«Verblüffendster Campus der Welt»

26. November 2018 11:07; Akt: 26.11.2018 11:07 Print

ETH wirbt mit Rapvideo um ausländische Studenten

Die ETH hat ein Rapvideo produziert, um ausländische Studenten anzulocken. Die Protagonisten schwärmen von den Vorteilen der Zürcher Hochschule.

Drei Rapper werben für die ETH Zürich, darunter ist auch eine indische Doktorandin. (Video: ETH Zürich)
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Rappende Studenten vor technischen Apparaturen: Die ETH Zürich will mit einem neuen Hip-Hop-Video insbesondere ausländische Studenten nach Zürich holen. Sie hat zusammen mit rund hundert ETH-Angehörigen einen Clip produziert, der die Vorzüge eines Masterstudiums an der ETH zeigt. Einen prominenten Auftritt hat darin auch eine indische Doktorandin.

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Neeru Mittal arbeitet derzeit am Department für Materialwissenschaft. Für den Videodreh rappt sie vor der Kamera: «Werden, was immer wir wollen, mit einem Master-Abschluss der ETH.» Zürich habe die beste Lebensqualität und die ETH sei unter den besten Unis. Ihr Co-Rapper Dalvin Sollberger schwärmt vom «verblüffendsten Campus der Welt», vom Ort, an dem richtige Master gemacht werden.

«Job findet dich»

«Das ist die Schweiz. Wir sind alles, was du sein willst.» Wenn man hoch hinauswolle, sei die ETH das, was man brauche. Der dritte Rapper Valerio Moser sagt: «Du brauchst dich nicht nach einem Job umzuschauen, weil der Job dich findet.» Jobangebote gebe es in der führenden Industrie wie etwa in der Robotik oder in der Raumfahrt.

Die drei Rapper führen im Clip durch den Campus und stellen die spannendsten Projekte der Hochschule vor. Sie rappen zum Beispiel über das E-Rennauto des akademischen Motorsportverbands oder über den hundeähnlichen Hilfsroboter ANYmal. Ein Schauplatz ist auch die Kammer, in der es kein Echo gibt, oder die Versuchsanlage, in der Schalenelemente für Stahlbeton entwickelt werden.

«Das Video soll auffallen»

Der kurze Clip kombiniert Rap und Witz mit seriöser Uni. Das ist Absicht: «Wir wollten ein Video, das auffällt, unterhält und dennoch viele Inhalte vermittelt», sagt Rainer Borer, Leiter der Hochschulkommunikation. Deshalb sei es zu dieser Kombination gekommen.

Mit dem Video wolle man nicht einfach mehr Studenten gewinnen: «Wir wollen die richtigen jungen Leute, die hervorragende Noten mitbringen, aber auch selbständig denken und kritisch reflektieren können.» Dazu gehöre auch, dass man über sich selbst lachen könne.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ETH Student am 26.11.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Bin Doktorand an der ETH und finde den Clip einfach nur peinlich. Oder anders: der verzweifelte Versuch der uncoolen, cool zu sein ;-)

  • SwissStudent am 26.11.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten?

    Soweit ich weiss, wird das Studium an der ETH stark vom Bund unterstützt, so dass das Studium im Gegensatz zu gewissen FHs (bsp. HWZ) massiv günstiger ist. Würde das bedeuten, dass der Schweizer Steuerzahler die ausländischen Studierenden mitfinanziert?

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  • Wilhelm Tell am 26.11.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich gut, aber...

    Wieso gebt ihr nicht mehr Schweizern eine Chance, an der ETH zu studieren? Mein Cousin hat den Master gemacht an der ETH und war der einzige Schweizer!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • selber ethler am 26.11.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Cringe

    Einfach nur peinlich. Es ist 2018 und da denken immer noch Leute, ein Rapsong, um cool zu wirken, wäre eine gute Idee. Da erhöhen sie die Studiengebühren und produzieren dieses Fremdschämvideo.

  • Leack am 26.11.2018 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentare voller Widerspruch

    Die Schweiz ist ein fortschrittliches Land und dafür braucht es halt nicht nur Büetzer, sondern auch Studierte wie Ingenieure, Juristen oder Wirtschaftler. Ob das den Kommentatoren hier nun passt oder nicht. Wir sollten doch stolz sein eine international anerkannte Universität zu besitzen. Dies ist nunmal der Preis für Erfolg. Ich frage mich nun, was das eigentliche Problem? Entweder regt man sich darüber auf, dass ausländische Studenten sich hier ausbilden lassen und danach wieder zurück in ihr Heimatland gehen um dort zu arbeiten oder es stört, dass sie hier bleiben, weil sie dann angeblich Schweizern die Stelle wegnehmen.

  • CHin am 26.11.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ansichtssache

    Leben die in der gleichen Schweiz wie ich?

  • Asuano am 26.11.2018 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    parallelgesellschaft

    Das Problem an der eth ist - wie ich sie nenne - akademische parallelgesellschaften. Völlig abgeschottet von den anderen lediglich der englischen sprache mächtig laufen sie durch Zürich. Wären es Migranten - die abgsehen vom Bildungsststus teilweise ähnlich abgeschottet sind wäre der aufschrei gross. Auch Professoren die keinen Funken Deutsch sprechen aber hier leben finde ich ehrlich gesagt nicht wirklich toll.

    • lorid am 26.11.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn

      Ach bitte, ist bei Expats auch nicht anders. Von abgeschottet zu reden, ist auch absurd. Deutsch hilft auch nicht, wenn jeder hier Mundart spricht. Und ja viele Studenten sind nur wegen der Forschung temporär hier.

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  • JJ MO am 26.11.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr habt es verstanden!

    Echt Fresh dieser Auftritt! Ihr habt es verstanden wenn es um zielgruppenorientiertes Recruiting geht!