Todesfall im Zoo Zürich

10. Februar 2020 18:08; Akt: 10.02.2020 19:58 Print

Herde hat sich von totem Maxi verabschiedet

Traurige Neuigkeiten im Zoo Zürich: Elefantenbulle Maxi musste am Montag eingeschläfert werden.

Im Alter von 50 Jahren wurde der Elefantenbulle Maxi eingeschläfert. (Video: Keystone-SDA)
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Erst im September hatte Maxi noch seinen 50. Geburtstag gefeiert. Jetzt ist der Elefantenbulle tot. Wie der Zoo Zürich am Montag mitteilte, musste das betagte Tier aufgrund seiner zunehmenden Altersbeschwerden eingeschläfert werden: «Er konnte in den letzten Tagen kaum aufstehen und wirkte sehr schwach», sagt Zoodirektor Alex Rübel.

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Zudem hatte der Elefantenbulle seit etwa einem Jahr fast keine Zähne mehr: «Die Pfleger gaben ihm zwar weiches Futter, er hatte aber zunehmend Mühe beim Fressen.» Wie Rübel sagt, wollte man den Elefanten nicht länger leiden lassen: «Wir haben uns schliesslich dazu entschieden, Maxi zu erlösen.» Für den Zoo Zürich kein einfacher Entscheid: «Wir sind alle sehr traurig. Maxi war ein ganz Toller. Er war sehr umgänglich und verstand sich mit allen sehr gut», so Rübel.

38 Jahre lebte der ehemalige Zirkuselefant im Zürcher Zoo. Zu Maxis Stammbaum zählen zwölf direkte Nachkommen, 21 Enkel sowie zwei Urenkel. Damit sich die Elefantenherde von ihm verabschieden konnte, liess man seinen Körper nach dem Einschläfern im Gehege, so Rübel. «Jetzt kommt das Tier in die Pathologie der Universität Zürich und wird dort untersucht.»

Von Thailand nach England nach Zürich

Maxi wurde 1969/70 in Thailand geboren und kam 1971 in den Zoo Dudley in England, wie der Zoo Zürich in einer Mitteilung schreibt. Ein Jahr später wechselte er zum Zirkusunternehmen Chipperfield, wo er mit auf Tournee ging. Nach einem kurzen Aufenthalt im Safaripark Longleat kam Maxi am 15. September 1981 – vor gut 38 Jahren – nach Zürich.

Den Umzug nach Zürich machte laut dem Zoo eine Erweiterung der 1971 eröffneten Elefantenanlage um einen Bullenstall möglich. Hier wurde der gut trainierte Maxi im geschützten Kontakt betreut. Maxi erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen: Am 27. Juli 1984 kam mit Komali der erste Elefantennachwuchs im Zoo Zürich zur Welt.

2014 bezog Maxi mit den anderen Elefanten den neuen Kaeng Krachan Elefantenpark. Hatte sich Maxi in seinem alten Umfeld bei Veränderungen oft unsicher und vorsichtig gezeigt, erkundete er sein neues Zuhause sehr forsch und zielstrebig. Am neuen Ort erhielt er im gleichen Jahr den jüngeren Bullen Thai als Gesellschafter.

Erst letzte Woche durfte sich der Zoo noch über die Geburt eines Elefantenkalbes freuen. Am Mittwoch hat Elefantenkuh Indi ihr viertes Kalb zur Welt gebracht. Das Elefäntli hat den Namen Umesh erhalten.

Elefantenbulle Maxi

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sina am 10.02.2020 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maxi

    Soooo traurig das Maxi Tod ist. :-(( Er hat ja ein schönes Leben gehabt in Zürich und mit 50 Jahren hat er ein schönes Alter erreicht. Ich werde Dich nicht vergessen.

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  • Meli am 10.02.2020 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    R.I.P Maxi komm gut über die Regenbogen Brücke

  • Barbara Haller am 10.02.2020 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Goodby Grosser

    Traurig, aber er hatte es im Zoo Zürich ja gut. RIP Grosser

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Erko30 am 11.02.2020 11:15 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Bea am 10.02.2020 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dickhaut

    R.I.P.....Ich liebe diese grosshirnigen, smarten, lautlosen, freundlichen, sanftmütigen, unvergessbaren Dickhäuter!

  • Mani am 10.02.2020 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geburtsort zum sterben

    Wisst ihr, dass Elefanten zum sterben an Geburtsort zurück gehen, auch wenn dieser hunderte/tausende km zurück liegt. Jetzt stellt euch vor, wie lange dieser Elefant gelitten hat da er seinen letzten Willen nicht bekam.

  • ally am 10.02.2020 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bye bye

    Maxi gute Reise über die Regenbogenbrücke...

  • Chinook am 10.02.2020 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden

    Tiere kann man erlösen, Menschen leider nicht! Maxi war eine Persönlichkeit nun ist er leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Ruhe in Frieden