10 Personen verhaftet

11. April 2019 09:00; Akt: 11.04.2019 14:21 Print

Chaoten müssen vor und nach FCZ-Spiel zur Polizei

Wegen Ausschreitungen nach dem Match FCZ gegen Bayer Leverkusen waren zehn Chaoten in U-Haft. Gegen sie wurden Meldeauflagen verfügt.

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Zehn Chaoten waren im Januar in Untersuchungshaft, weil sie nach einem Spiel im Oktober 2018 an der Langstrasse Fans des deutschen Fussballclubs Bayer Leverkusen gewalttätig angegriffen haben sollen. Dabei wurden drei Fans des deutschen Bundesligaclubs verletzt. Die Chaoten trugen mehrheitlich FCZ-Fanartikel.

Gegen die zehn Personen sind nun Meldeauflagen verfügt worden, wie die Stadtpolizei Zürich am Donnerstag mitteilt. Das bedeutet, dass sie sich vor und nach jedem Spiel ihrer Mannschaft auf einem Polizeiposten ihres Wohnortes melden müssen. Diese Massnahme ist zeitlich begrenzt – in den vorliegenden Fällen mit einer Dauer von bis zu drei Jahren. Diese können verlängert werden.

29 Meldeauflagen seit 2015

Damit soll laut Mitteilung präventiv sichergestellt werden, dass sich die gewaltbereite Person zum jeweiligen Zeitpunkt nicht in Stadionnähe oder an polizeilich bekannten Brennpunkten aufhalten kann. Die Stadtpolizei Zürich hat seit 2015 insgesamt 29 solche Meldeauflagen ausgesprochen. Dabei wurde immer auch ein Rayonverbot verfügt – so auch bei den zehn verhafteten Chaoten. Das Strafverfahren ist noch pendent.

Der Vorfall in der Langstrasse ist einer in einer langen Reihe von Ereignissen. Eine Auflistung zeigt, dass es in Zürich fast jeden Monat Probleme mit Fussball-Chaoten gibt. Die Staatsanwaltschaft fahndete auch schon mit der Veröffentlichung eines Videos nach Hooligans.

(tam)