Zürich

28. März 2019 14:00; Akt: 28.03.2019 15:06 Print

Uni setzt bei Masern auf Eigenverantwortung

An der Uni Zürich sind zwei Personen an Masern erkrankt. Den Studenten wird eine Impfung empfohlen. Im schlimmsten Fall droht Zutrittsverbot.

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Masern-Alarm an der Uni Zürich: Zwei Studenten der Universität Zürich-Nord sollen an dem Virus erkrankt sein. Per E-Mail wurden die Studenten darüber informiert. Darin heisst es: «Falls weitere Fälle auftreten, kann der Kantonsarzt verfügen, dass nur gegen Masern immune Personen (geimpft oder Masern sicher gehabt) Zutritt zu den betroffenen Standorten haben.»

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Hochansteckend und nicht ungefährlich

Es werde deshalb eine Impfung empfohlen. Denn: Masern sind nicht ungefährlich und hochansteckend. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann eine Masernerkrankung in jedem Alter auftreten und manchmal schwerste Komplikationen verursachen.

An der Universität Zürich hofft man nun, dass man mit der breiten Information aller Mitarbeitenden und Studierenden eine weitere Ausbreitung verhindern kann, wie es auf Anfrage heisst. Bisher seien keine weiteren Masern-Fälle aufgetreten. Trotzdem müsse die Situation weiterhin beobachtet werden. Die Universität stehe dabei in engem Kontakt mit dem Kantonsärztlichen Dienst, der bei dieser meldepflichtigen Erkrankung die Abklärungen vornehme und Massnahmen einleite.

Kantonsarzt entscheidet über Zutrittsverbot

Dieser könne auch über ein Zutrittsverbot verfügen, falls weitere Fälle auftreten. «Wir setzen dabei auf die Eigenverantwortung der Studierenden und Mitarbeitende», sagt eine Sprecherin der Universität.

Also keine strikten Kontrollen bei einem allfälligen Zutrittsverbot. Vielmehr soll sich jeder so verhalten, dass möglichst niemand angesteckt wird. «Denn es sollte im Interesse aller sein, dass auch immunsupprimierte Personen oder Säuglinge vor einer Masernerkrankung geschützt werden», so die Sprecherin. Ob an der Universität zu wenige Studenten geimpft seien, könne man aufgrund der aktuellen Vorfälle nicht beurteilen.

Masern-Fälle auch in Bern

Unglücklich, dass es zu einem Ausbruch der Krankheit gekommen ist, findet man es jedenfalls beim Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH). Co-Präsidentin Polina Pokrovskaya: «Es ist aber gut, dass die Uni handelt.»

Erst kürzlich wurden in Bern zahlreiche Masern-Fälle bekannt. Dem bernischen Kantonsarztamt sind seit Anfang Jahr 37 Fälle der hochansteckenden Krankheit gemeldet worden. Das sind zehnmal mehr Erkrankungen als in den drei vergangenen Jahren zusammen. 50 Schüler im Kanton Bern durften deshalb nicht mehr in den Unterricht. Mit dieser Massnahme wollte die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) den Ausbruch eindämmen.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno S. am 28.03.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank

    liebe Impfgegner. Solche Krankheiten gehören ausgerottet. Basta.

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  • Anna am 28.03.2019 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfgegner raus

    Als jemand, der genau so eine Autoimmunkrankheit hat, welche die Impfgegner gerne ins Feld führen - ich bin TROTZDEM dankbar, dass meine Eltern die Intelligenz hatten, mich zu impfen. Gelenkschmerzen sind aus meiner Sicht viel weniger schlimm als nicht funktionierende Beine. Zudem sollte man sich klar sein, dass wir einfach bessere Diagnostik für Krankheiten haben und darum mehr Fälle bekannt werden. Und verglichen mit dem ganzen Müll, der täglich in unseren Körper kommt, sind Impfungen gar nichts!

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  • Leo Züriberg am 28.03.2019 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage der Untelligenz

    Gibt es in der Tat noch Studis, die sich nicht impfen liessen? Wie haben die denn die Matur geschafft?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sabi81 am 28.03.2019 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    impfen?

    nie könnte ich damit leben, einen ungrschützten menschen anzustecken. bin froh, haben mich meine eltern geimpft. danke mami und papi!

  • Huldrich Würgli am 28.03.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Masken und Hände inkl Händy desinfizieren?

    gibt es auch Verhaltens Empfehlungen?

  • Lara am 28.03.2019 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kalter Kaffee

    aufwärmen macht Spass - juhuiii.

  • Neumann am 28.03.2019 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfen ein Muss

    Jeder und jede sollte sich impfen, immer und gegen alle impfbaren Krankheiten. Vorbeugen ist immer besser und alles andere ist verantwortungslos. Wundert mich aber nicht, dass gerade in akademischen und links-grünen Kreisen ein heftiger Impf-Widerstand besteht. Ebenso beim Pflegepersonal, was ich noch schlimmer finde.

  • Impf Impf am 28.03.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfen da

    Antibiotika dort...alles geniale Erfindungen, die ich nicht missen möchte. Und die Menschen werden (immer im Durchschnitt) auch immer älter. Aber gesünder? Ich glaube (nicht dass ich es mit Sicherheit wüsste) die Menschen in der Industriegesellschaft sind im Schnitt eher ungesünder unterwegs. Sowohl physisch, als auch osychisch...