Immobilien-Migration

07. Juli 2011 12:01; Akt: 07.07.2011 12:25 Print

Ein Haus geht auf Reisen

Wenn Bauten wandern: Damit der Bahnhof Oerlikon um zwei Gleise erweitert werden kann, wird ein 6200 Tonnen schweres Gebäude auf Rollen gestellt – und um 60 Meter verschoben.

Die alte Maschinenfabrik in Oerlikon erhält Rollen und wird ab März 2012 um 60 Meter verschoben. (Animation: Swiss Prime Site)

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Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site investiert elf Millionen Franken in die Verschiebung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO). Mit einem symbolischen «Anschieben» wurden am Donnerstag die Vorarbeiten gestartet.

Bis das 122-jährige Backsteingebäude bewegt werden kann, dauert es noch bis März 2012. Das 80 Meter lange, 12 Meter breite und rund 6200 Tonnen schwere Haus wird um rund 60 Meter nach Westen verschoben, um Platz zu machen für zwei neue Gleise beim Bahnhof Zürich-Oerlikon.

Grosse Herausforderung

Die Verschiebung des Gebäudes sei eine grosse technische und logistische Herausforderung, heisst es in einer Mitteilung der Swiss Prime Site. Der Transport der über 6000 Tonnen schweren Fracht erfolgt auf Verschubbahnen, die aus zwei Stahlträgern mit dazwischen liegenden Stahlrollen besteht.

Der Backsteinbau steht heute auf Grund und Boden der ABB und wird neu auf ein Areal zu stehen kommen, das der Stadt Zürich und der Swiss Prime Site gehört. Die Immobilienfirma hatte sich zunächst gegen die aufwendige Rettungsaktion gesperrt, weil das Gebäude nach der Verschiebung vor ihr neues Bürogebäude Cityport zu stehen kommt.

Später wollte die ABB den historischen Bau nicht mehr abgeben. Erst nach zähen Verhandlungen war sie schliesslich bereit mitzumachen. Wäre die Rettungsaktion gescheitert, hätte die ABB das Gebäude auf eigene Kosten abbrechen müssen. Die definitive Rettung wurde durch eine im Februar erzielte Einigung zwischen der Stadt Zürich, den SBB, der ABB und Swiss Prime Site ermöglicht.

(uwb/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco Zanoni am 07.07.2011 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Tolle Animation! Und toll, dass dieses Gebäude erhalten bleibt!

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  • georgina fischer am 07.07.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    super sache

    da muss ich umbedingt dabei sein, welch fabelhaftes spektakel!

  • auri am 07.07.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    man konnte bis jetzt so leben wie es schon immer war.. also kann man das weitere 122 Jahre..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mauricio am 08.07.2011 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ein anderer Tunnel bitte!

    Da werden 11 Millionen eingesetzt, nur damit noch mehr Züge durch den schon heute stark beanspruchten Bahnhof Oerlikon fahren können. Es wäre sinnvoller gewesen, man hätte einen Tunnel für diejenigen Züge gebaut, die NICHT in Oerlikon halten. Denn es ist absolut unsinnig, was alles durch diesen Bahnhof fährt, ohne dort anzuhalten.

    • Papierlischweizer am 08.07.2011 17:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ist ja schon im Bau

      Lieber Mauricio. Die sogenannte Durchmesser Linie soll ja genau diesem Problem am Bahnhof Örlikon entgegenwirken. Das Gebäude wird verschoben, um zwei zusätzlichen Gleisen mit Perrons Platz zu machen, welche die Frequenz am Bahnhof weiter steigern. Alles genau so, wie Sie es sich wünschen, samt Tunnel.

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  • Thomas am 08.07.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Protestler

    ihr wisst schon, dass der Weinbergtunnel nichts bringt, ohne die 2 Zusatzgleise? Wieso protestiert ihr nicht gegen den Tunnel?

  • Nemanja Milojevic am 07.07.2011 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Verrückt werden

    Ich habe jetzt ein Jahr unmittelbar neben dem Bhf Oerlikon gearbeitet, und werde noch weitere 2 Jahre meiner Lehr in der nähe verbringen. Der Lärm und diese Baustellen machen einen verrückt!

  • Dominik Grieder am 07.07.2011 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Unnütze Gleise

    Das ganze Theater bei Oerlikon und auch sonst wegen ein paar Gleisen. Unglaublich was der öffentliche Verkehr für Baustellen, Lärm und Umweltverschmutzung verursacht. Am Ende passen in Stosszeiten ein paar Pendler mehr durch, und in den restlichen Zeiten fahren die Züge fast leer herum, wie bisher. Eigentlich ein unnützes Projekt, trotzdem schön, dass das Gebäude gerettet wird. Aber bringen tuts am Ende nichts mit den Zusatzgleisen...

    • Emil Welten am 08.07.2011 16:39 Report Diesen Beitrag melden

      fast leer?

      das mit dem "fast leer" ist doch völliger Quatsch! Das kann nur einer erzählen, der kein öv selber benutzt. Und "ein paar Geleise" = "ein paar Pendler" ist auch echt eine komische Rechnung: 1 Geleise = 1 oder vielleicht sogar 2 Pendler?!?!

    • Papierlischweizer am 08.07.2011 17:36 Report Diesen Beitrag melden

      Unnützer Kommentar eines Nichtpendlers.

      Sie hätten wohl eine sechsspurige Autobahn gebaut.

    • Dominik Grieder am 09.07.2011 02:07 Report Diesen Beitrag melden

      Bin sehr wohl Zugfahrer...

      Ich fahre sehr wohl S-Bahn, aber nicht immer nur zu den Hauptzeiten und sehe wie die Züge dann zwischendurch ausgelastet sind. (Leer bis halbleer). Ihr Pendler wo immer zur selben Zeit fahrt seht das auch? Fahren nachher eigentlich auch mehr Züge wenn mehr Gleise vorhanden sind, oder so? Oder wieso fahren nicht einfach allgemein mehr Züge (oder längere) wenn soviele Leute damit fahren wollen? Und wen ein wenig Gedrängel stört, kann ja aufs Auto umsteigen. PS: Ist Zürich eigentlich die einzige Stadt in der gearbeitet wird, dass alle Leute von Ausserhalb hierher strömen? Keine andere Wahl?

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  • Marco Zanoni am 07.07.2011 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Tolle Animation! Und toll, dass dieses Gebäude erhalten bleibt!

    • Daniela Rohrer am 08.07.2011 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Das finde ich auch. Mein Grossvater arbeitete schon in der MFO. Es wäre schade, wenn man dieses Gebäude nicht retten kann.

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