Glattalbahn

09. Juli 2014 10:33; Akt: 10.07.2014 11:18 Print

Erneuter Unfall mit der Glattalbahn

Nur einen Tag nachdem die Glattalbahn ihre neuen Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vorgestellt hat, ist es schon wieder zu einer Kollision gekommen – diesmal in Dübendorf.

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Mit Barrieren will die Glattalbahn die Anzahl Unfälle reduzieren. Dass dies nötig ist, zeigte sich am heutigen Mittwochmorgen erneut. Auf der Zürichstrasse in Dübendorf ZH ist ein Tram mit einem Lastwagen zusammengestossen, wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage bestätigte. Verletzte gab es keine.

Die Kollision ereignete sich kurz nach 10 Uhr. Die Strecke zwischen Auzelg und Bahnhof Stettbach war deshalb in beiden Richtungen gesperrt, die Trams der Linie 12 verkehrten nur zwischen Flughafen und Auzelg. Die VBZ setzten Autobusse ein.

Die Unfallkreuzung in Dübendorf/Hoffnung ist eigentlich mit einer Lichtsignalanlage gesichert und gehört nicht zu den neuralgischen Unfallorten. Deshalb ist dort gemäss einer VBG-Sprecherin auch keine Barriere geplant.

Berüchtigte Strecke

Die Strecke ist berüchtigt als besonders unfallträchtig. Der aktuelle Unfall ist der 44. seit Ende 2008, als die zweite Etappe in Betrieb genommen wurde. Eine Person wurde in dieser Zeit getötet, zwölf Personen wurden schwer und 30 leicht verletzt.

Erst am Dienstag haben die Verkehrsbetriebe Glattal bekannt gegeben, sie wollten mit dem Einbau von fünf Barrieren an neuralgischen Punkten für mehr Sicherheit sorgen. Die im letzten Jahr umgesetzten Sofortmassnahmen hätten nicht die erwünschte Wirkung erzielt. Ziel sei es, die Zahl der Unfälle um 50 Prozent zu senken.

(kv/sda)