Zürich-Hauptbahnhof

12. Juni 2014 08:30; Akt: 12.06.2014 15:59 Print

Doris Leuthard eröffnet die Durchmesserlinie

Mit dem Durchschneiden des roten Bandes hat Bundesrätin Doris Leuthard die Durchmesserlinie um 11 Uhr eröffnet. Das Projekt ist ein Meilenstein auf dem Weg in die Bahnzukunft.

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Die Durchmesserlinie (DML) war eine «geniale Idee», der Moment der Eröffnung ein «historischer Moment» und der neue Bahnhof Löwenstrasse «einfach schön»: Die rund 250 geladenen Gäste, die am Donnerstag die Jungfernfahrt durch den neuen Tunnel in den neuen Bahnhof mitmachten, waren begeistert.

Schon eine halbe Stunde vor Abfahrt des Extrazugs drängeln sich Gäste und Medienleute auf dem Perron. Frisch gewaschen glänzt die blumengeschmückte Komposition. Für die alt Bundesräte Adolf Ogi und Moritz Leuenberger ist kein Durchkommen: Kameras und Mikrofone werden ihnen entgegengestreckt, wohin sie sich auch wenden.

«So eine schöne Sache»

Ehemalige und aktuelle Magistraten und Parlamentarier aus Stadt und Kanton Zürich, Vertreter von National- und Ständerat sowie Exponenten von SBB, Zürcher Verkehrsverbundes ZVV und Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich VBZ strahlen um die Wette. «So eine schöne Sache», hört man immer wieder.

Walter Finkbohner, der 1990 als SBB-Pressesprecher die Eröffnung der S-Bahn begleitet hatte, ist auch dabei. Er räumt ein, man habe zwar damals schon gewusst, dass man mit der S-Bahn etwas Gutes eröffne. Aber «diesen Riesenerfolg» habe man nicht vorausgesehen.

Interviews im Führerstand

Entscheidende Impulse und Beiträge für die DML waren von der Zürcher Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) gekommen. Laut dessen Geschäftsführerin, der grünen Kantonsrätin Gabi Petri, war ganz wichtig, dass auf allen Ebenen Leute bereit gewesen seien, aktiv etwas Neues aufzugleisen und sich nicht hinter schon getätigten Leistungen für ein untaugliches Projekt zu verschanzen.

Punkt 10.16 Uhr verlässt der Extrazug den Hauptbahnhof in Richtung Wallisellen, von wo es dann zurückgeht durch den neuen DML-Tunnel in den neuen Bahnhof Löwenstrasse. Interviews im Führestand scheppern durch die Lautsprecher.

Ein wichtiger Schritt für den öffentlichen Verkehr

«Zürich ist und bleibt ein Beispiel», sagt alt Bundesrat Ogi. Die DML-Eröffnung sei ein weiterer wichtiger Schritt für den öffentlichen Verkehr. Alt Bundesrat Leuenberger mäkelt, «Durchmesserlinie» sei nun «nicht gerade der schönste Name» - ansonsten ist auch er voll des Lobes.

Gipfeli, Wasserfläschlein und frische Früchte werden angeboten. Die Passagiere plaudern und lachen oder konsultieren ihre Smartphones. Einer der offenbar weniger beeindruckten Gäste studiert das Programm. «Warum bin ich eigentlich hier?», fragt er leise sein Gegenüber. Das sei ein historischer Moment, wird er belehrt, worauf er murmelt «historisch - hm».

Goldene Decke, rotes Band

10.55 Uhr: Einfahrt in den Bahnhof Löwenstrasse. Die Decke schimmert goldfarben, der helle Boden strahlt in einmaliger Sauberkeit und Frische - so wird er nie mehr sein, konstatiert Bundesrätin Doris Leuthard. Sie findet, «die goldene Decke passt irgendwie zu Zürich».

Die Verkehrsministerin erhält eine grosse goldene Schere in die Hand gedrückt, mit der sie um 11 Uhr das breite rote Band zur Eröffnung des Jahrhundertbauwerks zerschneidet: «Drei - zwei - eins - es ist eröffnet.»

(Video: 20 Minuten)

«Attraktives Tor zu Zürich»

ZVV-Direktor Franz Kagerbauer bezeichnet den Bahnhof als «attraktives Tor zu Zürich», der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker ist überzeugt, dass er eine Ausstrahlung in die ganze Schweiz habe. SBB-Chef Andreas Meyer erklärt, er habe «mitgefiebert mit Gesamtprojektleiter Roland Kobel und seiner «Orange Army» - den Arbeitern mit ihren orangen Sicherheitswesten.

Damit gibt er der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch das Stichwort. Mauch trägt ein oranges Kleid. Nicht absichtlich eigentlich, sagt sie - aber nun nehme es «Bezug auf all die vielen Arbeiter», welche das Bauwerk realisiert hätten, und denen sie ihren herzlichen Dank ausspreche.


(sda/rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo M. am 12.06.2014 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gefällt Fr. Leuthard

    Das gefällt Frau Leuthard. Wenn etwas neues eröffnet wird ist Sie ja immer dabei. Echte Problem lösen wäre ihre Aufgabe. Aber der ist Sie bei weitem nicht gewachsen. Wie übrigens den 6 Kollegen auch

  • enttäuschter Bürger am 12.06.2014 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Eröffnung BR Leuthard

    Was diese Frau für einen Krampf für den kleinen Lohn hat. Traurig für solche Leistungen im Gegensatz zu denen die Pickel und Schaufel schwingen.

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  • AndyR am 12.06.2014 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teure 6 Minutem

    6 Minuten schneller, 2 Milliarden verbraten... und die nächste Preiserhöhung wartet schon..... cool :(

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zurück zum Auto am 13.06.2014 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Horgen-Altstetten = Neu 16 Min. länger

    Vor allem das linke Zürichseeufer soll profitieren - Schwarzer Humor. Ich verbringe nun pro Tag eine halbe Stunde länger im Zug von Horgen nach Altstetten. Vielen Dank, liebe SBB !!!

  • Visionär am 13.06.2014 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem Geld der Autofahrer....

    Selbstbeweihrauchen auf Kosten der Autofahrer - typisch für unsere inzwischen eine der unbeliebtesten Bundesrätinnen der Schweiz, die die letzten 12 Jahre kaum an Probleme des Volkes gedacht haben....

  • sandro m. am 13.06.2014 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wipkingen

    ich arbeite in wipkingen ab Montag habe ich doppelt so lange wie jetzt zu meinem arbeitsplatz:((

  • P.H. am 12.06.2014 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das Geld hätte man besser

    Das Geld hätte man besser in die Zweite Gotthard Röhre Investiert. Ich und viele warten auf die erste Durchsage, die Bahn hat 5-7 Minuten Verspätung. Wann wird die SBB wieder Geld verschwenden, wenn die Masseneinwanderung Stopp nicht in den nächsten 2 Jahren umgesetzt wird.

  • Müller, 12,06,14 am 12.06.2014 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    U, Bahnhof

    Ein sehr, sehr, Schöner U, Bahnhof, was Schade ist das Ständige Rauf ,u, Runter das man nicht alles auf einer Eben Durchlaufen kann, mir wurde mal Gesagt Warum, da wo das Schopville ist, war ja Früher ein Grosser Weinkeller mit Abfüllanlage, da hab ich Gearbeitet, 1980, man Sagte mir das hier mal Züge Durchfahren und Läden kommen, kaum zu glauben,