Erlenbach ZH

16. Juli 2014 15:52; Akt: 17.07.2014 11:57 Print

Drei Kinder bei Zirkusnummer verletzt

Beim Einüben eines Zirkusprogramms sind in Erlenbach ZH drei Kinder und ein Erwachsener teils schwer verletzt worden. Bei den Ferienplausch-Organisatoren ist man tief betroffen.

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Der Unfall ereignete sich beim Schulhaus in Erlenbach ZH. (Bild: Google Maps)

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Eine Gruppe von sieben Kindern und zwei Erwachsenen übte am heutigen Mittwochnachmittag kurz vor 12 Uhr im Freien auf einem Schulgelände eine Zirkusnummer mit Fackeln ein. Aus zurzeit noch ungeklärten Gründen kam es zu einer Stichflamme, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt.

Dabei wurde ein 7-jähriger Knabe schwer, ein 11-jähriger leicht sowie ein gleichaltriger Knabe mittelschwer verletzt. Ein 25 Jahre alter Betreuer erlitt bei der Hilfeleistung für den jüngsten Buben leichte Brandverletzungen. Die Verunfallten wurden nach der Erstversorgung mit Rettungsfahrzeugen in Spitäler gebracht. Wie es zur Stichflamme kommen konnte, wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich abgeklärt.

Kein solcher Unfall in den letzten Jahren

Durchgeführt wurde die Fackelnummer vom Zirkus Pipistrello im Rahmen des Ferienplausches Meilen. Dieser wird von Pro Juventute organisiert. «Ich bin tief betroffen», sagt Pro-Juventute-Kommunikationsleiterin Marianne Affolter. «Einen solchen Unfall hatten wir in den vergangenen Jahren noch nie.» Die Sicherheitsvorkehrungen hätten stets oberste Priorität, aber das habe hier offenbar nicht gereicht.

Am Donnerstag will sich Pro Juventute zusammen mit dem bereits im Einsatz stehenden Psychologenteam mit den Eltern und Kindern treffen. Dabei soll geklärt werden, ob das Zirkusprogramm weiter durchgeführt werden soll. Bis auf weiteres würden jedoch keine Übungen mit Einsatz von Fackeln mehr durchgeführt, erklärte Affolter.

Nebst der Kapo standen die Polizei der Gemeinden Meilen-Herrliberg-Erlenbach sowie diverse Rettungswagen mit Besatzung und das Care-Team der Kantonspolizei Zürich im Einsatz. Beim Zirkus Pipistrello wollte sich niemand zum Vorfall äussern.

(kv/sda/rom)