Gault Millau

08. Oktober 2018 12:10; Akt: 08.10.2018 14:12 Print

Dolder-Spitzenkoch zum Koch des Jahres gekürt

Heiko Nieder vom «The Restaurant» des Fünf-Sterne-Hotels Dolder Grand wurde am Montag zum Koch des Jahres 2019 ausgezeichnet.

Dolder-Koch Heiko Nieder in seinem Element.
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Das «The Restaurant» im «The Dolder Grand» in Zürich erhält einen Gault-Millau-Punkt mehr: Mit 19 Punkten zeichnet der Gastronomie-Führer Heiko Nieder auch als Koch des Jahres 2019 aus. Nieder sei der Mann «mit der grossen Pinzette», halten die Gault-Millau-Kritiker fest. «Er verblüfft, begeistert, überlässt nichts dem Zufall.» Seine Gerichte seien auf Anhieb zu erkennen.

Der Dolder-Chefkoch wird im Gault Millau seit langem geführt. 2013 wurde er etwa als einer der Aufsteiger des Jahres gefeiert. Ermüdungserscheinungen zeige Nieder auch nach zehn Jahren am gleichen Herd nicht, halten die Testesser fest. Dafür sei der Mann viel zu ehrgeizig.

Der siebte 19-Punkte-Chef

Nun hat Heiko Nieder die Höchstnote erhalten (20 Punkte wurden in der Schweiz noch nie vergeben). Er ist landesweit erst der siebte 19-Punkte-Chef.

Für Heiko Nieder braucht es für eine grossartige Küche eine Zusammensetzung verschiedener Ingredienzien: «Handwerk, Intellekt, Intuition, Wissen – von allem ein bisschen.»

Köchin des Jahres vom «Café Suisse»

Als Köchin des Jahres 2019 zeichnet der Gastronomieführer Marie Robert vom «Café Suisse» in Bex (VD) aus. Die 30-Jährige, die neu 16 Punkte erhielt, lasse es in ihrem kleinen Restaurant krachen – mit stilsicheren, ausgefeilten und oft spektakulären Gerichten, heisst es im am Montag publizierten GaultMillau 2019.

Als Aufsteiger in der Deutschschweiz werden Walter Klose («Zum Gupf», Rehetobel AR, 18 Punkte) sowie Sebastian Zier und Moses Ceylan («Einstein Gourmet», St. Gallen, 18 Punkte) geführt. Klose wird für seine klassische Küche gerühmt, Zier und Ceylan für ihre freche, moderne.

Als Aufsteiger im Tessin gilt Mattias Roock («Castello del Sole», «Locanca Barbarossa», Ascona TI, 18 Punkte), in der Westschweiz Armel Bedouet («Royal Manotel», «L'Aparté», Genf, 17 Punkte). Als Entdeckungen des Jahres führen die Gault-Millau-Tester Pascal Steffen («Roots», Basel, 16 Punkte), Jeroen Achtien («Vitznauerhof», Vitznau LU und «Sens», Davos GR, 16 Punkte), Marco Campanella («La Brezza», Ascona TI, 16 Punkte) und Bert de Rycker («Le Rawyl», Randogne VS, 15 Punkte).

(sda)