Esoterik-Theorien

28. April 2010 23:09; Akt: 28.04.2010 22:34 Print

Ex-Bruder Benno in der Kritik

von Désirée Pomper - Der ehemalige Ordensbruder Benno glaubt an den Maya-Kalender und schwärmt öffentlich davon, wie man sich monatelang nur von Licht ernähren kann. Experten sind alarmiert.

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Der ehemalige Franziskanermönch Benno sorgte bereits für Aufregung, als er wegen seiner grossen Liebe Seraina seine Kutte ablegte. Nun ruft er aber ernsthafte Kritiker auf den Plan. In der Sendung «Talk Täglich» erzählte er davon, wie er sich drei Monate lang nur von Licht ernährte.

Damit outet sich Benno Kehl als Anhänger der australischen Begründerin der «Lichtnahrungs»-Bewegung Ellen Greve alias Jasmuheen. Nach ihrer Lehre verzichtet man in den ersten sieben Tagen vollends auf die Zufuhr von Flüssigkeit, dann trinkt man stark verdünnte Säfte. Ihre Theorie ist extrem umstritten: Die radikale Hungerkur kostete mindestens drei ihrer Anhänger das Leben. Kehl – der für Jasmuheens neustes Buch «Sanfte Wege zur Lichtnahrung» nur lobende Worte findet – glaubt, eine andere Erklärung zu haben für die Todesfälle: «Die Opfer hatten massive Probleme, teilweise auch mit Drogen. Man kann aber nur von Licht leben, wenn man innerlich stabil ist und die Welt achtet.» Kehls Theorien gehen aber noch weiter: Bis 2012 würden wahrscheinlich immer mehr Leute die Fähigkeit erlangen, sich auf den Lichtnahrungsprozess einzulassen, glaubt er. Dann finde nämlich laut dem Maya-Kalender «ein kosmischer Konstellationswechsel statt, der einen grösseren Einfluss von nährenden Lichtpartikeln» zur Folge haben könne.

Dass man die fürs Leben notwendige Energie aus Licht gewinnen kann – davon hält Caroline Bernet von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung nichts: «Der Körper nimmt beim Entzug von Flüssigkeit und Nahrung an Substanz ab und dehydriert, was zum Tod führen kann.» Der harschen Kritik der Experten begegnet Kehl gelassen: «In ihrem dreidimensionalen Weltbild hat Lichtnahrung keinen Platz. Ich aber weiss: Zwischen Himmel und Erde gibt es mehr, als man sieht.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timothy Dahl am 29.04.2010 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Die Wahrheit

    Er sagt zum Schluss noch deutlich, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als man sieht. Dies kann erst auf sich selbst zu treffen wenn diejenige Person dies wisse und daran glaubt, denn dann wird man merken das es stimmt! Natürlich kann jeder sagen nein dies stimmt nicht, aber wenn man sich erstmals mit diesem Thema auseinandersetzt, merkt man das es gar nicht mal so falsch ist!

  • Sony am 08.05.2010 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Funken Licht.

    Lichtnahrung ist nichts neues und spirituelle Mönche in der katholischen Kirche schon gar nicht. Lichtnahrung ist etwas Gutes, was Geist und Seele schult. Naiv ist allerdings, es radikal zu Beginnen. Am Anfang sollte man einfach mal eine Mahlzeit auslassen, und stattdessen beim meditieren Licht aufnehmen.. der Körper verwertet es selbst... Ein Funken Licht - Sony

  • Othmar am 24.05.2010 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch

    Lest doch z.B. mal in Wikipedia nach, was unter Jasmuheen, dem Guru dieses Lichtfastens zu finden ist. Da kann man doch nur den Kopf schütteln. Klar, es soll jeder machen, was er für gut befindet. Aber es dann noch gross in Interviews in die Welt hinausposaunen und Werbung dafür machen, wo man weiss, wie gefährlich ein solcher Schmarren sein kann, das finde ich dann nur noch verantwortungslos, sorry.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Matthes am 06.10.2010 04:30 Report Diesen Beitrag melden

    Licht

    Alles Essbare sind Schwingungen. Hohe Schwingingen sind Licht. Kein Honig ohne Licht, auch kein pflanzliches Wachstum. Alles Essbare ist konzentriertes Licht.

    • nana am 17.04.2011 00:43 Report Diesen Beitrag melden

      bewusstsein

      genau :) es geht um transformation und dazu bedarf es ein entsprechendes bewusstsein und wenn man das nicht hat , kann man nicht darüber sprechen !

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  • Beno Kehl am 26.05.2010 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kritik

    Liebe Désirée Pomper es war nicht nur lieb, dieser Text, vorallem da du die Sachen nicht ganz im Zusammenhang geschrieben hast. Aber letztlich ist das ja journalistische Freiheit. Ich bin was ich bin. lieber Gruss Beno Kehl

    • Bruder alejandro am 17.10.2010 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Lichtnahrung oder aria Particolo ?

      Hallo Benno Meine Theorie erweitert den Lichtfluterprozess. Nahrung gewinnt man nicht vom Licht allein, denn wie steht es doch geschrieben: "Alles was Odem hat, lobe den Herrn"!Mit dem einatmen der Luft geraten Feinstaub und Staubpartike l in die Lunge.Dort werden sie herausgefiltert und im Koerper abgelagert.Mit der intensiven UVA und UVB Bestrahlung des Sonnenlichts beginnt der Umwandlungs Prozess; Aus freien Radikalen bilden sich durch Fotosyntes e Nahrungspartikel die jetzt dem Magen zugeführt werden. Dies funktioniert uebrigens auch im Solarium. Fluessigkeits gewinn durch feuchteTropenluf

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  • Othmar am 24.05.2010 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch

    Lest doch z.B. mal in Wikipedia nach, was unter Jasmuheen, dem Guru dieses Lichtfastens zu finden ist. Da kann man doch nur den Kopf schütteln. Klar, es soll jeder machen, was er für gut befindet. Aber es dann noch gross in Interviews in die Welt hinausposaunen und Werbung dafür machen, wo man weiss, wie gefährlich ein solcher Schmarren sein kann, das finde ich dann nur noch verantwortungslos, sorry.

  • Sony am 08.05.2010 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Funken Licht.

    Lichtnahrung ist nichts neues und spirituelle Mönche in der katholischen Kirche schon gar nicht. Lichtnahrung ist etwas Gutes, was Geist und Seele schult. Naiv ist allerdings, es radikal zu Beginnen. Am Anfang sollte man einfach mal eine Mahlzeit auslassen, und stattdessen beim meditieren Licht aufnehmen.. der Körper verwertet es selbst... Ein Funken Licht - Sony

  • manfred am 03.05.2010 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bennos Weg

    Im Himalaya gibt es Yogis, die seit Monaten nichts anderes tun als zu meditieren ohne Nahrungsaufnahme. Wir sollten uns damit vertraut machen, das Vorkommnisse auf der Erde unerklärlich bleiben, diese aber trotzdem existieren.