Stinkende Hauseingänge

27. Juni 2011 17:33; Akt: 28.06.2011 00:00 Print

Ein «Pissort» für Freipinkler

In Liestal hat ein Hausbesitzer eine ungewöhnliche Massnahme gegen Uringestank ergriffen: Er hat an seinen Dachablauf einen Abzweiger mit Wanne gebaut.

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Einfache Massnahme gegen Uringestank in den Hausecken: Eine Wanne mit Ablauf. (Bild: Leser-Reporter)

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Das Haus von Thomas Baltzer liegt an einem schönen Platz an der Seestrasse in Liestal. Dort treffen sich an lauen Abenden zahlreiche Jugenliche zum gemeinsamen «Abhängen» und Trinken. Und: Nach einigen Bierchen oder Energy-Drinks müssen sie ihre Blase entleeren. «Meistens taten sie dies in meinem Hauseingang oder in Nachbars Garten», sagt Baltzer.

Der Hausbesitzer hatte bald genug vom Gestank und forderte von der Gemeinde Massnahmen. «Doch genützt hat es nicht viel», so Baltzer. Darum hat er nicht lange gefackelt und eine eigene Lösung entwickelt: An seiner Hausmauer hat er in den Dachablauf eine Wanne als Urinal integriert. Seit drei Wochen ist sie in Betrieb.

«Ich habe den Eindruck, die Jungen sind dankbar, es wird jedenfalls rege benutzt», sagt Baltzer. Nur eines hat er noch zu bemängeln. «Die Pinkler treffen nicht immer, sie sollen doch etwas näher treten.»

(ann)