Flugzeugwerke bereits ihren zweiten F13-Neubau fertiggestellt. Eine dritte Maschine ist im Bau. «Die Planung sieht vor, dass sie im Sommer 2020 in Dübendorf fertiggestellt wird», so Gartmann. Nach der Abnahme werde sie zerlegt und in die USA exportiert.

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Die deutsche Junkers F13 ist eine Legende der Aviatik und historisch gesehen wohl eines der wichtigsten Flugzeuge der Geschichte: Sie ist der erste Airliner aus Ganzmetall. Ihren Jungfernflug absolvierte die Oldtimer-Maschine im Jahr 1919.

100 Jahre nach dem Jungfernflug der Urmaschine teilen die Junkers Flugzeugwerke Dübendorf mit, dass sie den zweiten Nachbau des historischen Oldtimers fertiggestellt haben. Sprecher Christian Gartmann sagt: «Es gibt zwar noch Original-F13, diese hätten aber alle nicht mehr so restauriert werden können, dass sie flugtauglich gewesen wären.»

Materialien neu herstellen

Deshalb haben sich die Junkers Flugzeugwerke dazu entschieden, die Oldtimer-Maschine neu zu bauen. «Dazu wurden alte Pläne der Originale beigezogen und ein Museumsflugzeug vermessen», sagt Gartmann. Dabei sei aber nicht alles originalgetreu nachgebaut worden. «Beispielsweise der Motor und das Cockpit wurden verändert und verbessert, sodass die Maschine alltagstauglich ist», sagt Gartmann.

Bei den neugebauten Maschinen seien Materialien verarbeitet worden, die es heute gar nicht mehr gebe. «Dafür mussten sie zum Teil neu hergestellt werden, das war beispielsweise bei der charakteristischen Junkers-Wellblech-Aussenhaut der Fall», so Gartmann.

Die Technik zum Biegen des Wellblechs zu einem Flügel oder dem Rumpfteil beherrsche heute keiner mehr. «Die Leute, die die Maschine neu gebaut haben, mussten sich die Technik selbst beibringen. So wurde altes Handwerk wiederbelebt», sagt Gartmann.

Vorerst für Rundflüge im Einsatz

Vorerst wird der Neubau des historischen Fliegers in Dübendorf stationiert. «Die Bodentests beginnen in den kommenden Tagen und werden circa vier Wochen dauern», sagt Gartmann. Ein Datum für den Erstflug stehe noch nicht fest. «Ob er noch 2019 stattfinden kann, hängt von den Ergebnissen der Abnahmetests, aber auch vom Wetter ab.» Bis sich ein Käufer für die 2,5 Millionen teure Maschine finden lässt, wird die F13 für Rundflüge eingesetzt.

Damit haben die Junkers Flugzeugwerke bereits ihren zweiten F13-Neubau fertiggestellt, ein dritter befindet sich im Bau. «Die Planung sieht vor, dass sie im Sommer 2020 in Dübendorf fertiggestellt wird», so Gartmann. Nach der Abnahme werde sie zerlegt und in die USA exportiert. Gartmann weiter: «Dort wird sie potenziellen Kunden vorgeführt. Da die USA der grösste einzelne Markt für die Junkers F13 sind, wird die vierte Maschine dann in den USA gebaut und durch die US-Zivilluftfahrtbehörde FAA zertifiziert.»

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • C.Käfer am 15.10.2019 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation! Wunderschön anzusehen

    und der Klang eines Sternmotors ist Musik in den Ohren. Freue mich die Maschine einmal am Himmel zu sehen und zu hören.

  • Nostalgiker am 15.10.2019 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöne Maschine

    Tolle Sache! Schönes Flugzeug und immerhin nicht vollbepackt mit Elektroschrott wie die modernen Flug und Fahrzeuge! Sowas hält ewig und macht auch um einiges mehr Spass.

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  • m.h. am 15.10.2019 05:59 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Tolles Sache aber als sooo vergessen würde ich die Sache nicht bezeichnen Schlussendlich gehört es zu den Spenglerarbeiten als Thematik.

Die neusten Leser-Kommentare

  • MadChengi :OD am 16.10.2019 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    @Die Nostalgiker

    Wie schön wäre es, wenn die Welt wieder wie 1919 wär, oder!?

  • Eduard J. Belser am 16.10.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Maschine von Oskar Bider gebaut

    Bei uns in der Nähe werden derzeit an drei flugfähigen Nachbauten von Nieuport C 23 Jagdflugzeugen nach Plänen von 1917 gebaut. Diese werden von originalen Umlaufmotoren von 1917 angetrieben. Diese Motoren drehen sich mit dem Propeller um die fest am Flugzeug montierte Kurbelwelle und werden mit Rizinusöl geschmiert. Eines der Flugzeuge trägt die Bemalung der Maschine der Schweizer Fliegerlegende Oskar Bider. Es wurde diesen Sommer auf dem Flugplatz Dübendorf getauft. Jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr kann der Baufortschritt im Bider-Museum in Langenbruck verfolgt werden.

  • Iro Niker am 15.10.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Testflüge...

    ... von neu fertig gestellter Oldtimer-Flugzeuge brauchen wir dringend - über dem dicht besiedelten Glattal.

  • Thomas Kran am 15.10.2019 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    als Dessauer, wo damals in den Junkerswerken dieses tolle Flugzeug gebaut wurde, freue mich über den Neubau riesig! Es ist toll, dass man, ausser im Junkersmuseum Dessau, bald diese Tolle Maschine wieder im Einsatz sehen und erfliegen kann! Top

  • Gaston am 15.10.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Gut fürs Handwerk, aber

    Jetzt wo der Verbrenner verboten werden soll...

    • Tristan15 am 15.10.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

      Man hört, dass...

      ...Greta diesen Oldtimer bestellt hat!

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