Laborproben-Transport

17. Juli 2018 14:22; Akt: 17.07.2018 17:39 Print

Drohnen-Versuch führte zu Lärmklagen

Eine Drohne sollte Laborproben über den Zürichsee transportieren, um Zeit zu gewinnen. Trotz Widerstand in der Bevölkerung konnte der Test durchgeführt werden.

Mit der Drohne soll wertvolle Zeit gewonnen werden. (Video: Post)
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Während zehn Tagen sollte im Juni eine Drohne über den Zürichsee fliegen und Laborproben zwischen dem Zentrallabor Zürich (ZLZ) und der Hirslanden-Klinik Im Park transportieren.

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Am Dienstag berichtet Radio Energy, dass der Test aber bereits nach einem Tag wieder auf Eis gelegt wurde. Grund: Widerstand aus der Bevölkerung wegen des Lärms. Regina Genz, zuständige Projektleiterin beim ZLZ, sagte gegenüber dem Radio, dass sie darüber enttäuscht sei: «Ich bin schon ein bisschen traurig, aber wir lassen uns nicht entmutigen.»

Post dementiert Aussage der Projektleiterin

Bei der Post, die den Drohnentransport durchführte, dementiert man die Meldung der ZLZ-Projektleiterin. Während fünf Tagen konnten rund 50 Testflüge durchgeführt werden, sagt Post-Sprecherin Lea Wertheimer gegenüber 20 Minuten: «Es gab keine Zwischenfälle.»

Allerdings gab es Klagen von Anwohnern des Start- und Landeplatzes, die sich ab dem Lärm der Rotoren störten: «Wir haben deshalb den Landeplatz verschoben.» Nun werde der durchgeführte Test ausgewertet. «Unsere Kunden entscheiden dann, ob sie die Drohne einsetzen wollen oder nicht», so Wertheimer.

Die Drohne soll in der Medizin helfen, Zeit zu gewinnen. Den Verkehr auf der Quaibrücke kann man so umgehen. Statt durchschnittlich 30 Minuten per Autokurier hätte die Drohne die Blutproben innert sechs Minuten auf die andere Seeseite transportieren können.

Drohne fliegt Laborproben über den Zürichsee

(som/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 17.07.2018 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In ZH ist nichts mehr möglich

    Lärmklagen bei dem Geräuschpegel einer Drohne sind in einer Stadt lächerlich.

  • derElch am 17.07.2018 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Innovation im Keim erstickt.

    Schade, endlich mal eine sinnvolle Anwendung von Drohnen, die noch dazu unter Umständen Leben retten kann, und dann wird diese im Keim erstickt. Herzlichen Dank!

  • Gitzi am 17.07.2018 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deswegen Lärmklagen?

    Was ist so schlimm daran, wenn man die Rotorengeräusche der Drohne hört? Sind überhaupt noch irgendwelche Geräusche erlaubt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 17.07.2018 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo Lärm?

    Diese Leute wissen nicht was Lärm wirklich ist. Habe 30 Jahre direkt im Abflug von Kloten gelebt. Aber heute reklamiert man halt einfach Mal.

  • ili am 17.07.2018 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wann..! :-(

    Es werden Unfälle passieren mit diesen Dingern!! Das ist sicher ! aber wann ist es das erste mal?? Und dann kommt wieder das Gosse "wir habe es immer gesagt! "

  • Marzella am 17.07.2018 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbst reproduziernde biologische Flugkörper mit R

    Warum macht man das nicht mit Brieftauben? Eine Drohne lärmt sehr störend und für Hunde und Kinder beängstigrnd.

  • Jürg Wehrli am 17.07.2018 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das Neue stört - das Alte nicht

    Wenn aber ein Kurier vorfährt, ein ganzer Kastenwagen mit Päckchen drin, anderthalb Tonnen Gesamtgewicht, Verbrennungsmotor, vorfährt, bremst, anhält, Türe auf, Türe zu... und das Gleiche wieder rückwärts, dann stört das nicht, denn diesen Lärm kennt man. Der Mensch ist schon ein komisches Wesen.

  • Lisa am 17.07.2018 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verbieten lassen

    So etwas nennt sich Projekt...