18. April 2005 04:51; Akt: 17.04.2005 21:39 Print

Drama an der Töss: Mann ertrank bei Hunderettung

Ein 50-jähriger Mann wollte seinen Hund aus der Töss retten – und ertrank in den Fluten. Seine Frau musste dem Drama machtlos zusehen.

Fehler gesehen?

Gestern Morgen kurz nach 8.30 Uhr war der Flatcoated-Retriever in Winterthur in die Töss gesprungen, um Enten nachzujagen. Sein 50-jähriges Herrchen pfiff ihn zurück. Als der Hund nicht gehorchte, begab sich der Mann auf die Ufersteine am Wasser. Dort glitt er aus und stürzte. «Er wurde dann von einer so genannten Wasserwalze erfasst und mehrmals unter Wasser gezogen», erklärt Kantonspolizei-Sprecherin Cornelia Schuoler.

Seine 48-jährige Frau habe am Ufer nach Hilfe gerufen. Doch die Rettungsversuche eines vorbeikommenden Joggers waren erfolglos. Nur mit viel Mühe konnte sich dieser selbst wieder aus dem Wasser retten.

Der Hundehalter wurde zwei Kilometer weit mitgeschwemmt. Dann wurde er von der Polizei tot aus dem Wasser gezogen. Der Hund konnte sich selbst ans Ufer retten.

«Die Töss führt momentan sehr viel Wasser, aber auch Steine und Holzprügel», so Schuoler. Der Mann sei ein guter Schwimmer gewesen. «Doch diese weissen Wasser sind unberechenbar – Warntafeln entlang der Töss machen auf die Gefahren aufmerksam.»

(san)