Sprachzentrum

20. September 2015 20:06; Akt: 20.09.2015 20:06 Print

ETH will Flüchtlinge Deutsch lehren

Die ETH und die Universität Zürich planen Deutschkurse für Flüchtlinge anzubieten. Dafür müssen diese in ihrer Heimat aber studiert haben.

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«Wir werden keine Personen aufnehmen, die chancenlos sind, ein Studium an der ETH zu bestehen»: Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Die ETH Zürich reagiert auf die aktuelle Flüchtlingskrise und will künftig Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten. «Wir prüfen zusammen mit der Universität Zürich, zusätzliche Plätze im gemeinsamen Sprachenzentrum der Hochschulen zu schaffen, damit Flüchtlinge Deutschkurse besuchen können», sagt ETH-Präsident Lino Guzzella im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

Es gäbe einen etablierten Prozess, wie sich ausländische Studierende bei der ETH bewerben könnten, sagt er. Dazu gehörten Aufnahmeprüfungen und auch Sprachkenntnisse. Genau hier will Guzzella ansetzen. Wenn die Sprache ein Problem sei, könnten sie im Sprachenzentrum einen Deutschkurs anbieten. «Zusätzlich wollen wir innerhalb des Rektorats die Gesuche der Flüchtlinge so unbürokratisch und so schnell wie möglich behandeln», sagt Guzzella.

Wie viele Plätze die ETH anbieten wird, hängt von den Bewerbungen ab. Die ETH und Universität Zürich dürften nicht die einzigen bleiben. Die Konferenz der Schweizer Universitätsrektoren haben sich an ihrer Plenarversammlung diese Woche darauf geeinigt, den Hochschulzugang für die Flüchtlinge anzupassen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chlapf Anchopf am 20.09.2015 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Vor Ort....

    Mich interessieren nicht die Flüchtlinge sondern die Zukunft der Schweiz ! Es muss ihnen auch kein Deutsch beigebracht werden da es nicht das Ziel sein kann dass sie hierbleiben. Es sollte mit militärischen Mitteln eine freie Zone in Syrien geschaffen werden wo die Leute Schutz finden. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit Assad notwendig und das hat bis jetzt nur Putin kapiert!

  • anna moser am 20.09.2015 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Ich würde gerne einen Bachelor machen aber habe momentan das Geld nicht dafür, weil ich nebenbei 100% arbeiten muss bei den hohen Mietpreisen / Krankenkassenprämien etc. in Zürich... aber diese bekommen gratis Kurse welche von meinen Steuern finanziert werden! danke Politik!

  • cheeky620 am 20.09.2015 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Studiere bereits

    Liest sich bestimmt cool in einem SMS: "Bin in Schweiz angekommen, werde versorgt, Studiere bereits Sprache an der Universität in Zürich, kommt doch auch." Auch wenn dieser Kommentar der Presse nun nicht gefällt und gelöscht wird. Er ist brutale Realität.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 21.09.2015 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unfair!

    In den Sprachkursen der ETH und Uni Zürich hat es selbst für Schweizer Studierende kaum genügend Plätze und man muss oft mehrere Jahre warten, bis man einen Platz bekommt. Und Flüchtlinge sollen nun via Kontingente Plätze bekommen? Dann wünschte ich mir, ich wäre ein Flüchtling!

  • Mia am 20.09.2015 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochschulzugang

    Jetzt kommen dann die Flüchtlinge einfacher an eine Hochschule in der Schweiz (und vllt auch EU) als Einheimische Ein weiterer Schritt zu 'Schweiz schafft sich ab'

  • anna moser am 20.09.2015 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Ich würde gerne einen Bachelor machen aber habe momentan das Geld nicht dafür, weil ich nebenbei 100% arbeiten muss bei den hohen Mietpreisen / Krankenkassenprämien etc. in Zürich... aber diese bekommen gratis Kurse welche von meinen Steuern finanziert werden! danke Politik!

  • Student am 20.09.2015 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Guzzella ist so ein sympathischer Typ, hab ich schon oft gedacht. Weiter so!

  • Boris am 20.09.2015 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst sie studieren

    Gebt ihnen noch Stipendien, gratis Wohnung und GA haben sie ja schon. Danach erleichterte Einbürgerung für Flüchtlinge... Bald sind nicht mehr die Deutschen unsere Konkurenz auf dem Arbeitsmarkt sondern Flüchtlinge.