Flächendeckend

28. Dezember 2011 22:43; Akt: 28.12.2011 21:33 Print

FDP fordert mehr Tagesschulen in Städten

von Deborah Sutter - Die FDP fordert Tagesschulen in allen Quartieren von Zürich und Winterthur. Gegner sprechen wegen der kurzen Mittagszeit von «zu grossem Stress für Kinder».

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Am Mittagstisch werden die Kinder verpflegt und betreut. (Bild: Keystone)

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Während der Schule zum Zmittag nach Hause – für die beiden FDP-Kantonsrätinnen Carmen Walker Späh und Leila Feit ein alter Zopf: Sie fordern in einer Interpellation an den Regierungsrat versuchsweise flächendeckend Tagesschulen in Zürich und Winterthur.

«Frauen wollen arbeiten und Kinder haben, nicht entweder oder», sagt Walker Späh. Tagesschulen könnten dies erleichtern. «Wird in der Schule gegessen, sind die Schüler betreut, was nicht selbstverständlich ist.» Gerade in den Städten sei das ein echtes Problem: «Es gibt viele Kinder, die die Mittagszeit allein mit einem Sandwich vor dem TV verbringen.» Im Pilotprojekt könnten die ­Eltern wählen, ob ihre Kinder während der auf 45 oder 60 Minuten verkürzten Mittagszeit in der Schule betreut werden.

«Das Modell würde wesentlich zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung beitragen», sagt Lucrezia Meier-Schatz, Geschäftsführerin von Pro Familia Schweiz. «Eltern sollen wählen können – wichtig ist, dass Kinder über Mittag betreut werden, was heute längst nicht überall der Fall ist.» SVP-Kantonsrat Matthias Hauser hingegen kritisiert: «Dies wäre für viele Kinder ein zu grosser Stress, die Konzentration lässt nach – die grosse Pause über Mittag braucht es.» Das Angebot der Mittagstische gebe es zudem bereits: «Diese werden nur von wenigen genutzt, weitaus mehr Schüler gehen zum Mittagessen nach Hause.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat am 29.12.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Tagesschulen/Mittagstische ja, ...

    ... aber bitte voll Zulasten der Leistungsbezüger - sprich Eltern! Sonst können Mama und Papa Doppelverdiener die Verantwortung für die Kids "auslagern" und auf Kosten der Allgemeinheit weiterhin Geld scheffeln. Wer eine solche Leistung in Anspruch nimmt, soll diese auch Einkommensabhängig bezahlen.

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  • Clarita Kunz am 29.12.2011 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sozial, sozialer, unsozial!

    Es brauchht verschiedene Angebote, da es verschiedene Bedürfnisse gibt. Wichtig ist: Eltern sollen wählen können. Ansonsten gilt: Sozial, sozialer, UNSOZIAL!!

  • denk-mal am 29.12.2011 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    das ist .... zu einfach

    die einen sagen dem "Verienbarkeit von Beruf und Elternsein, die andern sagen dem: Kinder auf die Welt stellen und Verantwortung abgeben - die andern sollen betreuen!" Was ist wohl wichtiger? Und wer bezahlt das?

Die neusten Leser-Kommentare

  • tai_pan am 29.12.2011 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wollen oder Müssen & Alles bezahlt !

    Liebe Frau Walker Späh, als alleinerziehende Mutter die weder Kinderalimente noch Ehegattenunterhalt bezahlt bekommt sondern die ganzen Kosten alleine erarbeiten muss möchte ich Ihnen herzlich für Ihre überaus sensible Fromulierung danken ! Ich 'will' nicht unbedingt so viel arbeiten - allerdings ist mir nicht ganz klar wo das Geld denn sonst herkommen sollte ? An diejenigen die das Gefühl haben wir seien auf Rosen gebettet: Ich bezahle der Gemeinde rund 500 CHF/Monat für 3 Mittagessen und 1 Nachmittag Kinderkrippe/Woche, während den Schulfererien sind es 2 halbe plus 1 Tag/Woche.

  • Clarita Kunz am 29.12.2011 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sozial, sozialer, unsozial!

    Es brauchht verschiedene Angebote, da es verschiedene Bedürfnisse gibt. Wichtig ist: Eltern sollen wählen können. Ansonsten gilt: Sozial, sozialer, UNSOZIAL!!

  • Beat am 29.12.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Tagesschulen/Mittagstische ja, ...

    ... aber bitte voll Zulasten der Leistungsbezüger - sprich Eltern! Sonst können Mama und Papa Doppelverdiener die Verantwortung für die Kids "auslagern" und auf Kosten der Allgemeinheit weiterhin Geld scheffeln. Wer eine solche Leistung in Anspruch nimmt, soll diese auch Einkommensabhängig bezahlen.

    • Carina am 29.12.2011 20:39 Report Diesen Beitrag melden

      1.-9. Klasse für alle TS - Obligatorium

      einführen - somit werden Kinder wie Eltern vom hin und her Pendeln-Stress befreit, zudem sind Tages-Strukturen klar definiert.

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  • Blanche Wu am 29.12.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    aha Stress

    ähh war auch in Privatschule und hatte eine Stunde Mittag. Das ich gestresst war viel mir dazumals gar nicht auf?? ähh... 20min. zum essen und 40min. zum spielen. Reicht das nicht aus. Jetzt bin ich sehr gestörrt herausgekommen, da ich keine Zeit hatte mich zu erholen? ähhh...hallo? ich hätte lieber über Mittag Schule gehabt und wäre am Abend eine Stunde früher nach Hause gegangen!

  • denk-mal am 29.12.2011 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    das ist .... zu einfach

    die einen sagen dem "Verienbarkeit von Beruf und Elternsein, die andern sagen dem: Kinder auf die Welt stellen und Verantwortung abgeben - die andern sollen betreuen!" Was ist wohl wichtiger? Und wer bezahlt das?